Bundesliga - 27 / 04 / 2024

1. VfL Potsdam mit Punkteteilung gegen den VfL Lübeck-Schwartau

Der 1. VfL Potsdam ging am heutigen Samstagabend mit einem Punkt aus dem Auswärtsspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau. In der nahezu ausverkauften „Hansehölle“, die ihrem Namen an diesem Abend alle Ehre machte, kamen die Adler nicht über ein Unentschieden hinaus. Am Ende stand es 29:29 (17:14). Bester Torschütze der Potsdamer war Max Beneke mit sieben Treffern. Die Lübecker sind damit seit nunmehr acht Heimspielen ungeschlagen. Die Adler stehen weiterhin auf Platz 1 der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga.

Die Adler mussten bei der Partie am Samstagabend auf Cyrill Akakpo verzichten, dafür stand Lennart Steltner aus der A-Jugend der Füchse erstmals im Kader des VfL Potsdam. Beide Mannschaften gingen mit viel Druck in diesen 30. Spieltag. Der erste Treffer gelang den Gastgebern nach knapp einer Spielminute. Max Beneke verwandelte kurz darauf seinen ersten Siebenmeter des Abends zum Ausgleich. Anschließend machten die Adler mehr Tempo, scheiterten aber immer wieder an einem starken Paul Dreyer im Tor der Lübecker. Den Gastgebern wiederum gelangen in der Anfangszeit einige Treffer, sodass sie nach knapp acht Minuten bereits mit drei Toren in Führung lagen.

Grund genug für Bob Hanning, seine erste Auszeit zu nehmen. Angetrieben von den mitgereisten Potsdam-Fans in der ausverkauften Hansehalle und durch Treffer von Josip Simic, Nils Fuhrmann und Maxim Orlov konnten die Jungs von Trainer Bob Hanning danach erneut ausgleichen. Das Team von David Röhrig hielt aber weiter dagegen. Röhrig sprach vor der Partie von einer beeindruckenden Leistung der Adler in dieser Saison: „Potsdam ist der Favorit, wir sind der Jäger“, so der 33-Jährige, der aufgrund von Verletzungspech nur auf einen dezimierten Kader zurückgreifen konnte.

Marcel Nowak sicherte in der 14. Minute erstmals in dieser Partie die Führung für Potsdam (6:7). Die verbleibenden zehn Minuten der ersten Hälfte sahen die 2.034 Zuschauer ein weiterhin schnelles und packendes Spiel, bei dem sich beide Teams nichts schenkten – bei dem die Gastgeber aber auch lange Zeit die Führung für sich beanspruchen konnten. Nicht zuletzt wegen der Paraden ihres Torhüters, der allein in der ersten Hälfte des Spiels acht Torwürfe abwehren konnte. Kurz vor der Pause netzte Adler-Kapitän Karl Roosna noch zum 17:14-Halbzeitstand ein.

In die zweite Halbzeit starteten die Gastgeber mit einem Treffer von Leon Ciudad Benitez, Moritz Sauter legte zum 18:15 nach. Aggressiver aufspielende Potsdamer ließen nichts unversucht, die gegnerische Abwehr zu durchbrechen. Paul Dreyer ließ aber weiterhin kaum Bälle durch. Im Adler-Tor kam es in der 39. Minute zu einem Wechsel und Mark Ferjan stand fortan zwischen den Pfosten. In seiner zweiten Auszeit der Partie stimmte Bob Hanning die Spieler kurz darauf auf die verbleibenden 15 Minuten ein.

Die Zwei-Tore-Führung der Gastgeber blieb aber zunächst weiter bestehen. Knapp elf Minuten vor dem Abpfiff handelte sich Paul Skorupa noch eine Rote Karte ein. Die Nachwehen dieser Schiedsrichter-Entscheidung nutzend, netzte Karl Roosna zum 26:26 ein. Dank eines weiteren Treffers von Elias Kofler und einer Glanzparade von Mark Ferjan waren es kurz danach die Adler, die die Führung übernahmen. Die Gastgeber machten es mit ihrem Ausgleich zum 28:28 noch einmal spannend. Eine Sekunde vor Abpfiff glichen die Lübecker nach einem vorherigen Treffer von Max Beneke erneut aus – und Bob Hanning nutzte sein drittes Time-Out des Abends. Am Ende trennten sich beide Teams mit einem 29:29-Unentschieden.

Stimmen zum Spiel:

Marcel Nowak, 1. VfL Potsdam: „Natürlich hatten die Lübecker hier Heimvorteil. Man hat auch gemerkt, dass wir sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit vor allem im Angriff Probleme hatten. Insofern war es ein sehr gerechtes Unentschieden. Wir werden uns das Spiel Anfang der kommenden Woche nochmal angucken, aber ich denke ab spätestens Dienstag ist dann die Analyse auch beendet und der Fokus geht auf Großwallstadt.“

Karl Roosna, 1. VfL Potsdam: „Wir haben in der zweiten Halbzeit nochmal aufgedreht und immerhin drei Tore aufgeholt, haben das Ding auch in der eigenen Hand gehabt. Am Ende des Tages müssen wir mit dem einen Punkt aber zufrieden sein heute.“

Bob Hanning, Trainer 1. VfL Potsdam: „In der zweiten Liga geht es einfach immer so herrlich emotional zu. Das war auch heute der Fall, da war ordentlich Druck im Kessel. Wir haben in der ersten Halbzeit zurecht mit minus drei Toren zurückgelegen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann vor allem vorne ein Stückchen besser im Angriff gespielt. Und Mark Ferjan hat uns auch beim Torwartduell ins Spiel gebracht. Dann hat Lasse noch den Siebenmeter gehalten und wir haben viele Situationen gut gelöst. Ich bin mit ganz vielen Spielern wirklich zufrieden heute. Der ein oder andere Spieler hätte heute aber auch mehr Aktivität bringen müssen. Das wird jetzt meine Aufgabe sein, ihnen die Möglichkeit zu geben, das auch im Training zu leben. “

David Röhrig, Trainer VfL Lübeck-Schwartau: „Ich habe total gemischte Gefühle: Vor dem Anpfiff hätte ich bei einem Punkt heute sicherlich nicht nein gesagt. Wenn ich die ersten 50 Minuten sehe, dann hätte ich mir aber schon auch zwei Punkte vorstellen können. Paul hat uns mit ganz vielen wahnsinnigen Paraden ins Spiel gebracht und wir konnten die Führung auch relativ lang halten. Dann kam Mark Ferjan ins Spiel, dreht es nochmal und wir lassen einige Dinger liegen, die wir vorher noch gehalten haben. Plötzlich liegen wir dann hinten. Umso beeindruckender finde ich, dass die Jungs sich da nochmal reingekämpft haben. Gegen Potsdam einen Punkt zu holen: Da kann ich meiner Mannschaft nur ein Kompliment machen.“

Statistiken:

1.VfL Potsdam: Ludwig (6 Paraden), Ferjan (6 Paraden); Hansson (1), Schramm, Simic (4), Siemer, Beneke (7), Kofler (2), Steltner, Nowak (3), Orlov (3), Gorpishin, Roosna (4), Fuhrmann (1), Sauter (4), Katic,

VfL Lübeck-Schwartau: Dreyer (12 Paraden), Conrad, Leitz, Hagedorn (5), Löfström (1), Skorupa (1), Blaauw (6), Benitez (3), Schrader (7), Kretschmer, Speckmann (3), Geenen (1), Bruhn (2),

Nach dem heutigen Auswärtsspiel in Lübeck steht das nächste Heimspiel in der MBS Arena am 4. Mai auf dem Programm. Dann empfangen die Adler den TV Großwallstadt. Anpfiff der Partie ist um 19.30 Uhr, die Live-Übertragung bei Dyn startet um 19.20 Uhr.

Foto: Sylvia Göres

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