Bundesliga - 28 / 08 / 2023

HPI 3.0: Der Handball Performance Index macht den nächsten Schritt

Mit dem Pixum Super Cup 2023 erfolgte vergangenen Mittwoch nicht nur der Beginn einer neuen Spielzeit in der „stärksten Liga der Welt“, sondern auch der Startschuss der Entwicklungsstufe 3.0 des Handball Performance Index (HPI). Ergänzt um einige neue Parameter soll dieser von der LIQUI MOLY HBL und der Deutschen Kreditbank AG (DKB) ins Leben gerufene Index eine noch präzisere Bewertung der Spielerleistungen ermöglichen. In der vergangenen Saison der 2. HBL kam Torjägerkanone Fynn Hangstein bei 37 Spielen auf einen durchschnittlichen HPI-Wert von 76. Bester Adler war Max Beneke mit einem durchschnittlichen HPI-Wert von 74 bei 35 Spielen.

Der HPI wird seit der Saison 2020/21 verwendet, um die Leistung von Handballspielern transparent und datenbasiert zu vergleichen. Er wird bei verschiedenen Auszeichnungen wie dem „DKB Spieler des Monats“ oder dem „DKB MVP der Saison“ verwendet. Eine Task-Force aus Experten von Sport, Wissenschaft und Medien arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung des Index. Die neueste Version, HPI 3.0, berücksichtigt nun auch Eigenassists, fatale Fehlpässe, die Schlussphase in engen Spielen und die Siebenmeterschützen.

Marcel Schwarzkopf, Strategic Marketing Manager der DKB: „Leistungsstatistiken wie der HPI sind der Kompass, der uns im Sport den Weg weist und die Entwicklung der Handballer messbar macht. Sie ermöglichen einen objektiven Vergleich der individuellen Leistung der Spitzensportler– transparent und datenbasiert.“

HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann: „Der HPI macht das Spiel besser, transparenter und vielschichtiger. Die Leistungen der Handballer, denen die Fans auf dem Spielfeld und auf den digitalen Plattformen folgen, werden nachvollziehbar und erlebbar. Die sportlich Verantwortlichen in den Clubs haben außerdem erkannt, dass der HPI ein wichtiges Analysetool ist, entsprechend werden die Daten verstärkt für Trainings- und Wettbewerbszwecke genutzt. Für die Clubs und uns entwickelt sich der HPI zu einem Wettbewerbsvorteil, der auch bei der Digitalisierung und der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle unterstützt.“

Task Force Mitglied Alfred Gislason: „Mit den Neuerungen im HPI 3.0 kommen wir unserem Ziel, Leistungen von Handballern vollumfänglich zu erfassen und objektiv beurteilen zu können, einen großen Schritt näher. Es ist sehr schön zu sehen, dass die Arbeit unserer Task Force Früchte trägt“, so der Trainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft.

Die Berechnung des HPI bleibt grundsätzlich unverändert und beruht weiterhin auf verschieden gewichteten Statistiken je nach Position. Zukünftig werden auch folgende Neuerungen einbezogen:

Eigenassist: Spieler, die sich ihr Tor selbst erarbeitet haben und nicht vom Assist eines Mitspielers profitieren, erhalten hierfür mehr Punkte. Die Detektion dieser Tore erfolgt über die Berücksichtigung der Trackingdaten von HBL-Partner Kinexon.

Fehlpass: Kinexon-Trackingdaten können auch Aufschluss darüber geben, ob ein Fehlpass direkt zu einem Gegentor führt. In einem solchen Fall erhält der Angreifer, der den Fehler verursacht hat, mehr Minuspunkte als für einen Technischen Fehler ohne direkte Auswirkung auf ein Gegentor.

Buzzer Beater: Trifft ein Spieler in den letzten fünf Sekunden des Spiels zum Punktgewinn für sein Team, erhält er hierfür 50% mehr HPI-Punkte (aufgerundet bei ungerader Punktzahl). Gleiches gilt für einen Torhüter, der mit seiner Parade in den letzten fünf Sekunden des Spiels einen Punktverlust für sein Team vereitelt.

Crunchtime: Der Crunchtime-HPI bewertet nur Aktionen ab der 50. Spielminute bei einem Spielstand von +/- zwei Toren. Mithilfe eines Tabellenwidgets auf der HPI-Unterseite ist künftig einsehbar, welche Spieler in den entscheidenden Momenten Verantwortung übernehmen und die richtigen Entscheidungen treffen.

Siebenmeter: Ebenfalls auf der HPI-Unterseite lässt sich nun die Berücksichtigung von Siebenmetern ausblenden. Da das regelmäßige Werfen von Strafwürfen oft große Auswirkungen auf den HPI hat, soll diese Möglichkeit dazu beitragen, die Leistungen von Spielern künftig noch besser miteinander vergleichen zu können.

Alle Informationen zur detaillierten Berechnung des HPI finden Sie hier.

Foto: Sylvia Göres

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