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21
April
2016

Ein Kommen und Gehen bei der „Zwoten“ - Spielbericht zum letzten Heimspiel

Am vergangenen Samstag lud die Truppe um Checo Hanisch und Coco Berg zum letzten Heimspiel der Saison in die heimische Kirchsteigfeld-Arena ein. Doch es war nicht nur das letzte Heimspiel, sondern auch die Kulisse, um Spieler-Verabschiedungen im semi-feierlichen Rahmen zu gestalten, als auch neue Gesichter der „Zwoten“ der Heerschar an interessierten Zuschauern und lokalen Presse-Vertretern vorzustellen...

 

Am vergangenen Samstag lud die Truppe um Checo Hanisch und Coco Berg zum letzten Heimspiel der Saison in die heimische Kirchsteigfeld-Arena ein. Doch es war nicht nur das letzte Heimspiel, sondern auch die Kulisse, um Spieler-Verabschiedungen im semi-feierlichen Rahmen zu gestalten, als auch neue Gesichter der „Zwoten“ der Heerschar an interessierten Zuschauern und lokalen Presse-Vertretern vorzustellen. Die neuen Recken bei der „Zwoten“ heißen Philipp und Philipp – der eine Obst, der andere Freitag. Den Erzählungen nach, saßen Philipp und Philipp Ende Januar diesen Jahres bei einer Fanta vor dem Fernseher auf der Couch und zappten durchs TV-Programm: Gute Zeiten schlechte Zeiten, Bauer sucht Frau, die Autohändler, ein Spiel vom FC Bayern München – alles Mist, den doch keiner sehen will. Doch dann landeten Sie mit einmal beim Finale der Handball EM in Polen – Deutschland gegen Spanien – Zwischenstand 13:7 – das sah gut aus für die deutsche Mannschaft. Besäuselt vom EM-Erfolg erinnerten sich die Philipps an ihre Jugend zurück (beide waren schon als Handballer beim VFL aktiv) und dachten sich, damit fangen wir wieder an – scheint ja nicht das große Ding zu sein, wie gerade im Fernsehen zu sehen war. Und wo landet man, wenn man ein talentierter Handballer ist, der in Potsdam wieder aktiv angreifen möchte? Richtig - zuerst am Telefon von Checo Hanisch und ehe man sich versieht, hat man auch schon den Einstandskasten zum Training der „Zwoten“ mitgebracht. Jeder wird ja hier auch nicht aufgenommen.

Doch neben den zwei neuen Gesichtern, verabschiedete sich zum letzten Heimspiel ein ganz Großer, ähm also mittelgroßer Spieler, aber mit großer sportlicher Vergangenheit in Potsdam: Holger Bunk! Seit 1990 ununterbrochen im Verein, also so eine Art Trümmerfrau des Potsdamer Handballsports, macht er nun vorläufig Schluss. Es zieht ihn und seine Familie in die Alpenrepublik Schweiz, um sich dort beruflich einer neuen Herausforderung zu stellen. Doch der Bunk´sche Tross hat vor wiederzukommen – vielleicht gibt es ja tatsächlich in wenigen Jahren ein Comeback. Bis dahin kann er sich ja in der 2. Schweizer Handball-Bundesliga etwas fithalten – diese dürfte wahrscheinlich so ungefähr dem Leistungsstand der Brandenburger Verbandsliga entsprechen und die Auswärtsfahrten sind ganz im Sinne der Familie auch kürzer.

Ja und gespielt wurde ja auch noch! Zu Gast war der akut abstiegsbedrohte SV Blau-Weiß Perleberg. Ein Sieg war eigentlich Pflicht für die Gäste, um den Abstieg noch aus eigener Kraft verhindern zu können. Für die „Zwote“ ging es an sich nur noch darum, den 4. Platz in Reichweite zu halten, den man sich zum Saisonfinale gerne noch holen möchte. Die Partie startete für die Potsdamer sehr ordentlich. Flinke Kombinationen, schnelles Umschaltspiel, Tempo,… Wer die „Zwote“ etwas kennt, wird irritiert sein – das sind normalerweise nicht gerade die typischen Attribute mit denen man die Truppe verbindet. Doch ein Blick auf das Spielerprotokoll gibt evtl. Aufschlüsse. Von 14 hatten nur 5 Spieler ein Baujahr kleiner 1990 – wer das genau ist, wird hier natürlich nicht verraten, sondern es kann gern gerätselt werden. Ein Tipp: Holger, der in genau jenem Jahr seine Karriere begann, wird wohl wahrscheinlich dabei sein.
Ein Teil der älteren Garde saß (verletzt, keine Lust oder körperlich nicht in der Lage) auf der „Tribüne“ und jodelte bei Sportgetränken jedem fast oder sogar tatsächlich gelungenem Angriff munter durch die Halle. 16:11 Vorsprung zur Halbzeit sollte ein ordentliches Polster für die 2. Runde bedeuten. Doch es wurde nochmal spannend. Checo Hanisch, der sich eigentlich wie jedes Jahr mit seinen D-Junioren den Kreisliga-Pokal geschnappt hatte, kam mit genau diesem, freudestrahlend und euphorisch zur 40. Minute in die Halle stolziert. Nur noch ein 2-Punkte-Vorsprung stand auf der Anzeigetafel. Nachdem er noch gern die anerkennenden Blicke der Zuschauer genoss, begab er sich umgehend auf die Trainerbank – Coco Berg hatte den Platz extra warm gesessen und freigehalten. Kurze Auszeit, verbaler Tritt in den Allerwertesten und weiter sollte es gehen. Und das Ganze wurde im Verlauf dann ziemlich überzeugend. Am Ende gewann die „Zwote“ ihr letztes Heimspiel klar mit 30:23. Der alte Hase Holger hat es nochmal allen gezeigt und die beiden Philipps haben es tatsächlich von der Couch wieder auf die Handballplatte geschafft.

Die Mannschaft bedankt sich noch für die anschließende Verpflegung, die von Holger in Form eines Wildschweins kredenzt wurde. Sicherlich ärgerte er sich immer noch über die völlig demolierte Stoßstange seines dezenten Audi A6 Avant Quattro S-Line Sport Irgendwas – was lief die Sau da auch morgens über die Straße – aber der Blick in die zufriedenen Gesichter seiner künftigen Ex-Mitspieler versöhnte ihn dann doch.

Die Zwote mit: Julien und 7m-Killer Kathombu im Tor, Gregor, Junior, Holger B., Björn, Hübi, Janek, Malte, Jacob Morawe, André, Philipp und Philipp.

(flo)

Geschrieben von Jens PichottaVeröffentlicht in: News VfL2

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