Bundesliga - 24 / 02 / 2024

Der VfL Potsdam punktet auswärts gegen den HSC 2000 Coburg

Der 1. VfL Potsdam gewann am heutigen Samstagabend mit 30:31 (14:17) das nächste Auswärtsspiel in der HUK-COBURG arena gegen den HSC 2000 Coburg. Damit erzielte die Mannschaft von Trainer Bob Hanning den dritten Sieg in Folge in diesem Jahr und steht weiterhin an der Tabellenspitze. Bester Torschütze der Potsdamer war Max Beneke mit neun Treffern.

Die Adler reisten ohne Emil Hansson und Moritz Sauter an. Ersterer fehlte wegen einer Gehirnerschütterung, Sauter hatte sich im Training eine Fußverletzung zugezogen. Aber auch Coburg ging mit Personalsorgen in das Spiel: Jakob Knauer muss weiterhin wegen einer Verletzung an der linken Wurfhand pausieren. Die Partie war auch ein Aufeinandertreffen der fairsten Teams der Liga. Coburg ging mit 57 Zeitstrafen als Schlusslicht in dieser Wertung in das Spiel, Potsdam als Drittletzter.

Beide Teams starteten hochmotiviert in den Spieltag. Top-Scorer Max Beneke brachte die Adler in der ersten Minute mit 0:1 in Führung und setzte direkt ein Ausrufezeichen. Knapp eine Minute später netzte Maxim Orlov zum 1:2 ein. Aber auch die Coburger Bartlomiej Bis und Felix Jaeger konnten Treffer erzielen. Nach acht Minuten führten die Adler dennoch mit zwei Toren beim Spielstand von 4:6. Marko Katic musste nach einem Zusammenstoß die Platte verlassen, kam aber im späteren Spielverlauf zurück. In der Zwischenzeit gelang Adler-Kapitän Karl Roosna ein 6-Meter-Treffer zum 5:8. Mit einem 4-0 Lauf konnten die Potsdamer ihre Führung auf 5:9 auszubauen, auch dank einiger technischer Fehler der Gastgeber. Zeitgleich scheiterte das Tempospiel, das die Coburger Fans normalerweise von ihrer Mannschaft zu sehen bekommen, immer wieder an der Potsdamer Abwehr. Grund genug für Coburg-Trainer Jan Gorr seine erste Auszeit zu nehmen.

Im Anschluss nahm das Spiel auf beiden Seiten auf Fahrt auf und Florian Billek verwandelte in der 18. Minute einen 7-Meter zum 9:10. Marvin Kix, erst vor wenigen Wochen von den Füchsen II zum VfL gewechselt, konterte mit drei Treffern kurz hintereinander und brachte die Adler dadurch erneut mit drei Toren (9:12) in Führung. Viel hatte VfL-Coach Bob Hanning in seiner ersten Auszeit der ersten Hälfte dann auch nicht an dem Spiel seiner Mannschaft auszusetzen. Nach einer kurzen Verschnaufpause meldeten sich erst Max Beneke und anschließend Marko Katic mit Treffern zurück und erhöhten in einer intensiven Partie auf 12:16. Mit einer Drei-Tore-Führung für den VfL ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Mit einer Doppel-Parade von van der Merwe starteten die Gastgeber vor knapp 2.300 Zuschauern in die zweite Hälfte der Partie. Das erste Tor gelang aber Maxim Orlov in der 32. Minute. Die Adler erhöhten noch einmal ihre Angriffseffektivität, doch die Mannschaft von Jan Gorr konnte sich auf Mikael Helmersson verlassen, der den HSC mit drei Treffern innerhalb von zwei Minuten nochmal auf ein Tor Rückstand heranbrachte (20:21). In der zweiten Auszeit schwor Bob Hanning seine Jungs auf die verbleibenden 17 Minuten ein: „Lasst den Ball wieder laufen und lasst uns wieder Bewegung in unser Spiel bringen“, forderte er in seiner Ansprache. Die Chance zum Ausgleich für die Coburger währte dann auch nur kurz: Die Adler zeigten, warum sie seit 18 Spielen ungeschlagen sind und führten nach Treffern von Max Beneke, Cyrill Akakpo und Marko Katic zehn Minute vor Abpfiff mit fünf Toren.

Die Mannschaft agierte auch in den verbleibenden zehn Minuten wieder deutlich konzentrierter, aber auch die Coburger gaben sich kämpferisch und konnten immer häufiger einnetzen. Die letzten Minuten sollten die Jungs sich keine unnötigen Zeitstrafen mehr einhandeln und den Ball laufen lassen, erklärte Trainer Bob Hanning seinem Team beim Stand vom 28:31 in der nunmehr dritten Auszeit auf Potsdamer Seite. Obwohl die Gastgeber es dann noch einmal spannend machten, gingen die Adler am Ede mit einem Sieg (30:31) von der Platte.

Stimmen zum Spiel:

Bob Hanning, Trainer 1. VfL Potsdam: „Es war ein unglaublicher Kampf und sicherlich eine unserer schwierigsten Aufgaben. Wenn einem mit Moritz Sauter der zentrale Angriffsspieler und mit Emil Hansson der Abwehrchef wegbrechen und Maxim Orlov und Josip Simic nicht mit der Mannschaft trainieren konnten, dann muss man das erstmal lösen. Da muss ich der Mannschaft ein Riesen-Kompliment machen. Wir waren über das gesamte Spiel die bessere Mannschaft. Wenn man was Kritisches suchen wollen würde, dann wäre es, dass wir in der zweiten Halbzeit dreimal die Situation hatten, wo wir entscheidend hätten wegziehen und das Spiel viel früher hätten zumachen können. Hinten raus haben wir das 7 gegen 6 nicht so gelöst, wie ich es mir gewünscht hätte. Marvin Kix hat dafür einen tollen Einstand bei uns gemacht. Das war unglaublich couragiert mit seinen drei Toren. Darauf können wir extrem gut aufbauen. Generell war das Spiel ein weiterer Meilenstein, der der Mannschaft geglückt ist. Die beiden Auswärtsspiele und das Derby zuhause gegen Dessau zu gewinnen, spricht sehr für die Jungs.“

Statistiken:

1.VfL Potsdam: Ludwig (5 Paraden), Ferjan (3 Paraden); Schramm, Simic (5), Siemer, Beneke (9), Kofler, Thiele (1), Nowak, Akakpo (3), Gorpishin, Orlov (5), Roosna (1), Fuhrmann, Kix (3), Katic (4)

HSC 2000 Coburg: van der Merwe (8 Paraden), Apfel (4 Paraden), Eggert; Runarsson (3), M. Jaeger (4), Dettenthaler, Bis (3), Glatthard, Fuß (1), Billek (1), Krone (2), P. Valkovskis, Helmersson (9), Schäffer (1), Obranovic, F. Jaeger (4)

Nach dem heutigen Auswärtssieg spielen die Adler am 29. Februar gegen TuS Vinnhorst wieder vor heimischer Kulisse in der MBS Arena. Die Partie wird um 19.30 Uhr angepfiffen und ab 19.15 Uhr im Livestream bei Dyn mit Dyn-Kommentatorin Katrin Brewka übertragen. Tickets sind im Ticketshop erhältlich.

Foto: HSC 2000 Coburg

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