Die Dritte auf Facebook

Hier findet Ihr aktuelle Berichte über die Reserve-/Reservermannschaft des VfL Potsdam. Über weitere wichtige Details oder auch völlige Nebensächlichkeiten des Mannschaftslebens der "Dritten" kann man sich informieren unter:

https://www.facebook.com/vfl.die.dritte

14
November
2018

Der Bruderzwist, oder: Theater bei der Dritten

Die Geschichte von Kain und Abel, eine Geschichte von Liebe und Eifersucht, von Bruderliebe und Brudermord gehört zu den spannendsten Texten der Bibel. Der VfL Potsdam III, eigentlich bekannt für großes Kino, bringt diese Geschichte nun auf die Theaterbühne. In den Hauptrollen: Die Zwillingsbrüder Marc (als Kain) und Jan (als Abel) Thiele. Nebenrollen: Jan Schubert als Schubi, Alexander Haase als Alex, die Dritte als die Dritte und Checo Frank Hanisch. Als Gott.

05
November
2018

Im Reich der Dritten alias Tabellenführer hey hey

‚So fühlte es sich also an, wenn man das Reich der Dritten betritt!‘. Neuzugang Stefan Jäger, in Sachen Handball eigentlich kein heuriger Hase mehr, hatte Gänsehaut, als er am Samstag in der Umkleidekabine Der Dritten Platz nahm. Stefan blickte sich um und er erkannte einige seiner neuen Mitspieler durchaus. Da war natürlich als Erster der Käpt´n. In seiner Vorstellung war Jens Pichotta nach allem, was er gehört und gelesen hatte, viel größer und breiter - mindestens an die zwei Meter und einhundert Kilo.

01
November
2018

Alle Aussagen der PK mit Checo Hanisch und Coco Berg!

(Von M.T./ PotsdamSpocht)

Die VfL-Bosse Checo Frank Hanisch und Coco Uwe Berg haben auf einer Pressekonferenz Medien und TV-Experten heftig attackiert. Die Berichterstattung über die Die Dritte und ihre Spieler sei „despektierlich“, „unverschämt“, „respektlos“ oder auch „widerlich“. Checo Hanisch zitierte zu Beginn sogar den 1. Artikel des Grundgesetzes. Die Statements der Bosse im Wortlaut:

18:02 Uhr – Checo Hanisch über den Grund der Pressekonferenz

"Wir haben uns am vorvergangenen Montag, nachdem das Wünsdorf-Spiel von uns zur Kenntnis genommen wurde, wie und in welcher Weise darüber diskutiert wurde, zusammengesetzt und beschlossen, dass wir das in diesem Stil nicht mehr hinnehmen werden. Was man nach dem Spiel lesen musste, hatte mit Kritik an der Leistung nichts mehr zu tun, sondern war eine Abrechnung mit einzelnen Spielern, insbesondere Spielern Der Dritten. Ich möchte an Artikel eins des Grundgesetzes erinnern: 'Die Würde des Menschen ist unantastbar und Jung verliert immer.‘ Ich weiß nicht, ob da der Handball eine Sonderrolle einnimmt oder ob für den Handball eine eigene Gesetzgebung gilt, von gewissen Medien zumindest. Das, was Karsten Thomas Buckow als Torhüter und Spieler neu kreiert hat, kann es keine zwei Meinungen geben. Und wenn ich über Jan und Marc Thiele lesen muss 'Altherrenhandball', dann frage ich mich ‚Geht’s eigentlich noch?‘. Es scheint als würde man sich gar keine Gedanken mehr machen über Werte wie Würde und Anstand. Polemik scheint keine Grenzen mehr zu kennen. Das gilt für Medien, für Experten und auch für Experten, die wahrscheinlich gern mal für dieses Team Handball gespielt hätten.

12
Oktober
2018

Vorschau 1. VfL Potsdam III vs. MTV Wünsdorf II

Unter Beobachtung

Nils Klitzke ist ein Mann für die besonderen Momente.  Eine halbe Stunde vor der Erwärmung zum letzten Punktspiel hatte er seine Mannschaft über den sozialen Nachrichtendienst mit einer kurzen aber präzisen Meldung überrascht.: "Hey Jungs, ich schaffe es heute nicht zum Spiel. War eine lange Nacht ZwinkerndKüssendWeinend". Was anfangs noch für einen der üblichen billigen Witze des jungverheirateten Tausendsassas gehalten wurde, entpuppte sich dreißig Minuten später als triste Realität: Der Kitzler hatte seine Mannschaft doch tatsächlich im Stich gelassen. Zwar schmiedete Coco "Eisenfaust" Berg sofort fürchterliche Rachepläne: "Soll der mal zum Training kommen. Kraftkreis, 10 x 200m auf Zeit und Hopseseilspringen. Die Lusche mach ich fertig, so dass ihm die Brause aus den Ohren läuft!" Jedoch musste er diese unter Hinweis von Checo Hanisch darauf, dass die Umsetzung in Ermangelung eines Trainings bei der Dritten schwierig werden könnte, gleich wieder ad acta legen.

Eine Woche später. Freitagabend. 21:30 Uhr. Klitzke schneidet in einem eXtraeXtraLarge-Restaurant gerade den ersten Happen von seinem zweiten "Schnitzelchen", wie er es nennt und auf welchem das Hinterteil der "sportlichen" Servierdame, die das schnieke Dirndl in jeglicher Hinsicht gut ausfüllt, gerade so hätte Platz finden können. Mit dem Mahl, welches von drei Pfund Bratkartoffeln und ohne Salatbeilage abgerundet wird, will er die handfeste Grundlage für einen abermals gelungenen Abend schaffen. "Mal sehen, was die Nacht noch so für Dich bereit hält", bemerkt der Kitzler kaum hörbar unter einem dezenten Schmatzen. Als er dabei plötzlich auch an die anstehenden sportlichen Aufgaben des nächsten Tages  denken muss, huscht unfreiwillig ein Lächeln über sein Gesicht und ein kleines Bäuerchen bahnt sich den Weg.

Zur gleichen Zeit in einem Eigenheim in Potsdam Rehbrücke: "Das wäre einem Jan Thiele nie passiert, niemals!", echauffiert sich der Doktor der Rechtswissenschaften mit erhobenem Zeigefinger, als er sich an das in der Vorwoche Erlebte zurück erinnert. Dann stellt er die Schallzahnbürste auf die marmorne Ablage unter dem Badezimmerspiegel und richtet den Kragen seiner Pyjamajacke.

Berlin. Florian Knuth nimmt sich in einer Neuköllner Szenebar einen Wodka Diabolus On The Rocks zur Brust. Ganz neuer Scheiß und völlig hip bei den Hipstern im Viertel, wo alles mit Gin schon seit Ewigkeiten wieder out ist. Es ist sein Vierter in der letzten halben Stunde. "Nur die klaren Sachen heute - Kopfschmerzen kann ich morgen nicht gebrauchen, wenn ich endlich mal mehr als elf Buden machen will", sinniert Flo, als das Getränk seine Kehle hinab rinnt und der dabei irgendwie an Klebstoff denken muss. Nach nur drei Stunden Schlaf wird er  pünktlich, frisch geduscht und rasiert sowie voller Tatendrang seiner Mannschaft zur Verfügung stehen.

So unterschiedlich sind sie, die Typen der "Dritten". Aber gemeinsam werden sie auch an diesem Samstag alles daran setzen, um die Tabellenführung der Kreisliga zu verteidigen. Wird Coco den Kitzler mit einem viertelstündigen Einsatz am Stück bestrafen? Gibt's anschließend genügend Würstchen mit Reißverschluss in Checos Kantine? Und hat Jan ordentlich Zähne geputzt? Antworten auf diese und viel andere Fragen mehr gibt es im Spiel gegen den MTV Wünsdorf II ab 16 Uhr im Kirchsteigfeld.

der 1. VfL Potsdam III voraussichtlich mit: Toralf und Karsten im Tor, André, Jan, Jens, Marc, Nils, Flo, Matze, Björn und Gregor

G.O.

10
Oktober
2018

(Keine) Musik liegt in der Luft

Gut gelaunt trat der selbsternannte Mannschafts-DJ am Sonntag Nachmittag gemeinsam mit den Thiele - Zwillingen die Reise zum Auswärtsspiel bei der SG Schöneiche II an. Sorgfältig hatte er zuvor eine Playlist für die Mannschaftskabine zusammengestellt. Sie enthielt eine erlesene Sammlung von Krachern, zu der der Großteil der Mannschaft in ihrer Jugend in den Diskotheken abrockte. Musik der Endachtziger bis Mittneunziger also. Die Wünsche des Trainerduos sowie von Torwart-Oldie Karsten Bukow konnten indes nicht berücksichtigt werden. Die 60iger und 70iger sind nicht angesagt bei der Mannschaft. Ebenso nicht die Wünsche von Flo. MC Hammer und Vanilla Ice sind dann doch eine Spur zu cool. Nach einer interessanten Anreise, bei der die Musikgeschmäcker der Fahrzeuginsassen abgeglichen wurden (alle mochten ´Disco Partizani´!") gab es bei Ankunft allerdings den ersten Schock. Der Technikverantwortliche Uwe war noch nicht vor Ort und ohne Technik eben auch keine Musik.

So war es wenig überraschend, dass die "Dritte" zunächst schwer in das vierte Saisonspiel fand. Nach einem 3:5 und einem alarmierenden "Aufwachen" von Checo Hanisch lieferte die Mannschaft aber endlich. Beim 17:12 zur Halbzeit konnte der Pausentee schon wieder halbwegs sorgenfrei eingenommen werden. Und da die Lust am Handball auch das Spiel in der 2.Hälfte bestimmte, gab es beim Abpfiff und einem 40:24 nur zufriedene Gesichter. Einzige der Mannschafts-DJ zeigte sich etwas verstimmt, da zwar mittlerweile der Coco nicht aber die Technik eingetroffen waren. Abhilfe leisteten die Thiele-Zwillinge. Auf ihre ganz eigene Art. Sie stimmten zum Entsetzen der Mannschaft Freddy Quinn - Gesänge an und konnten damit immerhin beim Trainerduo punkten. Einen Vorteil hatte das Ganze: Die Mannschaft begab sich schneller als erwartet auf die Heimreise und war schon fast zum Abendbrot wieder im Schoße der Familie.

Die Mannschaft mit: Tag Team (Toralf Vietze und Karsten Bukow im Tor), Dr. Dre (Martin Seidler), Cypress Hill (André Kernbach), den Beastie Boys (Dr.Jan und Marc Thiele), Africa Bambaata (Matthias Bartels), DJ Kool (Björn Rusch), Busta Rhymes (Jens Pichotta) und auf der Bank mit der Rock Steady Crew (Checo Hanisch und Coco Berg). So war es zumindest geplant.

(jepi)

Jens und Dr. Jan grübeln über eine Lösung, wie sie das Tore von der Wand bekommen.

Gleich zu Beginn hat die SG Schöneiche der Dritten eine kleine Denksportaufgabe
mitgegeben: Wie hier wohl Tore zu erzielen sind? Dank Schwarmintelligenz vom Käpt'n
und Dr. Jan war die Lösung schnell gefunden: Hausmeister rufen!

09
Oktober
2018

Zu Besuch bei der Berliner Diele!

Während sich die Familienväter der Dritten schon mental auf den
sonntäglichen Wettkampf vorbereiten, ist Checo Frank Hanisch wieder auf
Achse. Er packte seine E-Jugend in den Vereins-Bulli, kidnappte noch
kurzerhand das gefedertere VfL-Maskottchen Fritze aus der MBS-Arena und
machte sich mit dem Tross auf nach Bernau. Dort feierte Errico, besser
bekannt als Mütze, mit seiner Firma Berliner Diele ganz groß das 15jährige
Firmenjubiläum. Getreu dem Motto „wo gefeiert wird, darf Checo nicht
fehlen“, überreichte er dem langjährigen Sponsor und Freund der Zwoten und
nun auch der Dritten die besten Glückwünsche der Truppe.

Mütze, bleib so wie Du bist - bis bald wieder in der Halle...
Die Dritte

 

05
Oktober
2018

Vorausschau: Schöneiche II vs. VfL III

3 Fragen, 3 Antworten. Checo (Chefcoach) Hanisch im Kurzinterview vor dem Spiel der „Dritten“ bei Schöneiche ll

Herr Hanisch, Sie sind bekannt als ein Mann klarer Worte. Wie beurteilen Sie den bisherigen Saisonverlauf?

Das war natürlich ein Auftakt nach Maß. Unsere 3 Siege zum Start fielen zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt Ob verdient oder unverdient? - das fragt später niemand mehr. Im Spiel ist zwar noch etwas Sand im Getriebe, aber ein gutes Pferd springt eben auch nur so hoch, wie es muss! Ich möchte da jetzt niemanden hervorheben. Wir haben nämlich keine Stars - der Star ist die Mannschaft.

Aha. Was fällt Ihnen zum kommenden Gegner, der 2.Mannschaft der TSG Schöneiche ein? Könnte der nächste Sieg herausspringen?

Handball ist kein Spiel der Konjunktive. Wir schauen nicht auf den Gegner, sondern nur auf uns. Jedes Spiel beginnt bei Null. Der nächste Gegner ist immer der Schwerste - da müssen wir noch eine Schippe drauflegen, alles in die Waagschale werfen und mit harten Bandagen kämpfen. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen - die Tagesform ist entscheidend. Hinten dicht, vorne hilft der liebe Gott. Fehler müssen vermieden werden, denn in der Kreisliga werden solche Fehler eiskalt bestraft. Wir brauchen jetzt einfach ein weiteres Erfolgserlebnis.

Herr Hanisch, kurz und prägnant. Geben Sie uns bitte ein Prognose zum weiteren Verlauf der Saison.

Natürlich wollen alle Kreismeister werden. Wir arbeiten jeden Tag dafür. Wenn wir am Ende oben stehen, ist es super. Wenn nicht, werden wir es im nächsten Jahr wieder versuchen. Wir denken jetzt von Spiel zu Spiel. Die Wahrheit liegt auf dem Parkett. Die Latte hoch. Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive die Meisterschaft. Die Liga hat ihre eigenen Gesetze. Das Spiel dauert 60 Minuten. Wir haben jetzt nur noch Endspiele. Abgerechnet wird am Ende!

Danke Herr Hanisch für diese prägnante Einschätzung!

Die "Dritte" spielt am kommenden Sonntag um 16:00 Uhr in Mittwalde gegen Schöneiche.

28
September
2018

Ein filmreifer Spielbericht!

SV Lok Rangsdorf II vs. 1. VfL Potsdam III - 19:23

Ohne ihren Star-Regisseur auf der Bank, Checo Frank Hanisch und auch ohne dessen Zweitbesetzung, Coco Uwe Berg, reiste die Dritte am vergangenen Spieltag zum Spitzenspiel nach Rangsdorf. Man musste befürchten, dass es nur eine Frage der Zeit wäre, wann der gesamte Tross völlig führungslos wie die Titanic gegen den Eisberg rammte. Doch es sollte anders kommen. Wie in „R.E.D. – Älter, Härter, Besser“ kämpften sich die Mannen sprichwörtlich durch diesen Thriller.

17
September
2018

Der Bi-Turbo von Motor Babelsberg

Tim Wahrenberg, der Bi-Turbo von Motor Babelsberg II, hatte schon eine ungefähre Vorstellung davon, was ihn am Sonnabend im Zusammenhang mit dem Spiel gegen die selbsternannten Chef-Komiker vom VfL Potsdam III bevorstand. Der engagierte Ornithologe, der seine vogelkundlichen Forschungen und Bemühungen dem Bestandserhalt von Feldvogelarten - insbesondere dem Braunkehlchens (Saxicola rubetra) in Brandenburg widmet, rechnete mit nichts anderem als einem intellektuellen Spießrutenlauf.

Und natürlich enttäuschten ihn die Clowns von der Dritten nicht. Bereits auf dem Weg vom Parkplatz zur Halle sprach ihn der mit seinem schwarzen Drei-Tage-Bart furchteinflößend wirkende Björn Rusch mit seinem debilen Grinsen von der Seite an: „Sag mal, bist du nicht der Arbeitskollege von Marc? Der hat uns gesagt, du sollst gut zu Vögeln sein!?“ Während Björn Rusch über seinen Brüller von der Witze-Resterampe lachte, dass ihm die Tränen kamen und eine Ader im Auge platzte, nutzte Babelsbergs Linksaußen die Gelegenheit und verschwand im Kabinengang der Sporthalle. Nur um dort dem nächsten Potsdamer Freizeitkomiker in die Hände zu laufen: Dr. jur. Gregor Oppermann rieb sich vor Aufregung die Hände und versperrte Tim den Weg zur Kabine. „Du Tim, du bist doch Tim, oder? Marc hat gesagt, dass ich dich um Hilfe bitten kann, weil du dich gut mit Vögeln auskennst?!“ Aus Angst vor dem knapp zwei Meter großen Linkshänder tat die eher schmächtige Babelsberger Nummer 17 so, als müsste er ebenfalls Lachen. Oppermann wieherte im Weggehen jedenfalls, dass der Kabinengang bebte.

Wenigstens umziehen konnte Tim sich in Ruhe. Tief durchatmend und doch etwas angespannt trat er wenig später durch die schwere Eisentür auf die Spielfläche. Leider trat er durch die falsche Eisentür, denn unmittelbar dahinter dehnte sich gerade Daniel Böhm, Potsdams Mann für´s Grobe, und massierte sich knackend die Fingerknöchel. „Ey du Vogel, dir werde ich gleich erstmal die Flügel brechen!“, empfing Potsdams Raubein den jungen Familienvater. Böhm lachte allerdings ganz und gar nicht.

Tim Wahrenberg drückte sich ohne Blickkontakt an seinem Gegenspieler vorbei, um sich mit klopfendem Herzen auf das Spiel vorzubereiten. Doch je näher der Anpfiff rückte, umso mehr gewann Tim seine Fassung und auch seine Verfassung als Babelsberger Haupttorschütze zurück. Das bekamen recht schnell auch die Spaßmacher der Dritten zu spüren: Während Gregor Oppermann mit einer sehenswerten Schlagwurffinte geradezu schwindlig gespielt wurde, reichte bei Björn Rusch schon der tempoarm ausgeführte Ansatz eines Wacklers, um frei zum Wurf zu kommen. Insgesamt neunmal vernaschte Tim Wahrenberg Potsdams Hintermannschaft und jedes Mal flüsterte er beim Zurücklaufen zu sich: „Na, wer lacht nun?!“. Indes seine vielen Toren reichten an diesem Sonnabend nicht für einen Erfolg im Kreisliga-Lokal-Derby, das die Dritte am Ende verdient mit 33:25 (18:11) gewann. Annähernd so wie Tim Wahrenberg vermochte jedoch niemand zu glänzen.

Die Dritte mit: K. Bukow. T. Vietze – A. Kernbach, D. Böhm, J. Pichotta, G. Oppermann, F. Hagin, B. Rusch, M. Thiele, M. Bartels, Checo Hanisch, Coco Berg

(MT)

Motor und die Dritte mögen sich!
Motor und die Dritte mögen sich!

13
September
2018

Der Kitzler greift an – VORSCHAU Die Dritte gegen Motor Babelsberg

Das Bild, das er im Spiegel der Schaufensterscheibe sah, gefiel ihm. Er holte noch etwas tiefer Luft und strich mit seinen beiden Handflächen zufrieden über seinen nun deutlich athletischer wirkenden Bauch. „Sieben Tore, Kitzler! Sieben Tore!“ Nils Klitzke, Kreisläufer der dritten Mannschaft des VfL, öffnete die Ladentür, trat ein und sprach mit kräftiger Stimme in den Raum: „Guten Tag, schöne Frau! Das ist also der bekannte INTERSPORT auf dem Potsdamer Boulevard!“ Der bärtige Fleischergeselle hinter dem Tresen guckte zunächst etwas verwirrt, um dann mit nicht minder kräftiger Stimme zu antworten: „Nee, det is‘n Fleescher. Wat willsnt, Blondie?!“ Klitzke schob seine zugegebenermaßen doch etwas zu dunkel getönte Ray Ban Aviator Classic in die Haare. Seine Verwirrung überspielte er gekonnt und antworte: „Bulette mit Ketchup bitte.“ Es schien, dass er es gewohnt war, diesen Satz zu sprechen. „Die Spowa is eens weiter, Blondie!“, hörte er im Gehen von hinter dem Tresen.

Um das Sportfachgeschäft betreten zu können, lutschte Klitzke die Bulette ohne zu Kauen runter. Das hatte er sich in einer Tier-Doku über Wildgänse abgeguckt. Ehe er die elektrische Schiebetür zum INTERSPORT durchquerte, sah er im rechten Augenwinkel das ihm wohl bekannte gelbe M aufblitzen. „Links der Fleischer, rechts McDonalds. So hat sich also Odysseus gefühlt, als er zwischen Skylla und Charybdis durchsegeln musste“. Nicht wenig stolz auf diese Analogie trat Klitzke ein und sprach die erst beste Sportfachverkäuferin mit einem gewinnenden Lächeln im Gesicht an.

Klitzke: „Guten Tag, schöne Frau! Ich bin auf der Suche nach einem Fatsuit.“

Verkäuferin: „Sie meinen so eines, wie sie gerade anhaben?!“

Nils Klitzke blickte über diese kleine Garstigkeit locker hinweg. Das war nichts anderes als das, was er in der Umkleidekabine der Dritten schon oft so oder in vielfältigen Variationen gehört oder gesagt hatte.

Nils Klitzke: „Nein, ich meine ein schwarzes Fatsuit, wie es die Tennisspielerin Serena Williams zuletzt häufiger getragen hatte.“

Verkäuferin: „Ach sie meinen ein Catsuit!“

Nils Klitzke: „Sag ich doch! Sie müssen wissen, dass ich vergangenes Wochenende sieben Tore in der Kreisliga geworfen habe. Florian Knuth dieser Angeber aber elf! Ich muss am Wochenende dringend meine Performance steigern, you know“, ersetzte er das deutsche „Wissen Sie“ um des Effektes Willen.

Verkäuferin: „Tut mir leid, aber so etwas führen wir nicht. Ich kann aber mal den Chef fragen. Wir haben gerade die Handwerker im Haus und die könnten Sie mit einem Flaschenzug in einen Bottich mit flüssigem Latex tunken?!“

Bei diesem Angebot musste Nils Klitzke versonnen an das letzte Wochenende denken, als er bei einer Spezialistin in Berlin für genau solch eine „Behandlung“ eine Menge Geld bezahlt hatte. „Das war jeden Cent wert, Kitzler“, durchfuhr ihn zum wiederholten Mal ein wohliger Schauer. „Und wenn Sie rüber in den Karstadt gehen und sich in der Damenabteilung ein paar besonders enge Strumpfhosen kaufen?“, holte ihn die Sportfachverkäuferin in die Wirklichkeit zurück. „Geht leider nicht. Da habe ich immer noch Hausverbot. Eine unangenehme Verwechslung, müssen Sie wissen.“

Ob Nils Klitzke seine Performance steigern kann, ob ihn Florian Knuth in der internen Torschützenliste auf Distance hält, wer das schönste Fatsuit hat - das alles lässt sich am kommenden Samstag um 16 Uhr in der Sporthalle im Kirchsteigfeld, Lise-Meitner-Straße verfolgen, wenn die Dritte auf den Lokalrivalen vom SV Motor Babelsberg II trifft. Eintritt ist kostenlos. Vielleicht öffnet Checo seinen Imbiss „Zum geplatzten Würstchen“.

 (MT)

 

Kreisläufer Nils Klitzke setzt ausschließlich auf tierisches Eiweiß und hat sechs Bratwürste auf seinem Teller

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