Bundesliga - 19 / 04 / 2024

Wieder in der Spur: Der VfL Potsdam gewinnt zuhause gegen Nordhorn-Lingen

Nach der Niederlage gegen Hagen am vergangenen Wochenende konnte der 1. VfL Potsdam am heutigen Freitagabend wieder zwei Punkte einfahren. Mit 35:28 (19:17) gewannen die Adler das Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen vor rund 1.400 Zuschauern. Bester Torschütze der Potsdamer war Max Beneke mit zehn Treffern. Die Mannschaft von Coach Frank Schumann setzt hingegen ihre Negativserie fort und hat das sechste Spiel in Folge verloren.

Der VfL musste am Freitagabend erneut auf den verletzten Marvin Kix verzichten. Auch Maxim Orlov fehlte dem Team um Kapitän Karl Roosna. Dafür stand Matthes Langhoff wieder im Kader und unterstützte die Adler. Die Gäste aus Nordhorn sprachen vor der Partie von einer „Mammutaufgabe“, die ihnen in Potsdam bevorstehe.

Und die sollte es am Ende auch werden, auch wenn die Gäste mit einer guten ersten Halbzeit starteten. Beide Teams waren von Beginn an hochmotiviert, hatten aber auch mit einigen Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. Der HSG gelang nach 40 Sekunden der erste Treffer der Partie. Elias Kofler legte direkt nach und dank einer starken Parade von Lasse Ludwig und zwei Treffern von Karl Roosna und Max Beneke stand es nach sieben Minuten 3:3. Cyrill Akakpo war es dann, der die Adler eine Minute später erstmals in Führung brachte. Kurz danach musste er eine Zwei-Minuten-Strafe absitzen. Die vorübergehende Unterzahl der Adler nutzten die Gäste zum erneuten Ausgleich.

Bei einem ausgeglichenen – und körperbetonten – Spiel sollte es auch in den Folgeminuten bleiben. Zwei Treffer von Valter Chrintz brachten die Adler nach rund 15 Minuten auf Spur. Beim Stand von 10:8 nahm Gäste-Coach Frank Schumann seine erste Auszeit. Vor allem Lucas Firnhaber brachte die Gastgeber anschließend immer wieder in Bedrängnis. In die verbleibenden fünf Minuten der ersten Hälfte gingen die Potsdamer dennoch mit einer knappen Ein-Tor-Führung, die Nils Fuhrmann noch auf zwei Tore ausbauen konnte. Kurz vor der Pause, in die sich beide Teams mit einem 19:17 verabschiedeten, nahm dann auch Bob Hanning seine erste Auszeit.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Treffer von Moritz Sauter und viel Druck nach vorne aufseiten der Adler. In den ersten vier Minuten der zweiten Hälfte fielen sechs Tore, davon landeten vier im Gäste-Tor. Valter Chrintz netzte in Minute 35 zum vierten Mal an diesem Abend ein und erhöhte auf 24:21. Kurz darauf musste Chrintz humpelnd die Platte verlassen – und Bob Hanning nahm die zweite Potsdamer Auszeit der Partie.

Trotz des Schreckmoments um den schwedischen Nationalspieler bestimmten die Adler weiter das Spielgeschehen und gingen in der 42. Minute erstmals mit fünf Toren in Führung. Auch dank Lasse Ludwigs starker Paraden und einem gewohnt treffsicheren Max Beneke retteten die Adler diesen Vorsprung auch in die letzten 15 Minuten. Angefeuert von den Zuschauern in der MBS Arena netzten erst Matthes Langhoff und dann Moritz Sauter ein. In seiner letzten Auszeit des Abends stimmte Bob Hanning seine Jungs nochmal auf die verbleibenden Minuten ein, die sie mit einem komfortablen Vorsprung von sechs Toren begingen. Weitere Versuche der Gast-Mannschaft zu kontern, scheiterten immer wieder an unserem Torhüter. Am Ende standen 17 Paraden auf Lasse Ludwigs Konto. Aber auch offensiv fanden die Adler wieder zu alter Stärke zurück und gaben die Führung nicht mehr aus der Hand. Die Partie endete mit einem 35:28 und damit mit einem erneuten Heimsieg für den VfL.

Stimmen zum Spiel:

Frank Schumann, Trainer HSG Nordhorn-Lingen: „Herzlichen Glückwunsch an den VfL Potsdam für die zwei Punkte! Wir sind gut gestartet, ich bin mit der ersten Halbzeit gar nicht unzufrieden. Wir haben uns vorgenommen, lange dranzubleiben in dieser Partie, was uns auch gut geglückt ist. Wir haben allein 17 Tore in der ersten Halbzeit gemacht, generell hat mir auch das Tempospiel in der ersten Hälfte gut gefallen. Aber wir haben es versäumt, die drei, vier Fehler, die der VfL anfangs gemacht hat, zu bestrafen und standen auch in der Abwehr nicht immer sattelfest. In der zweiten Halbzeit haben wir dann einfach deutlich das Torhüter-Duell verloren. Elf Tore in der zweiten Hälfte reichen eben nicht beim Tabellenführer, um da noch wirklich was mitzunehmen. Den Rückstand da noch zu verkürzen, haben wir versäumt. Insofern gehen die Punkte vollkommen verdient an Potsdam. An dieser Stelle möchte ich auch nochmal gute Besserung und viel Kraft an Valter Chrintz senden.“

Per Oke Kohnagel, Co-Trainer 1. VfL Potsdam: „In der ersten Halbzeit haben wir, wie Frank schon gesagt hat, Probleme mit Firnhaber und Marschall gehabt, die immer wieder auf neun Meter rangekommen sind und bei der Qualität, die die beiden haben, die Würfe auch gut gemacht haben. Da waren wir mit unserer Abwehrleistung nicht zufrieden, obwohl wir mit sechs Leuten hinten waren. In diesen Momenten haben sie es einfach gut gemacht. In der zweiten Halbzeit sind wir es dann aggressiver angegangen und haben es ganz klar über die Abwehr, zusammen mit Lasse, der in der zweiten Hälfte ein überragendes Spiel gemacht hat, gelöst. Da sind wir auch gut ins Tempospiel gekommen. Zwischendurch hatten wir nochmal eine Phase, in der wir es versäumt haben, zuzumachen. Aber hintenraus haben wir es souverän gelöst. Ich finde, es war eine gute Antwort auf das Spiel in Hagen. Leider jetzt überschattet von der Verletzung von Valter, die extrem bitter ist. Wir sind jetzt alle im Kopf bei Valter.“

Statistiken:

1.VfL Potsdam: Ludwig (17 Paraden), Ferjan; Simic (2), Siemer, Beneke (10), Kofler (3), Nowak, Akakpo (2), Gorpishin, Roosna (2), Chrintz (5), Fuhrmann (4), Sauter (3), Katic, Langhoff (4)

HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester (4 Paraden), Budalic (4 Paraden); Ritterbach (2), Stricker, Lux (2), Marschall (7), Stryc (2), Terwolbeck (2), de Boer, Lügering, Firnhaber (6), Seidel, Wasielewski (3), Pöhle (3), Kalafut (1)

Nach dem heutigen Heimsieg spielen die Adler am 27. April auswärts gegen den VfL Lübeck-Schwartau. Die Partie wird um 19.30 Uhr angepfiffen und ab 19.20 Uhr im Livestream bei Dyn erhältlich.

Foto: Sylvia Göres

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