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07
Dezember
2016

Ey Mann - Wo is´ mein Ladekabel?

1. VfL Potsdam II vs. SV Berolina Lychen 25:26

In einer handballerisch nur mittelmäßigen Verbandsligapartie gelang den Potsdamern auch im dritten Anlauf kein Punktgewinn gegen den Ligaprimus aus Lychen. Spielerisch konnten die Hausherren nicht an die Leistungen der vergangenen Begegnungen anknüpfen und gerieten schnell ins Hintertreffen. ...

1. VfL Potsdam II vs. SV Berolina Lychen 25:26

In einer handballerisch nur mittelmäßigen Verbandsligapartie gelang den Potsdamern auch im dritten Anlauf kein Punktgewinn gegen den Ligaprimus aus Lychen. Spielerisch konnten die Hausherren nicht an die Leistungen der vergangenen Begegnungen anknüpfen und gerieten schnell ins Hintertreffen. Zwar war der Abstand zu den dezimiert angereisten Uckermärkern zur Halbzeit noch im Bereich des Aufholbaren (14:16), jedoch spielten diese in den verbleibenden 30 Minuten ihre Angriffe routiniert aus und hielten den Tabellendritten immer mit zumindest einem Tor auf Schlagdistanz. Dass sich dieser bei insgesamt fünf vergebenen Strafwürfen selbst um den Lohn für eine gute kämpferische Leistung brachte, bleibt als fader Beigeschmack in Erinnerung.

 

Der Stimmung auf der anschließenden Weihnachtsfeier tat dies allerdings keinen Abbruch.

Der chronologische Ablauf:

17:32 Uhr

Sporthalle Kirchsteigfeld. Während sich die Potsdamer bereits fast vollständig auf dem Weg zum Vorglühen befinden, sitzen die Spieler aus Lychen um einen Kasten Bier versammelt neben einem Ghettoblaster in der Gästekabine und feiern ausgelassen ihren Erfolg. Erst ein dezenter Hinweis auf die anstehenden Weihnachtsfeierlichkeiten, bewegt die ersten Protagonisten zu einem Gang in die Duschkabinen. 

17:35 Uhr

Checo Hanisch löscht das Licht in der Sporthalle und dreht den Türschlüssel um. Ein kleines Lächeln huscht über sein Gesicht.

17:51 Uhr

Babelsberg Nord. Meister Klitzke leckt den letzten Löffel Kartoffelsalat genüsslich ab. Jetzt muss er nur noch die große Schüssel irgendwo verstecken, bevor die ersten Gäste kommen und sich eine clevere Ausrede ausdenken. Auch für den Salat ohne Zwiebeln – den Coco so gern mag und das Tablett voll Boulettchen, das seine Freundin vorhin so schön auf einer Weihnachtsserviette drapiert hatte und an dem Klitzke bei jedem Gang in die Küche vorbei musste.

18:19 Uhr

Im Wohnzimmer von Familie Klitzke haben es sich mittlerweile die ersten Vertreter von Team Alt auf der Couch und dem Teppich gemütlich gemacht. Martin Schulze spendiert ein Fässchen Bier und alle warten glückselig auf den Anpfiff der Bundesligapartie zwischen RB Leipzig und Schalke 04. Es klingelt an der Wohnungstür und kurze Zeit später betritt ein Überraschungsgast das Zimmer. Der Neubremer Max Zerm grüßt freundlich in die Runde. Die ist verwundert. Nicht darüber, dass Zerm bei winterlichen Temperaturen in einem Trägershirt erscheint und zuvor in dieser Aufmachung noch ein Softeis schleckernd und der anwesenden Damenwelt zulächelnd über die Brandenburger Straße geschlendert ist, wie er seinen ehemaligen Mitspielern verrät. Das ist die Mannschaft gewohnt. Nicht aber seinen armseligen Bizepsumfang, der gerade einmal noch schrullige 48 cm misst. 

18:19 Uhr

Im Wohnzimmer von Familie Morawe haben es sich mittlerweile die ersten Vertreter von Team Jung auf der Couch und dem Teppich gemütlich gemacht. Junior Urban spendiert eine Runde Capri-Sonne und alle warten glückselig auf die erste Runde „Fischeangeln". Das lustige Gesellschaftsspiel hat Jakob Morawe zum achten Geburtstag geschenkt bekommen und es erfreut sich bei ihm und seinen Freunden noch immer großer Beliebtheit.

18:32 Uhr

Im Schalker Strafraum legt Timo Werner eine wunderschöne Schwalbe hin. Meister Klitzke, Anhänger des Tabellenzweiten aus München, ist leicht verstimmt: „Dieser verdammte Ossi. So ein unehrliches Pack!" Den gegebenen Elfmeter versenkt der aus Stuttgart stammende Werner für Tabellenführer Leipzig sicher im Schalker Gehäuse.

18:52 Uhr

Bei Coco Berg meldet sich ein kleines Hüngerchen. Die Frage nach Kartoffelsalat und Bouletten verneint Klitzke mit einem unschuldigen Achselzucken. Der Freundin sei nicht wohl. Sie habe gestern und heute unverhofft über Kopf- und Gliederschmerzen geklagt. Auf Nachfrage erklärt er zur Verwunderung von Team Alt, dass sie sich aktuell auf dem Babelsberger Weihnachtsmarkt befände. Glühwein sei immer noch die beste Medizin.

20:34 Uhr

Das Fussballspiel ist bereits seit über zehn Minuten abgepfiffen. Jedoch muss das Fässchen Bier noch geleert werden. Robert Suchalla erzählt den interessierten Zuhörern von seiner Arbeit im Abenteuerpark am Einsteinturm. Als Oberaufseher im Kletterdschungel musste er neulich ein kleines Kätzchen retten, dass sich nicht mehr von der zehn Meter hohen Eiche traute. Den adipösen Zwölfjährigen aus Hellersdorf, der fünf Meter darüber weinend in seinem Klettergeschirr hing, muss er dabei irgendwie übersehen haben.

20:34 Uhr

Restaurantschiff „John Barnett". Marc Thiele nippt an einer Fanta light, Karten Thomas Buckow an einer Grünen Wiese (isotonisches Sportgetränk der NVA-Grenztruppen, Anm. d. Red.). Die Gesprächsthemen der beiden einzigen Gäste neigen sich nach 6 Minuten langsam dem Ende entgegen. Thiele lugt verstohlen auf seine Ruhla-Digitaluhr, die er sich 1989 vom Jungendweihegeld gekauft hatte und über deren Display seit Mai 95 ein breiter Riss verläuft, nachdem sein vermaledeiter Zwillingsbruder beim Training ein Zuspiel nicht präzise auf Brusthöhe platziert hatte.

20:56 Uhr

Team Alt entert geschlossen den Kahn. Thiele reckt den Daumen erleichtert nach oben. Meister Klitzke ordert eine große Portion Soljanka und das XXXL-Schnizel mit extra viel Bratkartoffeln, aber um Gottes Willen ohne Salat. Als die Bedienung kurze Zeit später den Teller mit dem Grünzeug vor ihm abstellt, reicht Klitzke diesen gönnerhaft an seine sportlich noch aktiven Mitstreiter weiter und wendet sich der ersten richtigen Mahlzeit am heutigen Tag zu.

21:05 Uhr

Team Jung erscheint geschlossen auf dem Schiff. Stefan Weihrauch strahlt. Irgendetwas außergewöhnliches muss geschehen sein. Und tatsächlich. Er konnte vierzehn der zwanzig Plastikfischchen mit dem an einem Stöckchen festgebundenen Magneten aus dem Becken angeln. Neuer Rekord.

00:35 Uhr

Die Feierlichkeiten auf der „John Barnett" neigen sich langsam dem Ende entgegen. Max Günther demonstriert seinen Mannschaftskollegen sein überragendes Spielverständnis. Erst mit einem Dekoholzschiff von der Fensterbank. Dann mit überdimensionalen Legobausteinen aus der Spieleecke. Und zuletzt mit einem Adventskranz, den er seinen begeisterten Mitspielern abwechseln aufs Haupt setzt und dabei glücklich vor sich hin grinst.

00.40 Uhr

Vor dem Schiff sitzt Max Günther grimmig auf einer Blumenrabatte und sucht in seinen Jackentaschen verzweifelt nach dem Ladekabel für sein Mobiltelefon, das er für den Fall des nun eingetretenen Akkuengpasses immer mit sich führt. Er beschuldigt pauschal alle seine Mitspieler des Diebstahls.

00.45 Uhr

Der harte Kern der Feierbiester steht in der Warteschlange zur Diskothek „Waschhaus". Während Käptn´ Gregor an der Kasse deutlich hörbar feststellt, dass sich der Eintrittpreis in den letzten zwanzig Jahren verfünffacht habe, scherzt der 19jährige Mannschaftskassenwart Hübler, man könne doch Günnis Ladekabel hier als Pfand hinterlegen.

00.48 Uhr

Polizeibeamter Glogner inspiziert die vier Tanzflächen. Nichts Außergewöhnliches. Alles wie immer. Nur die Gäste scheinen irgendwie von Jahr zu Jahr jünger zu werden. Er nippt professionell an einem Cuba Libre. Es wird der einzige in dieser Nacht bleiben. Schließlich ist er im Dienst.

02.36 Uhr

Julien Bäricke und Charlie Krause hüpfen zu den Klängen von „Herz an Herz" (Blümchen) und „How much is the fish" (Scooter) durch den Tanzsaal. Bäricke mit und Krause gegen den Takt. Dann anders herum. Zuvor haben sie zusammen mit den anderen Jungen lustigen grünen Saft aus kleinen Tablettenbechern geschlürft.

03.24 Uhr

Stefan G. beschließt, nun eine Polonäse durch die ganze Arena anzuführen. Dabei nippt er an seinem noch immer einzigen Cuba Libre. Die Eiswürfel halten sich seltsamer Weise heute besonders lange. Die Damenschar aus Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark schüttelt jedoch die Köpfe, als er sich ihre Hände von hinten auf die Schulter legt.

05.51 Uhr

An irgendeiner Bar tauscht jemand im Schatten einer Saaltür ein 1,50 m langes schwarz isoliertes Stück Kupferdraht mit Steckerende gegen einen weiteren Cuba Libre.

07.02 Uhr

In der WhatsApp-Gruppe der „Zwoten" wollen die Frühzubettgeher über den weiteren Verlauf des Abends informiert werden. Zunächst ohne Ergebnis.

11.30 Uhr

In der Küche von Familie Günther duftet es nach dem leckeren Gänsebraten, der am zweiten Adventssonntag auf den Tisch kommen wird. Im Kinderzimmer riecht es hingegen etwas strenger. Sohnemann Günni gibt im Schlaf merkwürdige Geräusche von sich und träumt von einer 30.000 mAh Powerbank, die er sich unbedingt vom Weihnachtsmann wünschen will.

14.10 Uhr

Martin Schulze wünscht allen einen Guten Morgen und erstattet pflichtbewusst den ausstehenden Sachstandsbericht. Er hatte nach dessen Schichtende vom Beamten Glogner die Aufsicht übernommen und bis zuletzt den Überblick behalten.

 

der VfL II mit: J. Bäricke, K.T. Buckow., R. Suchalla, P. Maschke, M. Günther, M. Zerm, M. Hübler, S. Weihrauch, J. Hesselmann, D. Böhm, M. Schulze, T. Krause, F. Morawe, J. Morawe, J. Pichotta, N. Klitzke, S. Glogner, F. Knuth, M. Thiele, U. Berg, P. Urban und G. Oppermann

G.O.

 

 

Geschrieben von Gregor OppermannVeröffentlicht in: News VfL2

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