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01
April
2015

Ritter Jan auf Abschiedstour

- SG Westhavelland vs. 1. VfL Potsdam II 23:15 -

Vor seinem Löwengarten,
Das Kampfspiel zu erwarten,
Saß Hanisch Frank, ...

- SG Westhavelland vs. 1. VfL Potsdam II 23:15 -

Vor seinem Löwengarten,
Das Kampfspiel zu erwarten,
Saß Hanisch Frank,
Und um ihn die Großen der Krone,
Und rings auf hohem Balkone
Die Damen zum Kaffeetrank.

Und wie er winkt mit dem Finger,
Auf tut sich der weite Zwinger,
Und hinein mit bedächtigem Schritt
Marc Thiele tritt
Und sieht sich stumm
Rings um,
Mit langem Gähnen,
Und schüttelt die Mähnen
Und streckt die Glieder
Und setzt sich nieder.

Und der Frank winkt wieder,
Da öffnet sich behend
Ein zweites Tor,
Daraus rennt
Mit wildem Sprunge
der Klitzke hervor.

Wie der den Thiele erschaut,
Brüllt er laut,
Schlägt mit dem Schweif
Einen furchtbaren Reif,
Und recket die Zunge,
Und ohne zu weichen
Umgeht er seinesgleichen
Grimmig schnurrend,
Drauf streckt er sich murrend
Zum 6-Meterkreis nieder.

Und der Frank winkt wieder;
Da speit das doppelt geöffnete Haus
den Suchalla und den Bunk auf einmal aus,
Die stürzen mit mutiger Kampfbegier
Auf das Klitzketier;
Das packt sie mit seinen grimmigen Tatzen,
Und der Thiele Marc mit Gebrüll
Richtet sich auf - da wird's still;
Und herum am Kreis,
Von Mordsucht heiß,
Lagern sich die greulichen Fratzen.

Da fällt von unbekannter Hand
Ein Handball über den Tribünenrand
Zwischen den Klitzke und den Bunke klein
Mitten hinein.

Und zu Ritter Jan spottender Weis´,
Wendet sich Fräulein Kunigund:
"Herr Ritter, ist Eure Lieb´ so heiß,
Wie Ihr mir's schwört zu jeder Stund,
Ei, so hebt mir den Handball auf."

Und Ritter Jan in schnellem Lauf
Steigt hinab in den furchtbarn Zwinger
Mit festem Schritte,
Und aus der Ungeheuer Mitte
Nimmt er den Handball mit keckem Finger.

Und mit Erstaunen und mit Grauen
Sehen's auf der Tribüne die Männer und Frauen,
Und gelassen bringt er den Handball zurück.
Da schallt ihm sein Lob aus jedem Munde,
Aber mit zärtlichem Liebesblick -
Er verheißt ihm sein nahes Glück -
Empfängt ihn Fräulein Kunigunde.
Und er wirft ihr den Handball ins Gesicht:
"Den Dank, Dame, begehr ich nicht!"
Und wacht auf zur selben Stunde.

 

Diese und ähnliche Geschichten träumt unser Jan zur Zeit.
Befindet er sich doch auch der Abschiedstour seiner langen und ruhmreichen Handballerkarriere. Am vergangenen Samstag nun führte ihn sein letztes Auswärtsspiel nach Rathenow. Gegen die SG Westhavelland war der Traum vom fünften Sieg in der Fremde in Folge aber nur allzu schnell ausgeträumt. Dem Spielverlauf aus dem letzten Jahr folgend, hatten die dezimierten Gäste zu keinem Zeitpunkt eine Kontrolle über das Spiel. Sie mussten beim Halbzeitstand von 7:14 vielmehr fürchten, aus der Halle geschossen zu werden. Am Ende stand ein bitteres 15:23. Weniger Tore erzielten die Potsdamer zuletzt in Halbzeit eins eine Woche zuvor gegen Wusterwitz.
Nichtsdetotrotz heißt es nun: Mund abputzen und volle Konzentration auf die nächste schwere Aufgabe gegen den Tabellenzweiten aus Bad Freienwalde, wenn es gilt, den dritten Platz endgültig einzufahren. Unser Jan träumt bereits von seiner letzten großen Heldentat, die ihm endgültig zum Einzug in die Ruhmeshalle der großen Handballkünstler verhelfen soll.

Die Zwote mit: Julien und Karsten im Tor, Robert, Jan, Max, Jens, Nils, Holger, Charlie und Gregor

G.O.

 

Geschrieben von Gregor OppermannVeröffentlicht in: News VfL2

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