Bundesliga - 13 / 11 / 2023

VfL Potsdam mit nächstem Heimsieg gegen den VfL Eintracht Hagen

Der 1. VfL Potsdam hat am heutigen Montagabend das nächste Heimspiel gegen den VfL Eintracht Hagen mit 31:28 (17:15) gewonnen. Dabei konnte das Team von Trainer Bob Hanning vor 812 Zuschauern in der MBS Arena überzeugend in der Abwehr gegen den Ligakonkurrenten auftreten und die nächsten zwei Punkte einfahren. Die Adler sind damit im achten Spiel in Folge ungeschlagen. Bester Torschütze der Potsdamer und des Spiels war Maxim Orlov mit sieben Treffern.

Am heutigen 11. Spieltag trafen zwei Teams aufeinander, die zuletzt vor der Länderspielpause für Furore gesorgt hatten: Während die Adler auswärts gegen Tabellenführer triumphierten, schoss die Eintracht den Tabellenzweiten ASV Hamm-Westfalen mit einem 15 Tore-Sieg vor heimischem Publikum ab. Nicht umsonst wurde daher ein Spiel auf Augenhöhe erwartet.

Beide Teams fanden nur schwer in die Partie. Erst in der vierten Spielminute brachte Hakon Styrmisson im Tempogegenstoß das Gästeteam mit dem ersten Tor der Partie in Führung. Moritz Sauter, der ebenso wie Lasse Ludwig erst am Morgen vom Super Globe aus Saudi-Arabien zurückgekehrt war, erzielte direkt in Anschluss den Ausgleich. Ein verworfener Siebenmeter und zahlreiche Ballverluste sorgten in der Folge dafür, dass die Hagener mit drei Toren (1:4) davonzogen.

Erst in der 17. Spielminute gelang den Adlern nach Toren durch Max Beneke, Maxim Orlov und Josip Simic der 8:8-Ausgleich, ehe sie zwei Minuten später erstmals mit 11:10 in Führung gingen. Doch das Team von Gästecoach Steffen Neff hielt dagegen. Krankheits- und verletzungsgeschwächt ohne ihre bisherigen Topscorer Pierre Busch und Philipp Vorlicek auf der Platte, wirkten seine Jungs insgesamt etwas frischer. Kurz vor der Pause nutzen die Adler ihrerseits ein Überzahlspiel und gingen durch schnelle Treffer von Cyrill Akakpo wieder in Führung. Mit 17:15 ging es in die Kabine.

Beide Teams kamen hochmotiviert aus der Pause, doch keine Minute auf dem Feld sah Adler-Torwart Mark Ferjan die rote Karte. Zunächst schaffte Hakon Styrmission per Siebenmeter den Anschlusstreffer, ehe Luca Klein im Überzahlspiel ausglich und Valentin Spohn die Gäste aus Westfalen mit 17:18 (33‘) wieder in Führung brachte. In der Folge sahen die Zuschauer ein abwechslungsreiches, kämpferisches Spiel, in dem sich beide Teams nichts schenkten.

Nachdem VfL-Trainer Bob Hanning heute auf seinen verletzten Abwehrchef Emil Hansson verzichten musste, ließ er das Team viel rotieren und stellte den Gegner damit immer wieder vor neue Herausforderungen. Mit einer Zwei-Tore-Führung (27:25) gingen die Adler vor den Augen von Deutschlands Junioren-Nationaltrainer Martin Heuberger in die Crunchtime. Fünf Minuten lang fiel dann erstmal kein Tor, was nicht zuletzt an den überragenden Paraden von VfL-Schlussmann Lasse Ludwig lag. Am Ende setzten sich die Adler mit 31:28 durch und ließen sich von den Fans in der MBS Arena feiern.

Stimmen zum Spiel:

Maxim Orlov, 1. VfL Potsdam: „Ich glaube, wir hatten am Ende einfach das Quäntchen Glück und haben trotz nicht optimaler Vorbereitung alles reingeworfen und wurden in den letzten Minuten belohnt mit zwei Fehlwürfen des Gegners. Lasse hat zwei sehr wichtige Bälle gehalten, und vorne haben wir mit Kampf den Ball irgendwie ins Tor getragen. Ich musste heute ganz schön viel einstecken, aber ich muss jetzt erstmal heiß duschen, gut essen, viel schlafen und dann bin ich in ein paar Tagen wieder topfit.“

Bob Hanning, Trainer 1. VfL Potsdam: „Der Fairness halber muss man sagen, dass Hagen mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte. Bei uns fiel Emil Hansson aus, aber das war nicht so das große Problem wie ich vorher dachte. Für uns war eher das Thema die Anreise von Lasse und Moritz, dazu die Krankheit von Emil und ein Max, der das eine oder andere Mal mit guten Würfen gescheitert ist. Wenn du Moritz in den Situationen verlierst, und Lasse zunächst nicht in der Verfassung ist, die du brauchst, ist alles durcheinander. Ich habe ehrlich gesagt nicht verstanden, wieso wir 17:15 zur Pause geführt haben. In der zweiten Hälfte haben wir zu viel parallel gespielt, Hagen war deutlich kompakter und hat es besser gelöst. Sie hatten auch das Kreisläuferspiel besser im Griff. Wenn Du dann aus dem Rückraum keine Tore schießt und in der Parallele unterwegs bist, wird es schwierig, Spiele zu gewinnen. Wir hatten ein herausragendes Tempospiel, aber am Ende hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, sondern die Mannschaft, die die Kleinigkeiten heute auf ihrer Seite hatte. Maxim Orlov hat heute ein Extralob verdient, weil er wieder mein Maxim ist, der dahin geht, wo es weh tut, und sich auf die Fresse hauen lässt und trotzdem wieder reingeht. Ich bin sehr zufrieden und freue mich, dass wir die Situation so positiv gestalten konnten.“

Stefan Neff, Trainer VfL Eintracht Hagen: „Wir sind heute schon sehr enttäuscht, weil wir mit dem Gefühl nach Hause fahren, dass mehr drin war. Wir sind gut ins Spiel gestartet, und das hat sich diese Saison bewährt: Wenn wir gut starten, performen wir immer ganz gut. Wir führen 15:12 und bleiben in unserem Matchplan. Der erste Knackpunkt in diesem Spiel ist dann, dass wir eine 0-5-Serie in der ersten Halbzeit haben, wo wir sowohl in Über- als auch Unterzahl den Ball zu früh hergeben und zwei, drei Treffer ins leere Tor kassieren. Wir kommen gut aus der Halbzeit, und dann kommt der zweite Knackpunkt. Nix gegen Mark Ferjan, aber die rote Karte hat uns mehr geschadet als geholfen, weil Lasse Ludwig nach Anlaufzeit in der ersten Hälfte in der zweiten überragend performt hat. Unsere Wurfquote ging dementsprechend runter. Es steht dann mehrere Minuten 27:25, und wenn deine eigene Abwehr so stabil steht, erhoffst du dir natürlich, dass du das Momentum auf deine Seite bringst. Das ist uns nicht gelungen, und dann reicht es hier nicht aus, weil die Qualität des Gegners definitiv zu hoch ist.“

Statistiken:

1.VfL Potsdam: Ludwig (13 Paraden), Ferjan (2 Paraden); Schramm, Simic (7), Beneke (4), Kofler (2), Thiele, Nowak (1), Grüner (1), Akakpo (4), Orlov (7), Gorpishin, Roosna, Fuhrmann (2), Sauter (2), Katic (1)

VfL Eintracht Hagen: Paske (10 Paraden), Grzesinski, Buergin, Becker (3), Norouzinezhad (3), Alves (4), Klein (1), Weck (2), Voss-Fels (4), Spohn (2), Styrmisson (4), Gaubatz (2), Stüber (2), Toromanovic (1), Dragunski,

Nach dem heutigen Spiel geht es für die Adler am 20. November auswärts zur HSG Nordhorn-Lingen. Die Partie wird um 19.30 Uhr angepfiffen und ab 19.10 Uhr im Livestream bei Dyn übertragen. Das nächste Heimspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau findet dann am 26. November im Rahmen des Doppelspieltages mit den Füchsen Berlin in der Max-Schmeling-Halle statt. Infos unter: 2 für 1: Ticketverkauf für den Doppelspieltag mit den Füchsen gestartet: VfL Potsdam (vfl-potsdam.de)

Foto: Sylvia Göres

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