Bundesliga - 29 / 09 / 2023

VfL Potsdam punktet zuhause gegen HSC 2000 Coburg

Der 1. VfL Potsdam gewann am heutigen Freitagabend das Heimspiel gegen den HSC 2000 Coburg mit 32:28 (16:11). Dabei trat das Team von Trainer Bob Hanning vor 830 Zuschauern in der MBS Arena überzeugend gegen den Ligakonkurrenten auf und fuhr die nächsten zwei Punkte ein. Bester Torschütze des Spiels war Jannis Krone mit neun Treffern.

Mit deutlichem Selbstbewusstsein starteten die Adler in das Spiel und gingen durch Tore von Josip Simic und Tim Grüner schnell 3:0 in Führung. Erst im Unterzahlspiel gelang den bayerischen Gästen in der neunten Spielminute der Anschlusstreffer zum 3:1. Doch auch danach knackte das Team von Trainer Bob Hanning immer wieder erfolgreich das Abwehrbollwerk der bis dato besten Abwehrmannschaft der Liga.

Für Coburgs Trainer Jan Gorr, dessen Team auswärts noch nicht punkten konnte, war es von Beginn an ein schwieriges Auswärtsspiel. Er musste verletzungsbedingt nicht nur auf seinen Top-Torjäger Florian Billek verzichten, sondern auch auf Felix Jaeger, Bartlomiej Bis, Fynn Herzig und Merlin Fuß. Dafür stand erstmals der 17-jährige Leonard Valkovskis im Kader. Der jüngste Sohn von Coburgs A-Jugend-Trainer Margots Valkovskis und Bruder von Janis Pavels Valkovskis, der in dieser Saison den Sprung in den Coburger Profikader geschafft hatte, spielt sonst mit der A-Jugend in der Bundesliga und in der Bayernliga-Reserve des HSC.

Nach der ersten Auszeit von Bob Hanning beim Spielstand von 10:7 (20‘) verkürzte Viktor Glatthard zunächst auf 10:8, und die Coburger ließen in der Folge immer wieder aufblinken, was sie sonst so erfolgreich macht: Die Abwehr stand sicher und versuchte frühzeitig zu stören, um durch Ballverluste der Potsdamer einen schnellen Tempogegenstoß zu starten. Doch die Adler um Kapitän Karl Roosna blieben wachsam und ließen sich nicht beirren. Allerdings gelang es ihnen nicht, den Vorsprung auszubauen. Im Gegenteil, nach der Coburger Auszeit (24‘) gelang den Oberfranken sogar der Anschlusstreffer zum 12:11, doch Joshua Thiele stellte im Gegenangriff den alten Abstand wieder her. In der Folge war Maxim Orlov ebenso erfolgreich wie Karl Roosna und Joshua Thiele, sodass die Adler beim Spielstand von 16:11 mit einem Fünf-Tore-Vorsprung in die Halbzeitpause gingen.

Auch nach der Pause agierten die Adler zumeist konzentriert und hielten die Gäste weiter erfolgreich auf Abstand. Dabei konnten sie sich einmal mehr auf Torwart Lasse Ludwig verlassen, der sich mit einigen Paraden an seinem heutigen Geburtstag selbst beschenkte und von den Fans in der MBS Arena gefeiert wurde. Mit einem Vier-Tore-Polster ging es beim Spielstand von 26:22 in die Crunchtime. Doch siegesgewiss durften die Potsdamer nicht agieren, denn die Coburger zeigten mit beeindruckender Energie und Kampfeswillen immer wieder, dass sie das Spiel noch nicht verloren gaben und setzten mit starker Defensive und schnellen Tempogegenstößen immer wieder Akzente. Am Ende brachten die Adler das Spiel routiniert zu Ende und siegten verdient mit 32:28.

Stimmen zum Spiel:

Max Beneke, VfL Potsdam: „Wir haben kurz vor dem Spiel mitbekommen, dass Coburg echt verletzungsgeplagt angereist ist, aber sie hatten trotzdem eine gute Truppe. Vor allem die Spieler, die wir nicht so auf dem Zettel hatten, haben gut getroffen, aber im Endeffekt haben wir immer unseren Stiefel heruntergespielt. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit haben wir uns einen kleinen Vorsprung herausarbeiten können aufgrund einer kompakten Abwehrarbeit. Ich habe mich bewusst dazu entschieden, hier noch ein Jahr weiterzuspielen. Dass das jetzt mit der Verletzung von Fabian Wiede so gelaufen ist, ist natürlich schade, aber so ist der Sport, und ich werde versuchen sowohl den Potsdamern als auch den Füchsen in der aktuellen Zeit zu helfen. Natürlich bleibt jetzt nicht ganz so viel Regenerationszeit, aber ich werde heute nochmal gut was essen und relativ früh schlafen gehen, bevor wir dann morgen mit den Füchsen Abschlusstraining haben vor dem Spiel gegen Eisenach am Sonntag.“

Jan Gorr, Trainer HSC 2000 Coburg: „Glückwunsch an Bob und sein Team zum verdienten Heimerfolg. Auch wenn das Ergebnis nach 60 Minuten nicht für uns spricht, bin sehr stolz auf das, was unsere Mannschaft heute hier gezeigt hat. Das war 60 Minuten echt viel Energie, es war ein großer Kampf. Auch wenn wir zwischenzeitlich mit sechs Toren zurücklagen, sind wir zurückgekommen. Und das alles in einer für uns personell anspruchsvollen Situation. Das sind Dinge, die nehmen wir auf jeden Fall positiv aus diesem Spiel mit. Wir haben ein paar Situationen heute leider ausgelassen, so war die Phase direkt von der Pause schwierig, wo wir uns ein besseres Halbzeitergebnis haben aus der Hand nehmen lassen.

Die zweite Hälfte war ergebnistechnisch ein total ausgeglichenes Spiel. Aber auch da haben wir in den letzten acht Minuten noch ein, zwei Bälle, wo wir Potsdam richtig in Bedrängnis bringen können. Was man anderseits auch sagen muss, waren es vor allem Dinge in unserem Abwehrbereich, die heute nicht so funktioniert haben, wie wir es gewohnt sind, und die uns vielleicht in die Situation gebracht hätten, hier noch ein Stückweit freier aufzuspielen. Wir haben uns gegen eine sehr gut gestellte und zweikampfstarke Potsdamer Deckung schwergetan und mussten uns jedes Tor hart erarbeiten.“

Bob Hanning, Trainer 1. VfL Potsdam: „Ich finde es immer sehr sympathisch, wenn der gegnerische Trainer einfach mal nicht sagt, wer alles nicht gespielt hat. Jan hätte genug Gründe gehabt, auf seine personelle Situation hinzuweisen. Gegen einen voll besetzten Coburger Kader hätten wir heute nicht den Hauch einer Chance gehabt! Ich hätte das mit der Energie heute gerne auch von meiner Mannschaft gesagt. Das Ergebnis hat ergebnistechnisch Freude gemacht, weil es für zwei Punkte gereicht hat. Aber allein der Blick auf die Situation vor der Pause: Wir lagen 12:8 vorne und schmeißen innerhalb einer Minute drei Bälle weg auf 12:11 und kommen dann auf 16:11 weg. Das war tatsächlich unsere stärkste Phase. Das war auch die Situation, warum wir das Spiel heute gewinnen.

Dass es hinten eng wird, war völlig zurecht, aber aus unserer Sicht nicht nötig. Da hatten wir das Glück, dass Lasse in der Phase ein paar Bälle hält. Vorher und hinterher war davon in der zweiten Hälfte wenig zu sehen, aber er hat ein paar wichtige Bälle gehalten, nachdem er eine gute erste Halbzeit gespielt hatte. Wir haben im Gegensatz zu Coburg keine Energie auf die Platte gebracht und waren nicht in der Art präsent. Wenn Jan sagt, man habe sich jedes Tor hart erarbeiten müssen, dann stimmt das, aber sie haben lange Angriffe gefahren und auf den Punkt gespielt und geschafft, 28 Tore zu werfen. Ich persönlich finde es schade, dass wir heute Spieler nicht bringen konnten, die wir hätten bringen können, so wie 12 Minuten vor Schluss Ole, den ich gerne mit ins Team nehme. Ich hätte gerne Sergej oder Frederik Höler gebracht, aber dafür war Coburg zu stark und wir nicht bereit genug. Wenn ich glaube, ich mache das mit Blick aufs Protokoll mal eben, dann zeugt das von keiner Reife, und von daher bin ich persönlich heute komplett bedient.“

Statistiken:

1.VfL Potsdam: Ludwig (10 Paraden), Höler; Hansson, Schramm, Simic (3), Beneke (8/3), Kofler (1), Thiele (3), Grüner (3), Akakpo (2), Orlov (2), Gorpishin, Roosna (3), Fuhrmann, Sauter (7)

HSC 2000 Coburg: van der Merwe (9 Paraden), Apfel (2 Paraden), Jaeger (2), Dettenthaler, Glatthard (3), Ossowski (2), Krone (9/3), Knauer (3), J. Valkovskis (8), L. Valkovskis (1), Schäffer, Obranovic

Nach dem heutigen Spiel geht es für die Adler am 9. Oktober auswärts zum TuS Vinnhorst. Die Partie wird an dem Montagabend um 19.30 Uhr angepfiffen und ab 19.10 Uhr im Livestream bei Dyn übertragen. In der heimischen MBS Arena kann man die Adler dann am Freitag, den 13. Oktober, wieder anfeuern. Dort trifft der 1. VfL Potsdam auf den TuS-N Lübbecke. Tickets sind im Ticketshop erhältlich. 1. VfL Potsdam - TuS N-Lübbecke Tickets | Fr., 13. Okt. 2023, 20:00 | Potsdam (ticketmaster.de)

Foto: Sylvia Göres

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