Bundesliga - 20 / 11 / 2023

VfL holt nächsten Auswärtssieg bei HSG Nordhorn-Lingen

Der 1. VfL Potsdam hat am heutigen Montagabend mit 27:25 (12:12) den nächsten Auswärtssieg gegen die HSG Nordhorn-Lingen eingefahren. Die Adler bleiben damit vor 2300 Zuschauern in der EmslandArena in Lingen im neunten Spiel in Folge ungeschlagen und klettern somit auf den zweiten Tabellenplatz der 2. Handball-Bundesliga. Bester Torschütze der Potsdamer und des Spiels war Max Beneke mit 14 Treffern.

Gefrustet nach dem Spiel gegen Hamm-Westfalen, was erst in der Schlusssekunde verloren wurde, starteten die Gastgeber mit viel Schwung und Selbstbewusstsein in die Partie. Die HSG startete mit viel Tempo und hielt die Intensität von Anfang an sehr hoch. Maximilian Lux landete den ersten Treffer der Partie, bevor Alexander Terwolbeck nach einem technischen Fehler von Elias Kofler zur 2:0 Führung traf. Direkt vom Füchse-Spiel sind Lasse Ludwig und Max Beneke aus Kiel zur Mannschaft gestoßen. Beim Stand von 2:2 konnte VfL-Schlussmann Ludwig in der 6. Minute den ersten Siebenmeter der Partie halten und Moritz Sauter auf der anderen Seite den Führungstreffer erzielen.

Acht Minuten ohne eigenes Tor und doppelte Unterzahl zwang HSG-Trainer Daniel Kubes seine erste Auszeit zu nehmen. Der Mannschaft unterlief allerdings ein technischer Fehler und Nils Fuhrmann konnte den 4:0 der Potsdamer perfekt machen. Der VfL ging nach der Siegesserie der letzten Wochen mit viel Selbstvertrauen in die Partie, ließ sich aber nicht in die Favoritenrolle drängen. Trainer Bob Hanning hatte die Mannschaft gut auf das Spiel eingestellt, sodass die Konzentration und Einsatzbereitschaft des Teams von Beginn an sehr hoch war.

In der 15. Minute gelang den Gastgeber allerdings mit Dominik Kalafut der Ausgleichstreffer. Keine fünf Minuten später musste der HSG-Kreisläufer aufgrund eines harten Fouls an Cyrill Akakpo den Platz mit der roten Karte verlassen. Den Zeitpunkt nutzte VfL-Trainer Bob Hanning, um die Mannschaft in seiner Auszeit auf eine mögliche Umstellung der Gastgeber einzustellen. Folglich waren drei Spielminuten mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten. Zum Ende der ersten Halbzeit fingen sich sowohl die Potsdamer als auch die HSG und steigerten die Angriffseffizienz. Mit dem 10:11 und der 2-Minuten Zeitstrafe für Elias Kofler brachte Georg Pöhle die Halle zum Kochen. Johannes Wasielewski traf in letzter Sekunde ins leere Tor zum Halbzeitstand 12:12.

Ausgeglichen startete auch der zweite Durchgang, bei dem Maximilian Lux die HSG erstmals seit der vierten Minute wieder in Führung bringen konnte. Die Gastgeber schafften es an ihre Leistung aus den letzten Minuten vor der Pause anzuknüpfen und die Gäste aus Potsdam weiterhin zu ärgern. Vor allem HSG-Spieler Luke Stricker brachte die Adler in der Abwehr mit zahlreichen geblockten Würfen zum Nachdenken. In der 42. Minute stellte die Mannschaft von Trainer Bob Hanning beim Stand von 19:17 ihre Abwehr auf 3-3, um das Tempo der Gastgeber zu unterbinden und das Spiel der Rückraumspieler zu verschieben.

Mit Emil Hansson stand Team-Trainer Bob Hanning wieder der Abwehrchef der Adler als wichtiger Stabilisator in der Defensive zur Verfügung. Kapitän Karl Roosna hingegen war aufgrund seiner hartnäckigen Handverletzung nicht im Kader. Die rechte Außenposition wurde demnach von Cyrill Akakpo übernommen, der in der 45. Minute mit einem Dreher zum 20:19 einnetzte. Nur kurze Zeit später schickte Bob Hanning seine Mannschaft mit den Worten „Wir haben genug Scheiß für zwei Spiele gemacht“ nach seiner Auszeit wieder auf die Platte und konnten prompt mit Max Beneke ausgleichen.

Neun Minuten vor Spielende blieb das Spiel mit dem Treffer von VfL-Kreisläufer Josip Simic zum 21:21 weiterhin offen. Besonders die Schlussphase war von den Torhütern gekennzeichnet, denn sowohl Lasse Ludwig als auch Ivan Budalic konnten ihren Mannschaften mit starken Paraden den Rücken stärken. Top-Scorer Max Beneke brachte die Adler mit seinem fünften Treffer vom Siebenmeterstrich, einem Schlagwurf und dem Treffer ins leere Tor mit 2 Toren in Führung ehe Cyrill Akakpo 30 Sekunden vor Schluss den Deckel drauf machte. Auch der Treffer von Johannes Wasielewski änderte nichts an dem Potsdamer Erfolg, den sie mit 25:27 verzeichnen konnten.

Stimmen zum Spiel:

Bob Hanning, Trainer VfL Potsdam: „Heute war irgendwie alles total quer, außer das Ergebnis. Wir führen 10:6, ich nehme die Auszeit zu früh, da habe ich mich selbst drüber geärgert. Und dann wechsle ich in der Überzahl Maxim und Marko ein – das darf ich nicht machen, und bringe uns ohne Not in die Situation. Ich hatte einen guten Gedanken, aber Leute frisch in die Überzahl zu bringen, die nicht auf der Platte standen, das war blöd, und da war ich mit mir selbst unzufrieden.

Heute haben aber auch ganz viele nicht ihr Leistungsniveau nicht abgerufen, was sie abrufen müssen. Wenn wir ganz ehrlich sind, sind wir an der Abwehr mehrfach gescheitert, weil wir keine Lösungen hatten und was für die Qualität von Nordhorn spricht. Wir hatten keinen Spielfluss und haben auch nicht so gespielt, wie ich möchte, dass wir Handball spielen. Man hat auch gemerkt, dass wir heute gegen ein Männerteam gespielt haben. Es war gut, dass Lasse dann 2-3 freie Würfe pariert hat und wir in der Abwehr auf 3-3 umgestellt haben, gerade mit Cyrill und Elias vorne. Nordhorn hatte ehrlicherweise dagegen kein Mittel und Moral, Leidenschaft und Bereitschaft sind auch Tugenden von uns. Du musst nicht nach 40 Minuten führen, sondern nach 60.

Statistiken:

1.VfL Potsdam: Ludwig (10 Paraden, 1 Tor), Ferjan; Hansson, Schramm, Simic (2), Beneke (14/5), Kofler, Thiele, Nowak, Grüner, Akakpo (3), Orlov, Gorpishin, Fuhrmann (2), Sauter (5), Katic

HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester ( 1 Parade), Budalic (6 Paraden); Ritterbach (2), Stricker, Lux (4/1), Terwolbeck (2), Lügering, Visser, Firnhaber (3), Seidel, Simovic, Feld, Wasielewski (6), Pöhle (6), Kalafut (2)

Mit zwei Punkten im Gepäck geht es für den VfL Potsdam im nächsten Heimspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau. Die Partie findet am 26. November um 18:00 Uhr im Rahmen des Doppelspieltages mit den Füchsen Berlin in der Max-Schmeling-Halle statt. Infos unter: 2 für 1: Ticketverkauf für den Doppelspieltag mit den Füchsen gestartet: VfL Potsdam (vfl-potsdam.de)

Foto: Bültmann

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