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18
Februar
2014

Und dann gabs auch noch Fallada

Wer sich am Samstagabend auf der Internetseite des HV Brandenburgs über die Spielergebnisse informierte, frug sich beim Blick auf die Verbandsligabegegnung Potsdam vs. Altlandsberg vielleicht: „Hä? Ergebnis vertauscht?“. Aber es war nichts vertauscht. In einer denkwürdigen Begegnung hatte der VfL in der Schulsporthalle am Kirchsteigfeld tatsächlich den Tabellenführer und Meisterschaftsaspiranten vom  MTV Altlandsberg überaus deutlich und am Ende sogar demütigend 34:23 (16:11) besiegt.  Dieses Spiel wird die „Zwote formely known as Die Dritte“ wohl lange nicht vergessen...

 Wer sich am Samstagabend auf der Internetseite des HV Brandenburgs über die Spielergebnisse informierte, frug sich beim Blick auf die Verbandsligabegegnung Potsdam vs. Altlandsberg vielleicht: „Hä? Ergebnis vertauscht?“. Aber es war nichts vertauscht. In einer denkwürdigen Begegnung hatte der VfL in der Schulsporthalle am Kirchsteigfeld tatsächlich den Tabellenführer und Meisterschaftsaspiranten vom  MTV Altlandsberg überaus deutlich und am Ende sogar demütigend 34:23 (16:11) besiegt.  Dieses Spiel wird die „Zwote formely known as Die Dritte“ wohl lange nicht vergessen.

Es kann davon ausgegangen werden, dass die Gäste, den Meisterschaftstitel schon im Blickwickel habend, sicher hochmotiviert und mit dem festen Vorsatz versehen anreisten, dem VfL nach der Hinspielklatsche (24:36) die nächste Packung zu verabreichen. Auch die „Zwote“ war natürlich motiviert, doch schon die Spielvorbereitung verlief nicht optimal. Daniel Böhm versuchte während der Erwärmung meistens, eines seiner vielen Kinder zu finden, die ihn  zum Spiel begleitet hatten. Der Käpt´n kam statt mit einer Sporttasche mit einem Schreibblock und wollte mit Verweis auf seine „O-Ton: Lungenentzündung – vielleicht aber auch schlimmer“ lieber den Spielverlauf beweissicher dokumentieren als aktiv gestalten.  Und Checo (Chefcoach) Hanisch bzw. Torwart Julien Bäricke? Die waren noch gar nicht da, mussten sie doch noch zuvor Nachwuchsteams des VfL betreuen. So gab eben Coco (Co-Coach) Berg statt Checo in der Kabine die Marschrichtung vor („Kämpfen, Fighten, Ringen und äh, was hatte ich noch mal vergessen, ach ja: Ackern!).

Die Zwote setzte dann überraschenderweise haargenau um, was ihr Coco auf den Weg gegeben hatte. Die ersten 4 und die letzen beiden Treffer der 1.Halbzeit erzielte der VfL Potsdam. Und da die Mannschaft auch zwischen diesen Toren den Spielverlauf ausgeglichen gestalten konnte, ging sie mit einer bemerkenswerten 16:10 Führung in die Pause. Hier gab´s in der Mannschaftskabine nun auch wichtige Tipps vom mittlerweile anwesenden Checo Hanisch („Jungs, durchatmen, Kraft tanken und dann weiter so!“) und Dr. Jan Thiele („Schiris sollen bekanntlich regelkonform pfeifen. Lasst mich bitte auch unsere Spielleiter von Zeit zu Zeit daran erinnern.“). Die Mannschaft ließ ihn und spielte weiter auf ihrem höchsten Niveau. Beim 20:11 – Zwischenstand war erstmals ein beruhigender Vorsprung herausgeworfen. Insbesondere die Thiele-Brüder, Max Zerm und Junior Urban netzten fast alles ein was einzunetzen war. Und auch André Kernbach fast fast alles. Dann bewiesen die Schiris eindrucksvoll, dass sie nicht nur plump das Spielgeschehen im Auge hatten, sondern auch das Leben neben dem Handball. Vermutlich deshalb schickten sie Mitte der 2.Halbzeit in einem Akt von Zivilcourage Daniel Böhm mit roter Karte auf die Zuschauerbank.

 

Dieser konnte sich nun fortan um das Familienwohl kümmern, seine vielen Kinder werden es ihm später im Rentendasein zurückzahlen. Die Gäste, die ihre 7 Auswärtsbegegnungen zuvor allersamt gewannen, konnten das Resultat indes nicht mehr nennenswert verbessern. Bemerkenswert auf Seiten der Gastgeber war das Comeback von Holger Flohr mit 42 Jahren („Keine Sorge, ich habe mich mindestens 2 Jahre jünger gefühlt“) und Kitzlers wunderschöner Treffer von seiner neuen Lieblingsposition Rechtsaußen („Ich gehe davon aus, dass dort, wo man mich hin setzt, niemand kommt, der mich so einfach verdrängen kann.“  Der VfL gewann 34:23.

Käpt´n Jens analysierte anschließend: „Eine 72 % - Trefferquote, nur 5 technische Regelfehler, kaum erwähnenswerte 3 Fehlabspiele und beachtliche 38 % gehaltene Bälle sind absolut herausragende Faktoren für uns. Das war Spitze.“  Checo Hanisch dazu: „Papperlapapp. Der soll sich mit seinen Zahlen mal nicht so wichtig tun. Wir waren einfach besser. Das hätte ich auch ohne Schreiberling erkannt.“ Der VfL Potsdam II setzt sich nach diesem sensationellen Erfolg  mit nunmehr 12:16 Punkten ein wenig von den Abstiegsrängen ab. Wie so oft nach grandiosen Siegen blickt die Mannschaft euphorisiert in die Zukunft. Das schiere Glück drückte sich zunächst einmal in rekordverdächtigen 164 Einträgen in der VfL II  WhatsApp Gruppe aus, darunter eine tolle Parodie eines berühmten Fallada-Romans über einen Mann mit Geschmack, präsentiert von Dr. Jan Thiele.

Die „Zwote formely known as Die Dritte“ mit Charlie und Julien im Tor, Dr. Jan und seinem Bruder Marc, Gregor, André, Max, Nils, Holger F., Junior und Daniel

(jepi)

Geschrieben von Jens PichottaVeröffentlicht in: News VfL2

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