Bundesliga - 18 / 09 / 2023

DHB-Pokal: VfL Potsdam in 80 Minuten Spiel in Hamm ausgeschieden

Der 1. VfL Potsdam musste sich am heutigen Montagabend mit 50:49 nach Verlängerung gegen ASV Hamm-Westfalen geschlagen geben und verpasst somit erneut die dritte Runde des DHB-Pokals. Dabei agierte die Mannschaft von VfL-Trainer Bob Hanning agil und steigerte sich im Verlauf des Spiels. Die 460 Zuschauer sahen dabei ein geschichtsträchtiges Spiel mit 99 Toren über 80 Minuten, das aufgrund des Gleichstandes in die doppelte Verlängerung gegangen ist. Bester Torschütze in der Partie war Moritz Sauter mit unglaublichen 16 Toren bei 24 Versuchen.

Beide Teams starteten hochmotiviert in die zweite Runde des DHB-Pokals. Jonas Stüber brachte den ASV mit 1:0 in Führung, die aber nur ein paar Sekunden später durch den Treffer von Moritz Sauter ausgeglichen wurde. Nachdem der ASV aufgrund schneller Angriffe mit 10:7 in Führung gehen konnte, nahm VfL-Trainer Bob Hanning seine erste Auszeit. Aber auch die Unterbrechung hinderte die Gastgeber nicht an ihrer Torejagd.

Bis zur Halbzeit blieben sie konstant mit zwei bis hin zu fünf Toren in Führung. Nachdem ASV-Torhüter Jan Wesemann einen Siebenmeter von Karl Roosna parieren konnte, hatte der aber erneut den Abpraller und netzte zum 23:19 ein. Die 4-Tore Führung zur Halbzeit vergab Rückraumspieler Björn Zintel, indem er den Pfosten traf. Dies nutzte Rechtsaußen Cyrill Akakpo aus und verkürzte in letzter Sekunde auf 23:20 Halbzeitstand.

Auch die zweite Halbzeit ging temporeich weiter, denn Cyrill Akakpo machte dort weiter, wo er aufgehört hatte, und verkürzte bis auf ein Tor für den VfL Potsdam (23:22). In der 34. Minute gab es dann die erste Chance nach dem 2:2 wieder auszugleichen, allerdings scheiterte Moritz Sauter mit seinem Wurf aufs Tor. Aufgrund überragender Paraden von ASV-Keeper Jan Wesemann blieben die Gastgeber immer wieder mit mindestens einem Tor in Führung.

Für die letzten 20 Minuten nahm VfL-Trainer Bob Hanning seine letzte Auszeit. In der 48. Minute gelang dann erstmalig seit 44 Minuten der Ausgleich zum 33:33 durch VfL-Kreisläufer Josip Simic. Spannend blieb es daraufhin bis zur letzten Sekunde, denn während der Gastgeber weiterhin Angriff für Angriff erfolgreich abschloss, gelang den Gästen durch einen kräftezerrenden Kampf das jeweilige Ausgleichen im Gegenangriff. Das Spiel blieb auf Augenhöhe.

Max Beneke netzte in den letzten fünf Sekunden vor Schlusspfiff zum 39:39 ein und hielt die Potsdamer im Spiel. ASV-Trainer Michael Lerscht nahm daraufhin sofort seine letzte Auszeit und erklärte seiner Mannschaft den Angriff für die letzten vier Sekunden. Diesen konnten die Gastgeber allerdings nicht erfolgreich anschließen. Damit ging es in die verdiente Verlängerung nach einem harten Kampf beider Seiten.

Zweimal fünf Minuten standen für die erste Verlängerung auf dem Plan. Mit den Toren von Dustin Kraus und Moritz Sauter konnten die Potsdamer jeweils auf die Torabschlüsse des ASV antworten und die Tore im Gleichgewicht halten. Der Mittelmann war es dann auch, der die Adler zur ersten Führung im Spiel nach 66 Minuten brachte (41:42). Mit 44:44 war die erste Verlängerung vorüber und die zweite Verlängerung wurde nach einer kurzen Unterbrechung angepfiffen.

Durch die Treffer von Jan von Boenigk, Nico Schöttle und Philip Jungemann konnte der ASV mithilfe eines starken Torhüter-Duos mit 48:45 in Führung gehen und die Führung entscheidend ausbauen. Die letzten 2 Minuten warfen die Potsdamer um Toptorschütze Moritz Sauter noch einmal alles rein und erzielten mit Dustin Kraus den Anschlusstreffer zum 49:48. Das 50:48 von Jan von Boenigk besiegelte das Weiterkommen des ASV, daran konnte der Treffer von Marcel Nowak in letzter Sekunde auch nichts mehr ändern. Der VfL Potsdam muss sich demnach mit 50:49 nach einem kräftezerrenden Kampf nach Verlängerung gegen den ASV Hamm geschlagen geben.

Stimmen zum Spiel:

Bob Hanning, Trainer 1. VfL Potsdam: “Es war ein unfassbar intensives, großartiges Handballspiel. Es hat an nichts gefehlt. Man ist weg, man kommt wieder. Bei 48:45 war die Tür endgültig zu, dann kommen wir nochmal wieder zurück. Es hat einfach unheimlich viel Spaß gemacht. Es war ein tolles Handballspiel, bei dem die glücklichere Mannschaft gewonnen hat. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ginge es andersherum aus, würde auch keiner was sagen. Es war sehr intensiv, es war sehr erwachsen, und ich muss sagen, dass ich sehr zufrieden mit der Leistung meiner Truppe bin, die zuletzt gegen Essen und Elbflorenz diesen Kampf nicht so angenommen hatte, wie sie ihn heute angenommen hat. Heute mussten wir alles tun. Moritz Sauter – unglaublich. Wenn er den letzten Ball reinschießt, gewinnen wir das Spiel in der ersten Verlängerung. Aber so ist Sport, da liegen nur Millimeter dazwischen. Es war eine riesen Werbung für den Sport. Es war auch ein guter Umgang untereinander. Alle hatten Bock, zu spielen, alle hatten Bock, sich zu verausgaben, und das Quäntchen Glück ist zur Heimmannschaft rübergeschlagen – das ist dann eben so. Es war ein toller Kampf, die Jungs des ASV haben es überragend gemacht.“

Statistiken:

1.VfL Potsdam: Ludwig (4 Paraden), Höler (3 Paraden); Hansson (1), Schramm, Simic (1), Beneke (9), Kofler (2), Thiele (2), Nowak (3), Grüner (5), Akakpo (4), Orlov, Gorpishin, Roosna (3/1), Sauter (16), Kraus (3)

ASV Hamm-Westfalen: Hertlein (6 Paraden), Wesemann (12 Paraden); Huesmann, Fuchs, Schöttle (8), Artmeier (1), Sterba (2), Jungemann (3), Zintel (8), Bornemann (8), Stange (2), Dayan (6), Stüber (3), von Boenigk (4), Bauer (5)

Nach dem heutigen Ausscheiden im DHB-Pokal steht bereits am Samstagabend das nächste Topspiel in der 2. Handball-Bundesliga für die Adler an, denn die Mannschaft von VfL-Trainer Bob Hanning reist zum Ostderby nach Dessau. Die Partie wird um 19.30 Uhr angepfiffen und ab 19.10 Uhr im Livestream bei Dyn (Dyn - Dessau-Rosslauer HV 06 - 1. VfL Potsdam) übertragen.

Foto: Kaufmann

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