Die Zwote auf Facebook

Hier findet Ihr aktuelle Berichte über die Reservemannschaft des VfL Potsdam.

https://www.facebook.com/vfl.zwote

04
März
2013

Junior macht das Ding

Am Samstag machte sich die „Zwote formerly known as Die Dritte" auf in die achtgrößte Stadt Deutschlands. Gemeint ist natürlich Templin in der Uckermark, deren 16.269 (Stand 31.12.2011) Einwohner sich auf immerhin 377 km² breit machen können. Damit ist Templin flächenmäßig betrachtet nur unwesentlich kleiner als Köln und locker doppelt so groß wie die Landeshauptstadt Potsdam...

 

Am Samstag machte sich die „Zwote formerly known as Die Dritte" auf in die achtgrößte Stadt Deutschlands. Gemeint ist natürlich Templin in der Uckermark, deren 16.269 (Stand 31.12.2011) Einwohner sich auf immerhin 377 km² breit machen können. Damit ist Templin flächenmäßig betrachtet nur unwesentlich kleiner als Köln und locker doppelt so groß wie die Landeshauptstadt Potsdam. Die Fahrt zum Auswärtsspiel beim SV Lok gestaltete sich wie erhofft abwechslungsreich. Man kann z.B. auf der als Landstraße 213 getarnten Mondlandschaft den Zustand seiner Stoßdämpfer testen lassen, über die Herkunft interessanter Ortsnamen wie Nassenheide, Neuholland oder Hammelsprung rätseln (Auflösung siehe unten) oder einfach nur die ersten Frühlingssonnenstrahlen genießen. So stand 3 Stunden nach Fahrtbeginn eine gutgelaunte Truppe auf der Platte, die in Abwesenheit von Checo (Chefcoach) Frank Hanisch diesmal von Coco (Co-Coach) Uwe Gajewski betreut wurde. Eine Viertelstunde später war die gute Laune verflogen.

Der VfL Potsdam fand nämlich nicht wie erhofft in die Partie und konnte froh sein, zur Halbzeitpause nicht noch höher zurückzuliegen (13:15). Bis dahin war die Abwehr eher löchrig und Chancenverwertung mangelhaft. Und nach dem Seitenwechsel ging’s auch erstmal bis beim Spielstand von 16:20 konsequent so weiter. Dann aber gab’s einen Ruck. Warum? Es waren wohl kleine aber wichtige Faktoren, die das Potsdamer Spiel endlich positiv beeinflussten. Lars Bullert konnte in der Abwehr auf Rechtsaußen verschnaufen und steigerte seine Wurfeffektivität sogleich von 35 auf 40%. Karsten Thomas Bukow, genannt Katombu, brachte seinen Vorsprung an Lebenserfahrung gegenüber Julian Bäricke (48 zu 18) geschickt ein, indem er schneller die Bälle bei Gegentoren aus dem Netz holte. Und auch der Käpt´n begriff langsam, dass es vorteilhafter für den Mannschaftserfolg ist, wenn er die Bälle statt zum Gegner auch mal ins gegnerische Tor wirft. Mit Stefan Glogner im Innenblock stand die Deckung auf jeden Fall besser.

So agierte der VfL Potsdam II nun zwar längst noch nicht spielerisch aber wenigstens kämpferisch überzeugend. Bei 29:31 gut 1 ½ Minuten vor Schluss sah es dennoch nach einem eher unbefriedigenden Spielausgang aus. Aber nach Bullis Anschlusstreffer hatten die jungen Schiedsrichter den Schneid, den Gastgeber wegen seiner destruktiven Spielweise schon nach kurzer Zeit mit Zeitspiel unter Druck zu setzten, in dessen Folge die Potsdamer noch einmal in Ballbesitz kamen. Und ausgerechnet A-Junior Phillip Urban, dessen Nervenkostüm in Gefechtssituationen bisher lediglich in Halmapartien gegen seinen kleinen Bruder gestählt wurde, traf wenige Sekunden vor Spielende zum Ausgleich. „Auswärtspunkt, Auswärtspunkt!" hallte es daher wenige Augenblicke später durch die Sporthalle. Eindeutig ein Punktgewinn, der wenig später durch die leckeren Wiener der Hallenkantine noch einmal aufgewertet wurde. Der VfL Potsdam II ist zum ersten Mal in dieser Saison 2 Spiele hintereinander ungeschlagen und hat sich ein klein wenig Luft im Abstiegskampf in der lt. Checo: „schwersten Verbandsligastaffel Nord aller Zeiten" verschafft.

Die „Zwote" mit: Katombu und Julien im Tor, Robert Suchalla, André Kernbach, Phillip „Junior" Urban, Lars Bullert, Benny Ritzke, Sven Keck (der trotz späterer Verpflichtung als Frauentrainer des HSC Potsdam mitreiste!), Stefan Glogner, Dr. Jan Thiele und Jens Pichotta

Auflösung:

Nassenheide: Bezug auf die sumpfige Umgebung des Ortes

Neuholland: Gegründet von klevisch/ niederländischen Zuwanderern

Hammelsprung: Gefahr! Nicht dem ersten Gedanken folgen. Der Ort wurde von Conrad II de Hamelspring als Kolonistendorf gegründet

(Jepi)

Geschrieben von Jens PichottaVeröffentlicht in: News VfL2

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Ihnen interessenorientierte Informationen und Werbung anbieten zu können sowie die Nutzung unserer Website zu analysieren. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise und erfahren Sie dort, wie Sie Ihre Cookie-Einstellungen ändern können. Durch die Nutzung der Webseite akzeptieren und bestätigen Sie die Verwendung von Cookies. [weitere Informationen…]