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15
April
2014

Hilferuf aus dem Knehdenmoor

Vorausschau: VfL II vs. Templiner SV Lok

Anfang Dezember 2013 befand sich der VfL Potsdam II auf einem Abstiegsplatz der Verbandsligastaffel Nord. Die magere Bilanz: 2:12 Punkte. Mannschaften wie Altlandsberg, Bad Freienwalde oder Wusterwitz nutzten die Gastspiele der "Zwoten formerly known as Die Dritte" gern, um ihr Torverhältnis aufzubessern.

Nun, Ende April 2014, hat sich die Situation doch deutlich gewandelt. Die Zwote schlug bekanntlich zurück und kletterte inzwischen auf den 4. Platz der Tabelle. Die stolze Bilanz der vergangenen 5 Monate: 18:4 Punkte. Und nur zu gern werden Gastspiele von Mannschaften wie Altlandsberg, Bad Freienwalde oder Wusterwitz genutzt, um das Torverhältnis aufzubessern...

Anfang Dezember 2013 befand sich der VfL Potsdam II auf einem Abstiegsplatz der Verbandsligastaffel Nord. Die magere Bilanz: 2:12 Punkte. Mannschaften wie Altlandsberg, Bad Freienwalde oder Wusterwitz nutzten die Gastspiele der "Zwoten formerly known as Die Dritte" gern, um ihr Torverhältnis aufzubessern.

Nun, Ende April 2014, hat sich die Situation doch deutlich gewandelt. Die Zwote schlug bekanntlich zurück und kletterte inzwischen auf den 4. Platz der Tabelle. Die stolze Bilanz der vergangenen 5 Monate: 18:4 Punkte. Und nur zu gern werden Gastspiele von Mannschaften wie Altlandsberg, Bad Freienwalde oder Wusterwitz genutzt, um das Torverhältnis aufzubessern.

Wie es zu diesem Wandel kam? Einer der Faktoren ist sicher auch das derzeit regelmäßigere Mitwirken des jüngeren (und fieseren) Geschwisterteils der Thiele-Zwillinge, Marc. Der Abwehrstratege, wie ihn Fachexperten gerne nennen, bzw. "das A…loch, das mir absichtlich auf den Solarplexus geschlagen hat", wie ihn gegnerische Spieler gerne bezeichnen, trug erheblich mit dazu bei, dass die Potsdamer mittlerweile eine ganz passable Verteidigung stellen.

Im Rahmen der Spielvorbereitung gegen den Templiner SV Lok wollte ich Marc Thiele zur aktuellen Situation des VfL befragen. Das Problem dabei ist, dass man einen Marc Thiele, außer bei gelegentlichen wie unbedeutenden Auftritten als Taktikbretthalter der Ersten Mannschaft des VfL Potsdam, grundsätzlich nicht in der Sporthalle antrifft. Den engagierten Umweltschützer zieht es am liebsten raus in die Natur. Ich fand ihn nach tagelanger Suche im Naturschutzgebiet Knehdenmoor in der Uckermark. Angeblich um den kommenden Gegner zu studieren. Dort steigt er nun dreckbesudelt aus einem Sumpf. Im Gespräch zeigt sich bald, was einen Marc Thiele so besonders macht. Im Vergleich zu ihm erscheint Crocodile Dundee wie ein verwöhnter Vorstadtjunge, Reinhold Messer wie ein Versicherungsvertreter für Alterspolicen, Coco Berg wie- na gut dass ist wieder ein anderes Kapitel. Zu Begrüßung schlägt mir Marc jedenfalls erst einmal herzhaft in die Magengrube. Einfach so. Dann kann es mit dem Interview losgehen.

Marc (gönnerhaft): Na, na tut´s noch weh, Du halbe Hose?

Zeitung: Geht so. Danke der Nachfrage. Also, ähm: Hallo Marc, der VfL II schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle. Zuletzt wurden 5 Siege in Folge eingefahren. Das gab es seit der legendären Kreisligasaison 2006 nicht mehr. Wie können Sie sich den Aufschwung erklären?

Thiele: So ein Aufschwung hat natürlich viele Gründe. In unserer Mannschaft sind dazu auch mehrere interessante Theorien in Umlauf. Unser Shooter Max Zerm beispielsweise meint, dass wir neuerdings mehr Tore werfen als der Gegner. Ich hingegen vertrete die Ansicht, dass wir weniger Gegentore bekommen. Checo (Chefcoach) Hanisch und Coco (Co-Coach) Berg glauben, es liegt an ihrem neumodischen Training, bei dem jetzt neben Fußball auch Handball gespielt wird. Und unser Torwart Karsten Thomas Bukow behauptet, es liegt einfach am Karma. Vermutlich haben alle irgendwie recht.

Zeitung: Aha. Sie gelten als Abwehrstratege. Wie bereiten sie sich auf ein Spiel vor?

Thiele: Nun, dass mühselige Training in der Halle erspare ich mir im Allgemeinen. Kondition oder Ballbeherrschung wird sowieso eine viel zu hohe Bedeutung beigemessen. Ich habe den Handballsport immer einfach als ein Kampf zwischen das Gute und das Böse aufgefasst. Auf welcher Seite ich da stehe, ist mir dabei eigentlich relativ egal. Aber wie sagte Otto von Bismarck schon: Die großen Fragen dieser Zeit werden entschieden mit Eisen und Knuth.

Zeitung: Sie meinen Blut?

Thiele: Nein, Knuth.

Zeitung: Achso. Setzen eigentlich alle ihre Mitspieler immer ihre Vorgaben in der Abwehr um?

Thiele: NEIN! (Plötzlich zerschlägt Marc Thiele mit einem blitzschnellen Handkantenschlag die neben ihm stehende Trauerweide. Der Baum fällt auf das Nest einer Entenfamilie, die dabei 4 ihrer 7 Küken verliert. Ich weiß nicht. Musste das jetzt sein? Sagen tue ich natürlich lieber nichts. Ich habe schließlich Frau und Kinder.)

Ein etwas beruhigter Thiele: Leider ziehen nicht immer alle mit. Der eine tut manchmal so, als wäre er ein 40-jähriger jugoslawischer Ex-Profi, der anderen rennt heulend von der Platte, weil er mal kritisiert wird. Ich arbeite dran. Aber ich bin auch nur ein Mensch. Irgendwie.

Zeitung: Herr Thiele, wir wollen nun einmal Abstand vom Medienrummel der 6.Liga des Handballsports nehmen. Sie sind ein echter Naturbursche und als Umweltschützer bekannt. Warum zieht es sie immer wieder hier raus in die Einsamkeit?

Thiele: Hier draußen finde zu mir selbst. Da kann ich auch das eine oder andere Foul verarbeiten. Die Betroffenen tun mir dann auch fast ein bisschen leid. All die entsetzlichen Schreie und das ganze Blut. Das kann selbst bei mir etwas auslösen, dieses ..., Mist, jetzt fällt mir das Wort nicht ein. Irgendwas mit G.

Zeitung: Gefühle?

Thiele: Genau. Gefühle!

Zeitung: Ausrüstung haben sie jedenfalls kaum dabei…

Thiele: Die braucht ein Marc Thiele auch nicht. Ich nehme nur mein Schweizer Taschenmesser mit - falls ich mal von einem Wildschwein angegriffen werde, und meinen Löffel - zum Wildschwein essen.

Zeitung: Gerüchten zufolge haben sie sich den Löffel aus einen noch viel größeren Löffel selber geschnitzt?

Thiele: Er war ein Geschenk der Besatzung eines norwegischen Walfängers. Mit dem Löffel wurde immer der Lebertran im Fass umgerührt. Zu Hause habe ich dann festgestellt, dass er ja gar nicht in meinen Schleckermäulchen-Becher passt. Da musste ich natürlich handeln. Also: Messerchen raus, Löffel angepasst, Messerchen rein.

Zeitung: Aber wenn Sie nichts zum Essen mit hier rausnehmen und ihnen kein Wildschwein über den Weg läuft, wovon ernähren sie sich dann hier draußen?

Thiele: Sehen Sie sich doch mal um. Die Natur gibt doch alles! Erst vorhin habe ich einen Karpfen gefangen und gleich verspeist.

Zeitung: Gebraten oder gekocht?

Thiele: Weder noch.

Zeitung: Sondern?

Thiele: Wie sondern?

Zeitung: Achso. Ja. Verstehe. Herr Thiele, man bemerkt, dass Ihnen der Schutz der Umwelt sehr am Herzen…

Thiele: Moment.

Zeitung: Wie bitte?

Thiele: Sehen sie den da hinten?

Zeitung: Was, den Wanderer? Der gerade ein Kaubonbon auswickelt? Und das Papier fallen lässt? Herr Thiele sie werden doch jetzt nicht?

Thiele: DOCH! Ich kann nicht anders.

(Marc Thiele springt explosionsartig auf, täuschte kurz rechts an und jagte dann mit einer Überkopffinte an mir links vorbei. Der Wanderer bemerkt ihn und fängt langsam an zu rennen. Thiele ist noch 150 Meter hinter ihm. Noch 100. Noch 50.

Zeitung (verzweifelt rufend): Aber es war doch nur ein kleines Stück Papier! Herr Thiele, kommen sie doch zur Vernunft!

Der Rest der traurigen Geschichte entnehmen Sie bitte der polizeilichen Ermittlungsakte…

Das Spiel des VfL Potsdam II gegen den Templiner SV Lok wird im Übrigen am Samstag, 26.04.2014 um 14:00 Uhr angepfiffen. Danach feiert die Mannschaft mit ihren lieben Kleinen den Saisonabschluss. Marc Thiele betreut die Hüpfburg.

Marc Thiele - Ein Herz für Kinder

(Jepi)

Geschrieben von Jens PichottaVeröffentlicht in: News VfL2

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