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29
November
2016

Zuhause eine Macht! Spielbericht: 1. VfL Potsdam II vs. SC Trebbin

Zuhause – das heißt für viele Mannschaften des Brandenburger Handballsports, selbst in der Verbandsliga, häufig eine imposante Spielstätte mit den neuesten und besten Bodenbelägen, modernen sanitären Anlagen und äußerst geräumigen Umkleidekabinen in ausreichender Anzahl sowie Tribünen und diverse kulinarische Verköstigungsmöglichkeiten für die Zuschauer.

Zuhause – das heißt für viele Mannschaften des Brandenburger Handballsports, selbst in der Verbandsliga, häufig eine imposante Spielstätte mit den neuesten und besten Bodenbelägen, modernen sanitären Anlagen und äußerst geräumigen Umkleidekabinen in ausreichender Anzahl sowie Tribünen und diverse kulinarische Verköstigungsmöglichkeiten für die Zuschauer.

 Zuhause – das heißt für die „Zwote“ des 1. VfL Potsdam die Grundschulsporthalle im Kirchsteigfeld. Eine beengende Halle, bei der der Hallenboden immer etwas rutschig und die Ecken oftmals staubig sind, die Zuschauer auf Bänken – sofern ausreichend vorhanden -  direkt am Geschehen auf der Platte sitzen, die sanitären Einrichtungen, insbesondere die Duschen, bereits vor gut 15 Jahren eine kleine Anti-Schimmelkur bedurft hätten und natürlich nicht zu vergessen: Der Imbiss „Zum geplatzten Würstchen“, eine kleine Kochplatte im Lagerraum zwischen Mattenwagen und Reinigungsschrank. Neumodische und gewiefte Innenarchitekten könnten das sicher auch als Vintage-Style oder Shabby-chic verkaufen, doch am Ende ist es einfach eine etwas in die Jahre gekommene Sporthalle mit besonderem Flair – das Zuhause der „Zwoten“, und das nun schon seit über 10 Jahren.

 Zuhause – das heißt auch immer sich wohl zu fühlen. Und die Truppe vom Trainertrio Checo (Chef-Coach) Frank Hanisch, Coco (Co-Coach) Uwe Berg und Taco (Taktik-Coach) Philip „Junior“ Urban fühlt sich offenbar pudelwohl in ihrer Halle. Alle Heimspiele in dieser Saison wurden gewonnen. So auch das letzte Spiel am vergangenen Samstag gegen die Truppe vom SC Trebbin, um VfL Potsdam-Vereinskoordinator und gleichzeitig Spielertrainer der Trebbiner, Sven Keck. Die Ausgangslage vor dem Spiel war dabei sehr vielversprechend. Beide Mannschaften trennte nur ein Punkt und der Sieger konnte Platz 3 der Tabelle absichern und in Schlagdistanz zu den Aufstiegsfavoriten Wusterwitz und Lychen bleiben. Sowohl der Potsdamer Kader als auch die Clauertstädter Gäste waren in ordentlicher Mannschaftsstärke angerückt, so dass auch die jeweilige Bank durch mehrere Hintern warm gehalten werden konnte. Die „Zwote“ startete ungewöhnlich furios in die Partie. Vor allem die offensive aber gleichzeitig auch beherzte Deckung, ermöglichte den Gästen zu Spielbeginn kaum Möglichkeiten. Dazu ein gut aufgelegter Julien Bäricke im Tor und eine ungewöhnlich hohe Abschlussstärke – mindestens jeder zweite Wurf zappelte tatsächlich im gegnerischen Tor – verhalfen zu einer schnellen und sicheren Führung, sodass es bereits nach 20 Minuten 13:6 von der Anzeigetafel prangte. Checo Hanisch wird später bedeutungsschwanger zu Protokoll geben, dass es die besten 20 Minuten seiner Truppe waren, die er je gesehen habe – taktisch und spielerisch besser sei wohl nur das Spiel der Adlerküken (E-Jugend) vorvergangene Woche gewesen. Nach den ersten 20 Minuten kam es allerdings zu einem kleinen Bruch im Potsdamer Spiel. Matthias Frank, der letzte Saison noch das Tor des 1. VfL Potsdam in der 3. Liga hütete und in Trebbin normalerweise nur im Rückraum zum Einsatz kommt, musste sich die lange Jogginghose anziehen und wurde von Keck ins Tor beordert. Gut, dachte sich André Kernbach auf Potsdamer Seite, einem Torhüter mit solcher Qualität wollte er schon immer mal ins Nest schei… ähm, einen einschenken, und verwandelte – auch zum Erstaunen einiger Teamkameraden – im Folgeangriff erfolgreich einen Heber.  Doch die kurze Euphorie war schnell wieder rum, bis zum Pausentee fing sich die „Zwote“ noch 6 Buden ein, warf selbst aber nur noch 1 Tor. 15:12 Halbzeitstand – wieder alles offen. Das ausgefuchste Trainertrio fand natürlich wieder die richtigen Worte („Haut die Dinger doch einfach mal rein!“, „Hinten dicht machen!“, „Saubere Pässe spielen!“, „Sonst wird Montag kein Fußball gespielt!“) für ihre Ansprache, um die Truppe für den zweiten Durchgang nochmal optimal zu motivieren. Und die Ansprache sollte fruchten. Um es abzukürzen – am Montag wurde wieder im Training Fußball gespielt – soll heißen, die Führung wurde bis zum Spielende, trotz diverser taktischer Kniffe der Gäste, nicht mehr aus der Hand gegeben. Am Ende stand ein verdienter 32:26 Sieg für die Hausherren im Spielberichtsbogen. Eine durchweg couragierte spielerische und kämpferische, aber vor allem auch läuferische Vorstellung war am Ende wohl der ausschlaggebende Punkt für die zwei gewonnenen Punkte. Die Spieler aus „Team Alt“ wären wohl am liebsten sofort in die Eistonne gesprungen, wäre ein Physiobereich in der Halle vorhandenen. Doch selbst einige Gesichter  der Spieler von „Team Jung“ hatten etwas an Ihrer natürlichen Farbe verloren.

 Zuhause – ist es doch einfach immer am schönsten. Der Sieg wurde natürlich standesgemäß mit teilweise geplatzten Würstchen, dem einen oder anderen Hopfengetränk und dem leckeren Kuchen von Geburtstagskind Fine im Wohnzimmer der „Zwoten“ gefeiert. Coco Berg freudig resümierend: „Nicht schlecht was die Fuffen da heut auf der Platte gezeigt haben, da kann ja die Weihnachtsfeier nächste Woche kommen. Ach so, vorher spielen wir ja noch gegen Tabellenführer Lychen. Aber ich mache mir da keine Sorgen – wir spielen ja Zuhause.“

 Die „Zwote“ spielte mit: Toralf Vietze und Julien Bäricke im Tor, Gregor Oppermann, André Kernbach, Florian und Jacob Morawe, Jens Pichotta, Max Hübler, Max Günther, Janek Hesselmann, Daniel Böhm, Stephan Weihrauch, Pascalis Maschke und Florian Knuth

 

(flo)

Geschrieben von Jens PichottaVeröffentlicht in: News VfL2

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