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15
Februar
2013

"Der Regisseur", oder Vorausschau: Die "Zwote formerly known as Die Dritte" vs. HSG Teltow/ Ruhlsdorf

Die Wiesen im Babelsberger Park sind schneebedeckt an diesem Freitagnachmittag. Ein milder Wind weht von der Glienicker Brücke herüber in Richtung des kleinen Cafés. Auf dem Biedermeier Sofa an dem runden Tisch mit Blick auf die Havel sitzt J. P. (Name nicht geändert). P. hat einen Kaffee bestellt, schwarz ohne Zucker. Das ist sein Ding. Nicht dieser neumodische Firlefanz, den es jetzt an jeder Ecke gibt. Americano Macchiato, Latte Lungo mit Groovy Irish Cream Flavour und Schaumtopping aus laktosefreier Biomilch...

Die Wiesen im Babelsberger Park sind schneebedeckt an diesem Freitagnachmittag. Ein milder Wind weht von der Glienicker Brücke herüber in Richtung des kleinen Cafés. Auf dem Biedermeier Sofa an dem runden Tisch mit Blick auf die Havel sitzt J. P. (Name nicht geändert). P. hat einen Kaffee bestellt, schwarz ohne Zucker. Das ist sein Ding. Nicht dieser neumodische Firlefanz, den es jetzt an jeder Ecke gibt. Americano Macchiato, Latte Lungo mit Groovy Irish Cream Flavour und Schaumtopping aus laktosefreier Biomilch.

P. ist ein Mann mit Prinzipien, ein harter Typ. Muss er auch. Er ist der Käpt´n, der Anführer. Worte, die er gerne hört. Am liebsten von seinen Mitspielern. P. ist Handballer, gibt auf der Platte den Regisseur. Den, auf den alle hören, der sagt wo´s lang geht. So wie im wahren Leben. Da ist er Polizist. Er regelt nicht den Verkehr, beschiesst keine Castorgegner mit Wasserwerfern. Er hat andere Aufgaben. Solche, bei denen er seine Führungsqualitäten unter Beweis stellen kann. Aufgaben, die auch die internationale Sicherheit betreffen. Bei Geiselnahmen deutscher Schiffe durch somalische Piraten etwa. Mehr will er, darf er nicht verraten. Disziplin und Selbstbeherrschung sind für ihn eiserne Grundsätze. Auch beim Handball. Lamentieren und Schauspielern sind seine Sache nicht. Im Gegenteil. Er verachtet Weicheier. Würde sich nie über die Leistung der Schiedsrichter beschweren oder über Fouls seiner Gegenspieler.

Nach einem deklassierenden Auswärtssieg in der brandenburgischen Provinz hat er für die Heimmannschaft warme Worte, solche die aufmuntern. Er sagt Sätze wie: „Kopf hoch Ihr Ossis, das Leben geht weiter!" Ein Sportsmann eben.

Morgen ist er wieder in seinem Element. Dann spielt seine Mannschaft in Teltow. Genauer: in Stahnsdorf gegen Teltow. Da fühlt er sich fast zuhause. Er wohnt in der Teltower Vorstadt, in Potsdam. Einem alten Arbeiterviertel. Rustikal und Ehrlich. So wie P. Dann muss er gegen alte Mitstreiter ran, Kollegen aus früheren Zeiten. Als Nirvana in den Charts stand und Heribert Faßbender die Sportschau moderierte. Für P. kein Problem. Für Sentimentalitäten ist kein Raum. Er hat eine besondere Art, sich auf das Derby vorzubereiten. Zum Mittag gibt es Teltower Rübchen. Eine Spezialität. Die werden weichgekocht und dann verputzt. Abends wird er wieder den Ton angeben. Seine Mannschaft zum Sieg führen. Hoffentlich.

Vorher wird P. noch einen Kaffee trinken, so wie immer, schwarz, ohne Zucker.

(G.O.)

Geschrieben von Jens PichottaVeröffentlicht in: News VfL2

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