Bundesliga - 21 / 05 / 2023

VfL Potsdam mit Niederlage im Ost-Derby gegen Dessau

Der 1. VfL Potsdam musste am heutigen Sonntagabend beim Auswärtsspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV 06 vor 1851 Zuschauern eine 39:34 Niederlage einstecken. Der Gastgeber aus Dessau konnte damit nach seinem 28:25 Sieg im Hinspiel auch das Rückspiel in der heimischen Anhalt-Arena für sich entscheiden. Beste Torschützen waren Max Beneke, Timo Löser und Vincent Sohmann mit je neun Treffern sowie Max Emanuel mit acht Treffern.

Nach dem glanzlosen 37:35 Sieg der Potsdamer unter der Woche gegen den Absteiger aus Würzburg, bemängelte Trainer Bob Hanning vor allem den fehlenden Fokus seiner Mannschaft. Dieser war im heutigen Spiel von Beginn an da. Der VfL präsentierte sich ab der ersten Minute hoch konzentriert und ging schon nach drei Minuten durch die Tore von Max Beneke, Nils Fuhrmann und Dustin Kraus mit 3:1 in Führung.

Doch auch die Dessauer, für die es in den letzten vier Saisonspielen um nichts Geringeres als den Aufstieg in die erste Handball-Bundesliga geht, starteten nach dem Auswärtssieg am vergangenen Mittwoch gegen Konstanz mit viel Selbstvertrauen in das Ost-Derby. Das Team von Trainer Uwe Jungandreas überzeugte in der Anfangsphase mit seinem schnellen Tempospiel, der nötigen Intensität im Abwehrverhalten und erarbeitete sich im doppelten Überzahlspiel in der zehnten Spielminute durch die von Vincent Sohmann verwandelten Siebenmeter erstmals eine 6:4 Führung.

Der VfL Potsdam musste auch in der heutigen Begegnung auf den weiterhin an der Schulter verletzten Moritz Sauter verzichten. Ihn ersetzte einmal mehr sein U21-Nationalmannschaftskollege Matthes Langhoff. Beim Spielstand von 7:4 nahm VfL-Trainer Bob Hanning seine erste Auszeit, um den Spielfluss des Gastgebers zu unterbrechen. Diese erzielte ihre gewünschte Wirkung. Seine Mannschaft startete einen 5:0 Lauf und ging wieder mit zwei Treffern in Front (7:9).

Grund genug für Trainer Uwe Jungandreas, seinerseits eine Auszeit zu nehmen, um seine Jungs neu zu sortieren. Die Adler behielten aber auch danach die Oberhand und hielten ihre zwei Tore-Führung bis zur 24. Spielminute. Dann kam der DRHV durch die Treffer von Max Emanuel und Timo Löser wieder zum Ausgleich (14:14). Das Potsdamer Team ließ sich davon nicht beeindrucken und zog mit schnellem Tempospiel direkt wieder auf drei Tore davon (15:18). Mit einer 19:18 Führung für den VfL ging es in die Halbzeitpause.

Mit dem Druck, heute liefern zu müssen, damit ihnen die Aufstiegschance erhalten bleibt, kamen die Dessauer mit Wut aus der Kabine und drehten das Spiel binnen einer Minute auf 20:19. Doch die Adler gingen weiter mit beeindruckender Leichtigkeit zu Werke und glichen schnell wieder aus.

Das schnelle, hochklassige Handballspiel setzte sich auch im zweiten Durchgang fort. Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier und warfen alles in die Partie rein. Nach einem weiteren verwandelten Siebenmeter von Vincent Sohmann zum 25:24 nahm Bob Hanning seine zweite Auszeit.

Die Potsdamer konnten infolgedessen durch den Treffer von Josip Simic wieder auf Unentschieden stellen (26:26). Der offene Schlagabtausch führte bis in die Schlussphase. Bei der 32:30 Führung zog DRHV-Trainer Uwe Jungandreas seine zweite Auszeit, um sein Team auf die letzten neun Minuten einzustimmen. Direkt nach der Unterbrechung nutzte der Gastgeber sein Momentum und setzte sich innerhalb von einer Minute auf fünf Tore ab (35:30). Nach diesem Rückschlag schafften es die Adler nicht mehr, zurückzukommen und verloren die Partie trotz großen Kampfes am Ende mit 39:34.

Stimmen zum Spiel:

Bob Hanning, Trainer VfL Potsdam: "Wir haben wirklich ein tolles Spiel gesehen, haben mit viel Leidenschaft gespielt, und es geschafft, das Tempo mitzugehen. Das war wirklich ordentlich, aber am Ende des Tages ist die Niederlage absolut verdient. Die Dessauer waren den Tick cleverer und haben es in der Abwehr kompromissloser hingekriegt als wir und deshalb auch verdient gewonnen. Wir waren hinten raus nicht in der Lage, die Kreuzungen wegzunehmen, die es notwendig gemacht hätten, das Spiel zu gewinnen. Es war ein hochintensives, großartiges Handballspiel gegen eine Mannschaft, die zum jetzigen Zeitpunkt einfach weiter ist als wir es sind.“

Statistiken:

1.VfL Potsdam: Ludwig (6 Paraden), Ferjan (4 Paraden), Hansson (3), Flathe, Simic (1), Beneke (9), Kaludjerovic, Thiele, Nowak (1), Grüner (2/1), Akakpo (6), Urios Gonzalez, Fuhrmann (5), Langhoff (5), Kraus (2)

Dessau-Roßlauer HV 06: Ambrosius (2 Paraden), Patzwaldt (5 Paraden); Löser (9), Hrstka, Haake (3), Gempp (3), Sohmann (9/5), Baumgart, Mišových (1), Schmidt, Haeske (1), Danneberg (2), Bones (1), Emanuel (8), Pust (2)

Nach der heutigen Niederlage wartet schon am kommenden Samstag das nächste Spitzenspiel auf die Adler. Dann gastiert der Tabellenführer HBW Balingen-Weilstetten in der MBS Arena, der mit seinem Sieg gegen Bietigheim den Aufstieg in die erste HBL klarmachte. Die Partie wird um 19 Uhr angepfiffen und ab 18:45 Uhr live auf sportdeutschland.tv übertragen. Tickets sind im Ticketshop und an der Abendkasse erhältlich. https://shops.ticketmasterpartners.com/vfl-potsdam

Foto: DRHV

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