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02
November
2022

Zeitenwende

Was für Zeiten…da ist ein Tabellenletzter in Potsdam zu Gast, der einen technisch anspruchsvollen, schnellen und gut anzuschauenden Handball spielt und mit Null Pluspunkten am Ende steht?
Da agiert zu Beginn auf Potsdamer Seiten ein Torwart, der erst seit gut 3 Monaten Handball spielt? Da ist es möglich, dass in einem Match ein Spieler allein 16 Tore wirft? Verrückt, aber dieser Plot, irgendwo zwischen Drama, Thriller, Tragödie und Komödie anzusiedeln, hat sich in der heimischen Kirchsteigfeldarena am letzten Spieltag so ereignet.
 
Die ambitionierten Gäste, deren Tabellenplatz wenig über ihr tatsächlich vorhandenes Potenzial aussagt, haben diese Saison mit vielen Herausforderungen im Kontext von Verfügbarkeiten zu kämpfen – und zwar in Sachen Personal und Halle. Wir drücken den Lübbenauern die Daumen, dass sich beide „Baustellen“ lichten, damit diese sympathische Truppe auch weiterhin die Liga mit ihrem Handball positiv bereichern kann.
 
Zum Spiel: Durch einige Verletzungen und urlaubsbedingte Abwesenheiten stellte sich der Kader fast von allein auf, wobei das Team insgesamt in dieser Saison über mehr Tiefe verfügt. Zu Beginn der Begegnung überzeugten beide Mannschaften mit…technischen Fehlern und Fehlwürfen…wobei der VfL in beiden Kategorien leicht vorne lag. Der Spielball war zu dieser Zeit nicht zwingend freundlich gegenüber den Teilnehmenden gesonnen. Nach einem schnellen 0:2 Rückstand kamen die Hausherren durch einen 6:0-Lauf langsam ins Match. Lübbenau wurde anschließend allerdings durch die Potsdamer immer wieder in die Partie eingeladen, weil die Abschlüsse nicht konsequent erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Das gebundene Spiel der Gäste gefiel durch viel Tempo und Druck auf allen Positionen – und den nahm die Verteidigungslinie der Potsdamer rund um Abwehrchef Daniel Böhm nur allzu gerne auf. So entwickelte sich eine hochklassige und von souveränen Referees geleitete Partie, die zur Halbzeit mit einem Unentschieden (13:13) beendet wurde.
 
Im Wellness-Kabinen-Trakt des VfL wurde anschließend sofort Statistik-Bullshit-Bingo gespielt, wobei es die Zahl 18 (10 Fehlwürfe, 8 technische Fehler) nicht zu toppen galt.
Und das wurde auch gut in der 2. Spielhälfte umgesetzt – die bissige Abwehr hielt Tempo, Moral und Aggressivität hoch. Dahinter ein Julian von Hoff im Kasten, der allein mit 12 Paraden (davon 3 gehaltenen Strafwürfen) in den letzten 30 min wichtige Impulse setzte. Bis zum 16:16 verlief die Begegnung noch halbwegs ausgeglichen, beide Teams mussten ob der guten Verteidigungsreihen viel investieren. Das gelang mit zunehmender Spieldauer den Hausherren immer besser – allen voran Max „Günni“ Günther, der kaum zu stoppen war und richtig Bock hatte. Von seinen Mitspielern immer gut in Szene gesetzt netzte er bis zum Schluss insgesamt 16 (!) Mal ein.
 
Auch der zu großen Teilen durch eine Manndeckung dahinvegetierende Jacob Morawe als auch Maximilian „Hübi“ Hübler auf der anderen Seite konnten mit jeweils 5 Toren ihre Bilanzen aufbessern. Die Potsdamer setzten sich sukzessive ab, näher als 2 Tore kamen die Lübbenauer nicht mehr heran. Den Schlusspunkt setzte Abwehrchef Böhmi nach einem No-Look-Pass vom Taktik-Nerd Junior zum Endstand von 29:24.
 
Fazit: Tabellenführer! Diese Momentaufnahme darf das Team zurecht genießen, ohne sich darauf lange auszuruhen. Eine hervorragende Abwehrarbeit und eine reifere Spielanlage sind Synonym für die Weiterentwicklung der gesamten Mannschaft. Gleichwohl gibt es noch genügend Optimierungen und Potenziale, um die statistischen Bullshit-Bingo-Erhebungswerte im niedrigen einstelligen Bereich zu etablieren.
 
Gute Besserung gehen an unseren Goalie-Newcomer Marcel Fischer, der nach gut 20 min verletzt ausscheiden musste…natürlich auch an alle anderen Spieler des VfL II sowie der TSG Lübbenau, damit diese bald alle genesen wieder auf der Platte stehen und dem Handball frönen können.
 
 
Der Angriff auf die Tabellenspitze wurde Ihnen präsentiert von: Julian von Hoff mit den schnellen Händen und Marcel Fischer mit dem wackligen Knie im Gehäuse; den Ballermännern Max „Günni“ Günther, Jacob „JM“ Morawe, Maximilian „Hübi“ Hübler, Philipp „Junior“ Urban, Henrik Schulz, Tim Weichelt, Florian „Knetschi“ Knetsch, Maximilian „Patze“ Patzelt, Lucien Kiether sowie dem Abwehrbollwerk rund um Daniel „Böhmi“ Böhm, Lars Wiedau und Florian Morawe. Das Mental- und Scoutingteam stellten: Coach P., Julien „Bäri“ Bäricke, Lukas Weber, Leandro Strauß
 
Potsdam, 30.10.2022, PM

Geschrieben von Jens PichottaVeröffentlicht in: News VfL2

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