Bundesliga - 22 / 04 / 2023

VfL Potsdam gelingt Revanche gegen Hüttenberg

Der 1. VfL Potsdam konnte am heutigen Samstagabend das Auswärtsspiel gegen den TV 05/07 Hüttenberg vor 1029 Zuschauern mit 29:28 (15:15) für sich entscheiden. Nach der knappen 31:32 Niederlage im Hinspiel gelang dem VfL heute die erhoffte Revanche. Die Adler setzen damit ihre aktuelle Siegesserie fort und gewannen das vierte Spiel in Folge.

Wie beim Heimsieg in der vergangenen Woche gegen den TuSEM Essen leisteten sich die Potsdamer zu Beginn noch einige Unkonzentriertheiten, sodass die Hausherren im Sportzentrum Hüttenberg schnell mit 2:0 in Führung gingen. Erst in der vierten Spielminute gelang Max Beneke der Anschlusstreffer.

Der VfL Potsdam musste weiterhin auf den immer noch angeschlagenen Rolando Urios Gonzalez verzichten, sowie auf Nils Lichtlein, der an diesem Wochenende beim Kooperationspartner Füchse Berlin gebraucht wurde. Dafür konnte Trainer Bob Hanning auf die wiedergenesenen Nils Fuhrmann und Tim Grüner zurückgreifen. Das Duo auf Linksaußen hatte sich nach den Verletzungen wieder zurück in den Spieltagskader gekämpft. Beide waren von Beginn an wieder voll da. Nils Fuhrmann erzielte insgesamt vier Treffer und Tim Grüner übernahm auch wieder die Verantwortung und traf viermal erfolgreich vom Siebenmeterpunkt.

Nach den zwei Niederlagen aus den letzten beiden Ligaspielen gegen Ludwigshafen und Coburg hatte der TV Hüttenberg heute vor heimischer Kulisse einiges wiedergutzumachen. Der Gastgeber startete konzentriert in der Abwehr und mit viel Intensität in die Anfangsphase, sodass es der VfL von Beginn an schwer hatte, ins Spiel zu kommen.

In der ersten Auszeit forderte Bob Hanning von seinen Jungs schnellere und sichere Abschlüsse, aber auch mal den Mut, verstärkt aus dem Rückraum abzuziehen. Kurz darauf netzte Matthes Langhoff in der 19. Spielminute zum 9:9-Ausgleich ein. Vier Minuten später erspielte sich der VfL mit einem Tor von Max Beneke erstmals eine Führung (11:12), was Hüttenbergs Trainer Johannes Wohlrab zu seiner ersten Auszeit zwang. In der Schlussphase der ersten Hälfte entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, indem sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Mit einem 15:15 Remis ging es in die Halbzeitpause.

Der enge Fight setzte sich auch im zweiten Durchgang fort. Die Adler legten durch das Tor von Nils Fuhrmann zunächst vor, aber Hüttenbergs Top-Scorer Ian Weber, der bereits in der ersten Hälfte sieben Mal erfolgreich war, traf im Gegenzug erneut zum 16:16-Ausgleich. Im Anschluss scheiterte Tim Grüner beim Siebenmeter und Nils Fuhrmann verstolperte seinen Tempogegenstoß vor dem leeren Tor. Die Hausherren erspielten sich im Gegenzug durch Tore von Jannik Hofmann, Paul Kompenhans und David Kuntscher einen drei Tore Vorsprung zum 21:18.

Um diesen Spielfluss zu stoppen, nahm Bob Hanning seine zweite Auszeit und wies seine Adler an, bei sich zu bleiben und sich weder vom Publikum noch den Entscheidungen der Schiedsrichter ablenken zu lassen. Der VfL zeigte in der Folge Moral, ließ sich nicht so einfach abschütteln und kämpfte sich durch starke Paraden von Lasse Ludwig und Treffern von Moritz Sauter, Matthes Langhoff und Max Beneke wieder auf ein Tor heran (23:22).

Trotz Unterzahl gelang den Adlern in der 50. Spielminute der 24:24-Ausgleich, und so ging es für beide Teams in die spannende Crunch-Time. Drei Minuten vor dem Abpfiff passte Emil Hansson nach seinem Steal zu Cyrill Akakpo, der den VfL wieder in Führung brachte. Bob Hanning nahm 80 Sekunden vor Schluss seine dritte Auszeit, um seinem Team die letzten Anweisungen mitzugeben. Potsdam behielt die Nerven und siegte durch eine Parade von Lasse Ludwig wenige Sekunden vor dem Ende mit 29:28.

Stimmen zum Spiel:

Bob Hanning, Trainer VfL Potsdam: “Ich bin mit dem Sieg heute sehr zufrieden, habe den Jungs aber gesagt, dass wir es am Anfang leider wieder nicht geschafft haben, die Emotionalität in der Abwehr auf die Platte zu stellen. Wir haben erneut zu lange gebraucht, ins Spiel zu finden, aber haben es dann wirklich gut gemacht und bis zur Pause ausgeglichen. Wir waren dann durch kleinere Veränderungen und Verteilung der Spielzeiten gut dabei, und hatten auf einmal einen kurzen Total-Blackout. In der Phase haben wir das Spiel aus der Hand gegeben, aber dann haben wir es geschafft, bei uns zu bleiben. Wenn du eine so junge Mannschaft hast, die es in solcher Atmosphäre schafft, bei sich zu bleiben, dann finde ich das sehr bemerkenswert. Ich bin wirklich überglücklich über das, was wir gerade spielen. Das tut ganz Handball-Deutschland bei den Junioren gut, weil es einfach Maßstäbe setzt, dass man mit ganz jungen Leuten, ganz viel Erfolg haben kann.“

Statistiken:

1.VfL Potsdam: Ludwig (6 Paraden), Ferjan (3 Paraden), Voncina , Hansson (1), Simic (3), Beneke (7/1), Thiele, Nowak, Grüner (4/4), Akakpo (3), Fuhrmann (4), Langhoff (4), Sauter (2), Kraus (1)

TV 05/07 Hüttenberg: Grazioli (3 Paraden), Plaue (2 Paraden) Böhne (2 Paraden), Schwarz (2), Kirschner, Theiß (1), Fujita, Weber (13/6), Zörb, Reichl (2), Schneider, Hofmann (3), Klein (1), Kompenhans (3), Schreiber, Kuntscher (3)

Mit den nächsten zwei Punkten im Gepäck geht es für den VfL Potsdam nun erst einmal in die Länderspielpause, ehe die Mannschaft am 6. Mai das nächste Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen in der MBS Arena bestreitet. Die Partie wird um 19 Uhr angepfiffen. Tickets sind im Ticketshop erhältlich. https://shops.ticketmasterpartners.com/vfl-potsdam

Foto: Jenniver Roeczey

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