Bundesliga - 15 / 08 / 2023

Adler unterliegen Füchse zur Saisoneröffnung

Die traditionelle Saisoneröffnung der beiden Kooperationspartner 1. VfL Potsdam und Füchse Berlin am heutigen Dienstagabend war der einzige Testspiellauftritt beider Teams in der Region Berlin-Brandenburg in der laufenden Saisonvorbereitung. Kein Wunder also, dass die MBS Arena mit 1950 Zuschauern ausverkauft war. Deutschlands Bundestrainer Alfred Gislason und die Fans auf der Tribüne sahen eine abwechslungsreiche Partie, bei der sich Gastgeber VfL Potsdam mit 29:36 (15:20) geschlagen geben musste. Beste Werfer des Spiels waren Max Beneke mit 7 Treffern und Lasse Andersson mit 9 Treffern auf Seiten der Füchse.

Beide Mannschaften starteten mit Tempo und schnellen Abschlüssen ins Spiel. Füchse-Neuzugang Hakun West av Teigum brachte die Gäste mit 1:0 in Führung, ehe Moritz Sauter zum 1:1 und kurz darauf zum 2:2 ausglich. Nach acht Minuten setzten sich die Füchse durch die Treffer von Weltmeister Mathias Gidsel auf 8:4 ab. Trotz variablem Angriffsspiel gelang es den Adlern in dieser Phase nicht, die erwartet starke Abwehr der Füchse zu überwinden. Anders als in der Vorsaison nahm Trainer Bob Hanning erstmals Torwart Lasse Ludwig vom Feld, um das Unterzahlspiel auszugleichen.

„Ich habe mich gefragt, wie ich der Mannschaft im zweiten Jahr helfen kann, wissentlich, dass es schwerer wird. Jetzt haben die Jungs ihr erstes Jahr zweite Liga hinter sich, und da es in der Liga gang und gäbe ist, dass es gemacht wird, können wir das auch probieren“, erklärte Bob Hanning diesen neuen Ansatz. Leider gelang die Umsetzung nur bedingt, die Füchse vergrößerten ihren Vorsprung auf 5:11. Zudem musste der VfL aufgrund eines Wechselfehlers weitere zwei Minuten in Unterzahl spielen.

Beim Spielstand von 6:12 reagierte Bob Hanning mit seiner ersten Auszeit. Anschließend gab Elias Kofler sein Debüt vor heimischem Publikum und glänzte gleich mit einem erfolgreich ausgespielten Zuspiel auf Kreisläufer Joshua Thiele, der zum 7:13 einnetzte. In der 24. Minute feierte Karl Roosna sein Comeback in der MBS Arena, nachdem er aufgrund einer Meniskus-OP seit Anfang Dezember 2023 verletzungsbedingt gefehlt hatte. Eine Minute später stand erstmals der neue Kreisläufer Sergej Gorphishin auf der Platte. Kurz vor Ende der ersten Hälfte nahm auch Füchse-Coach Jaron Siewert eine Auszeit. Trotz zahlreicher Paraden von Lasse Ludwig konnten sich die Adler durch Fehler im Offensivspiel nicht näher herankämpfen und gingen mit einem 5 Tore Rückstand in die Halbzeitpause (15:20).

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte präsentierte sich auch der dritte Potsdamer Neuzugang, Ole Schramm, dem Heim-Publikum. Die Adler kamen sichtlich motiviert aus der Kabine und kämpften sich in den ersten fünf Minuten u.a. durch Treffer von Max Beneke, Josip Simic und Marcel Nowack auf 20:23 heran. Die Füchse Berlin agierten daraufhin jedoch wieder hellwach in der Defensive und stellten nach einigen Minuten ihren fünf Tore Vorsprung wieder her. Nach der darauffolgenden zweiten Auszeit von Bob Hanning gelang es den Adlern durch starke Paraden von Mark Ferjan und den Treffern von Max Beneke auf zwei Treffer zu verkürzen (25:27). Doch die zweite Hälfte erinnerte ein wenig an „Täglich grüßt das Murmeltier“. Die Adler kämpften sich mehrere Male erfolgreich heran, ehe die Füchse wieder den Spieß umdrehten und erneut davonzogen. Der Sieg der Gäste war auch in den Schlussminuten nie gefährdet. Am Ende setzte sich der Erstligist mit 29:36 beim Kooperationspartner durch.

Die Saisoneröffnung der Adler war ein rundum gelungener Handball-Nachmittag, bei dem bereits im Vorspiel die Potsdamer A-Jugend nur knapp mit 29:30 (12:18) gegen HV Grün-Weiß Werder verlor. Mit Popcorn- und Wurfmaschine, Meet & Greet der Maskottchen Fritze und Fuchsi sowie der Teampräsentation im Anschluss an die Partie kamen alle Handballfans und Autogrammjäger aus Potsdam und Berlin auf ihre Kosten.

Stimmen zum Spiel:

Bob Hanning, Trainer VfL Potsdam: „Es war ein schönes, intensives Handballspiel. Ich bin allerdings mit den ersten zwanzig Minuten in der Abwehr überhaupt nicht zufrieden gewesen. Es war eigentlich meine gedankliche Erstbesetzung, die aber leider überhaupt nicht funktioniert hat. Wir haben nicht geschafft, den Spielfluss der Füchse zu unterbrechen und haben Unterzahlsituationen über Wechselfehler und über Stoßen im Gegenstoß gekriegt. Das tat dann schon weh. Im letzten Drittel der ersten Halbzeit war es in der Abwehr etwas besser, aber noch nicht gut. Vorne war ich sehr zufrieden. Das ist das, was ich immer gesagt habe: Wir können gegen jede Mannschaft immer 30 Tore werfen, auch gegen eine Weltklassemannschaft, wie es die Füchse sind.

In der zweiten Hälfte waren wir viel agiler, waren viel mehr im Foul, waren viel bereiter und haben es deshalb auch geschafft, das Spiel auf Augenhöhe zu gestalten. Wenn man ehrlich ist, haben die Füchse aber auch ein bisschen den Gang runtergeschaltet, aber mit der zweiten Halbzeit war ich auf Reaktion auf die erste sehr zufrieden.“

Jaron Siewert, Trainer Füchse Berlin: „Ich finde das Spiel hatte alles zu bieten, was wir vorher auch erwartet haben. Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt und voll durchgezogen. Ich bin mit unserem Angriff über weite Strecken sehr zufrieden. In der zweiten Halbzeit hatten wir sowohl in der Offensive als auch in der Abwehr eine Phase, in der wir ein bisschen den Kopf verloren haben. In der ersten Halbzeit war unsere Defensive dafür top. Hintenraus hat die Kraft vielleicht etwas nachgelassen. Da steckten die letzten Testspiele und das Training heute Morgen ein wenig in den Knochen. Aber Potsdam hat natürlich eine gute Mannschaft, die uns wie erwartet Paroli geboten hat. Alles in allem war es ein guter Test, der leider etwas von der Verletzung von Viktor (Kireev) getrübt wird.“

Statistik:

1. VfL Potsdam: Ludwig (5 Paraden), Voncina, Ferjan;(6 Paraden), Schramm (1), Simic (6), Beneke (7), Kofler, Thiele (1), Nowak (3), Grüner (1), Akakpo (1), Gorpishin, Roosna, Fuhrmann (2), Sauter (5), Kraus (2)

Füchse Berlin: Milosavljev (10 Paraden/ 1 Treffer), Kireev (1 Parade), West av Teigum (1), Marsenic, Andersson (9), Lindberg (2), Langhoff, Wiede (3), Darj (5), Gidsel (7), Tollbring (3), Freihöfer (1), Lichtlein (4), Keno Jacobs, Marvin Kix

An diesem Freitag, den 18. August, reisen die Adler nach Leipzig, wo sie um 18:00 Uhr in der Qarterback Immobilien Arena auf DHfK Leipzig treffen. Das Spiel gegen den Erstligisten ist der finale Test vor dem ersten DHB-Pokalspiel des 1. VfL Potsdam am 25. August gegen TV Emsdetten.

In der heimischen MBS Arena kann man die Jungs von Bob Hanning am 3. September um 17:00 Uhr zum Saisonstart der 2. Handball-Bundesliga gegen GWD Minden wieder anfeuern. Mit der „2 für 1 Bring einen Freund“ Ticketaktion kann jeder, der ein Ticket kauft, in der gleichen Preiskategorie einen Freund zum Spiel mitbringen. Die Aktionstickets können ausschließlich online gekauft werden: https://www.ticketmaster.de/event/510749?CL_ORIGIN=ORIGIN5&camefrom=de_flyeraktion

Für die Füchse, die alle Vorbereitungsspiele für sich entschieden, war das Spiel in Potsdam der letzte Test vor dem ersten Ligaspiel am 28. August beim SC DHfK Leipzig. Das erste Heimspiel der Füchse Berlin besteht gleich aus dem Klassiker gegen den Champions League-Sieger SC Magdeburg am 6. September um 20:30 Uhr.

Foto: Sylvia Göres

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