Bundesliga - 22 / 02 / 2023

VfL Potsdam holt einen Punkt in Ludwigshafen

Der 1. VfL Potsdam spielte am heutigen Mittwochabend beim Auswärtsspiel vor knapp 1700 Zuschauern mit 34:34 unentschieden gegen die Eulen Ludwigshafen. Damit ärgern die Adler nach Balingen und Bietigheim den nächsten Aufstiegsaspiranten und bleiben im dritten Spiel in Folge ungeschlagen.

Der Gastgeber präsentierte sich wie erwartet hoch motiviert und wollte nach den vergangenen drei Niederlagen in Folge endlich wieder einen Sieg einfahren. Nachdem die Eulen gleich im ersten Angriff punkten konnten, wurden die ersten drei Angriffe der Adler von Torwart Urbic erfolgreich pariert. Ludwigshafen ging durch drei Treffer von Sebastian Trost und einem von Jan Remmlinger schnell mit 4:0 in Führung Dadurch sah sich VfL-Trainer Bob Hanning direkt gezwungen, seine erste Auszeit zu nehmen.

Erst in der siebten Spielminute erzielte Cyrill Akakpo den ersten Treffer für die Gäste zum 5:1. Fünf Minuten später nahm Hanning ungewöhnlich früh die nächste Auszeit und rotierte anschließend im Team. Der lange verletzte Rolando Urios Gonzalez erzielte seinen ersten Treffer in dieser Saison und auch der gerade erst wiedergenesene Matthes Langhoff netzte erfolgreich zum 10:5 ein.

Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte bissen sich die Potsdamer an Torhüter Urbic die Zähne aus, an dem in den ersten 30 Minuten bei 7 Paraden kaum ein Vorbeikommen war. In der Defensive gelang es der Mannschaft zu selten, das Offensivspiel der Eulen entscheidend zu stören. In den letzten fünf Minuten konnte der VfL die Führung des Gastgebers ein Stück weit minimieren und gingen mit einem Rückstand von 17:13 in die Pause.

Die jungen Potsdamer starteten mit frischem Elan in die zweite Hälfte und verkürzten mit Toren von Max Beneke und dem zweiten verwandelten Siebenmeter durch Tim Grüner schnell den Abstand auf zwei Tore. Der hielt auch lange Zeit, und man merkte den Ludwigshafenern an, dass sie nervöser und nicht mehr ganz so selbstsicher aufspielten. So gelang es ihnen nicht, die Überzahl zu nutzen, im Gegenteil, die Potsdamer kämpften sich heran und erzielten in der 42. Spielminute den Ausgleich zum 23:23.

Nur kurz darauf gingen die Adler in Führung (23:24), und man sah ein komplett gedrehtes Spiel. Während die zuvor selbstbewussten Eulen immer kleiner wurden, schienen die Adler zu wachsen und bauten durch starke Paraden von Mark Ferjan und Toren von Matthes Langhoff und Cyrill Akakpo ihre Führung aus (25:27). Eulen Trainer Michel Abt reagierte mit seiner zweiten Auszeit und einer Systemumstellung auf den siebten Feldspieler im Angriff. Doch Potsdam ließ sich davon nicht beeindrucken und hielt die zwei Tore Führung bis in die Crunchtime. In der letzten Minute verkürzten die Eulen Ludwigshafen nochmal auf ein Tor. Neun Sekunden vor Schluss nahm Trainer Michel Abt nochmal eine Auszeit. Nur vier Sekunden vor Schluss traf Jannek Klein zum 34:34-Endstand. Damit trennten sich beide Teams wie im Hinspiel unentschieden.

Trainer Bob Hanning war damit nicht unzufrieden, wie er im anschließenden Interview auf der Platte erklärte: „Wenn man gesehen hat, was wir in der ersten Halbzeit vollzogen haben, und man nach der Pause das Gefühl hat, man kommt wieder zurück und dominiert dann die zweite Halbzeit, ist das schon richtig gut. Wir verlieren 7 gegen 6 mit dem taktischen Vorteil, lösen das auch nicht so, wie ich es mir vorstelle, aber man muss ehrlich sagen, die Eulen haben es geil gespielt. Wenn Du immer Klein in der Situation freikriegst, und wir uns was überlegen und keine Lösung finden, dann hat der Gegner nicht alles falsch gemacht. Sieht man das ganze Spiel, fahren wir beide nach Hause und sind ein stückweit zufrieden. Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf, sie haben einmal mehr Moral gezeigt, so wiederzukommen, so bereit zu sein. Wenn du denen in der Halbzeit sagst, Jungs, wir gewinnen das Spiel, und sie glauben es dir und gehen dann auch so in das Spiel zurück, kann man echt zufrieden sein.“

Statistik:

1.VfL Potsdam: Ludwig (8 Paraden), Ferjan (4 Paraden) Hansson (7), Beneke (7), Thiele, Nowak (4), Grüner (3/2), Akakpo (5), Urios Gonzalez (4), Fuhrmann, Günther, Sauter (1), Kühn, Langhoff (3), Kraus

Eulen Ludwigshafen: Asanin, Urbic (9); Salger (3), Schaller, Eisel (2), Keskic (4), Haider (4), Remmlinger (1), Falk, Durak (1), Bührer (2), Trost (5), Neuhaus, Zacharias (1/1), Manfeldt Hansen, Klein (11)

Für den VfL Potsdam bleibt nach dem nächsten Auswärtspunkt keine Zeit für eine lange Regeneration. Das Team bleibt in Mannheim, trainiert morgen in Ludwigshafen und reist dann am Freitagmorgen nach Coburg, wo am Wochenende die nächste Partie ansteht.

Am Samstagabend ist die Mannschaft gegen den HSC 2000 Coburg gefordert. Die Begegnung wird um 19:30 Uhr angepfiffen und ab 19:15 Uhr auf sportdeutschland.tv übertragen. In der heimischen MBS Arena kann man die Adler am 4. März wieder anfeuern. Die Partie 1. VfL Potsdam gegen TSV Bayer Dormagen wird um 19 Uhr angepfiffen. Tickets sind im Ticketshop erhältlich. https://shops.ticketmasterpartners.com/vfl-potsdam

Foto: Harry Reis

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