Bundesliga - 11 / 09 / 2023

Der VfL Potsdam verliert auswärts gegen HC Elbflorenz Dresden

Der 1. VfL Potsdam musste sich am heutigen Montagabend mit 33:27 (17:12) gegen HC Elbflorenz Dresden geschlagen geben. Dabei unterlief die Mannschaft von VfL-Trainer Bob Hanning zu vielen technischen Fehlern und ließ die Sachsen in 15 Minuten ohne ein Tor auf Potsdamer Seite davonziehen. Das Ostderby in der BallsportArena Dresden lockte insgesamt 1324 handballbegeisterte Zuschauer an. Bester Torschütze der Potsdamer war Karl Roosna mit sieben Treffern.

Beide Teams starteten hochmotiviert in die zweite Partie der Saison 23/24. Tim Grüner brachte die Adler mit 1:0 in Führung und setzte gleich ein Ausrufezeichen Mit Ausnahme von Mark Ferjan, der sich im Abschlusstraining am linken Fußgelenk verletzt hatte, stand VfL-Trainer Bob Hanning der komplette Kader zur Verfügung. Das Spiel blieb in den ersten fünf Minuten ausgeglichen mit abwechselnden Toren. Mit einem 4-0 Lauf gelang es den Potsdamern ihre Führung auf 8:4 auszubauen.

Dann reagierte Elbflorenz-Trainer Andre Haber und nahm seine erste Auszeit. „Das war die wohl beste Auszeit, die ich je in der 2. Handball-Bundesliga gesehen habe“, erklärt VfL-Trainer Bob Hanning, denn daraufhin folgte ein 9-0 Lauf der Sachsen. Demnach lief der VfL Potsdam in unzählige technische Fehler und leistete sich einige Fehlwürfe aus der zweiten Reihe. Mit einem 5 Tore Rückstand ging es für die Adler nachdenklich in die Pause (17:12).

Die 21. Minute brachte für alle Potsdamer ein langersehntes Wiedersehen, denn Maxim Orlov stand seit 321 Tagen erstmals wieder für den VfL Potsdam auf der Platte. Im Oktober 2022 zog sich der 21-jährige eine Knieverletzung zu und fiel monatelang aus. Nach erfolgreicher Rehaphase und kontinuierlichem Aufbautraining konnte Maxim wieder ins Mannschaftstraining einsteigen und stand heute das erste Mal nach über 10 Monaten wieder auf dem Feld. In der 34. Minute gelang es dem 21-jährigen mit einem Durchbruch zum Spielstand 19:14 zu verkürzen.

Der 1. VfL Potsdam fand auch in der zweiten Hälfte nicht ausreichend in die Spur. Der HC Elbflorenz hingegen setzte auf Tempospiel und ließ keine Chance liegen, ihre Führung auszubauen. Die Mannschaft von Andre Haber konnte sich dabei wieder mal auf ihren Rechtsaußen Lukas Wucherpfennig verlassen, der insgesamt 10 Tore für die Sachsen erzielen konnte. Auch die Tore von Tim Grüner, Cyrill Akakpo und Marcel Nowak zum 21:17 schaffte den Potsdamern keine Luft zum Atmen, denn die Sachsen gaben in ihrer Effektivität nicht nach.

Für die letzten 10 Minuten nahm VfL-Trainer Bob Hanning seine letzte Auszeit. Keine 2 Minuten später sah Linksaußen Tim Grüner die rote Karte bei einem 7 Meter, der den Torhüter Max Mohs im Gesicht traf. Die Partie schien deutlich verloren, denn gegen Ende schlichen sich auch einige technische Fehler bei den Sachsen ein. Aber das Team von Bob Hanning musste sich nach hartem Kampf geschlagen geben, denn die Gastgeber waren einfach effektiver. Statistisch gesehen warfen beide Mannschaften 48 mal auf das gegnerische Tor, allerdings mit dem Unterschied von 69 Prozent Trefferquote auf Dresdener und 56 Prozent aus Potsdamer Seite.

Stimmen zum Spiel:

Bob Hanning, Trainer 1. VfL Potsdam:

„Es war heute über 50 Minuten ein tolles Handballspiel von Dresden. Es war ein sehr intensives Spiel, aber auch sehr fair und sehr emotional, aber es hat einen verdienten Sieger gefunden, denn wir waren am Ende chancenlos in der Partie heute. Wir sind gut reingekommen, wir wollten auch den Druck mit Gegendruck erwidern, was uns auch 15 Minuten gelungen ist, aber während es letztes Jahr vielleicht noch gereicht hätte, reicht es dieses Jahr eben nicht gegen Dresden. Ich habe dann auch versucht zu wechseln, vielleicht hab ich auch zu viel gewechselt. Wir hatten dann auch keinen Spielfluss mehr. Auch das Torhüterduell haben wir in der Phase klar verloren und dann haben wir einfach keine Lösungen gefunden. Wir haben es dann über 3-3 versucht zu lösen, haben das gar nicht so schlecht gemacht, aber dann kamen wieder individuelle Fehler dazu. Elbflorenz ist einfach stark und sie haben das Spiel absolut geführt. Sie haben alles dafür getan, das Spiel positiv zu gestalten, und demnach haben sie auch verdient gewonnen.“

Statistiken:

1.VfL Potsdam: Ludwig (9 Paraden), Höler (1 Parade); Hansson, Simic (1), Beneke, Kofler (1), Thiele, Nowak (4), Grüner (6/3), Akakpo (1), Orlov (1), Gorpishin, Roosna (7/4), Fuhrmann (1), Sauter (4), Kraus

HC Elbflorenz Dresden: Mallwitz (7 Paraden), Mohs (3 Paraden); Wucherpfennig (10), Niestroj, Dierberg (1), Dumcius (1), Kretschmer (5), Aktas, Stavast (3), Greß (6), Klepp (2), Döbler (1), Thümmler (3), Possehl (1)

Nach der heutigen Niederlage spielen die Adler am 15. September gegen TuSEM Essen vor heimischer Kulisse in der MBS Arena. Die Partie wird um 20.00 Uhr angepfiffen und ab 19.40 Uhr im Livestream bei Dyn (Dyn - 1. VfL Potsdam - TuSEM Essen) übertragen. Tickets sind im Ticketshop erhältlich. 1. VfL Potsdam - TuSEM Essen Tickets | Fr., 15. Sept. 2023, 20:00 | Potsdam (ticketmaster.de)

Foto: Schönbrodt

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