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13
Januar
2014

Das Sprungwunder von der Havel

Er ist der Mann mit den Sprungfedern unter den Handballschuhen. Wenn Robert „Sotomayor" Suchalla abhebt, um den Ball in Sphären anzunehmen, wo die Luft bereits dünner wird und welche die meisten seiner Mitspieler nur vom Sprungturm in der Schwimmhalle kennen, zieht die Deckenbeleuchtung sämtlicher Brandenburger Sporthallen regelmäßig die Birne ein...

Er ist der Mann mit den Sprungfedern unter den Handballschuhen. Wenn Robert „Sotomayor" Suchalla abhebt, um den Ball in Sphären anzunehmen, wo die Luft bereits dünner wird und welche die meisten seiner Mitspieler nur vom Sprungturm in der Schwimmhalle kennen, zieht die Deckenbeleuchtung sämtlicher Brandenburger Sporthallen regelmäßig die Birne ein. Von den Zuschauerrängen ist dann ein deutliches Raunen zu vernehmen. So auch wieder am vergangenen Samstag, als dem ehemaligen Landesmeister im Hochsprung in der Begegnung mit dem SV Motor Hennigsdorf das Kunststück gelang, sieben der ersten acht Treffer seiner Mannschaft zu erzielen. Darunter auch eines der in Verbandsligakreisen äußerst seltenen, weil so schwierig umzusetzenden, Kempatrick-Tore. Der Flügelflitzer mit dem Reinhold-Messner-Look hatte wesentlichen Anteil daran, dass „Die Zwote" ihren Kontrahenten aus dem Oberhavelland bereits in der ersten Hälfte der für sie richtungsweisenden Partie entscheidend enteilen konnte. Etliche Bälle wurden in der Abwehr abgefangen, um dann den wieselflinken Linksaußen auf die Reise zu schicken, dessen auch mit ganzer Sprungkraft ausgestatteten Haare im von ihm entfachten Wind des Tempogegenstoßes flattern. Das schnelle Umschaltspiel der Hausherren in Halbzeit Eins war dann auch der springende Punkt für die großzügige Pausenführung (21:9).

Außerhalb des Handballfeldes ist der smarte Schwiegermuttertyp Suchalla jedoch alles andere als sprunghaft oder abgehoben, eher bodenständig. Wohlbehütet aufgewachsen im Wintersportkurort Bad Freienwalde, nahm ihn sein Vater schon früh mit zu den Sprungschanzen „Am Papengrund", dem nördlichsten Skisprungzentrum Deutschlands. Das muss nachhaltigen Eindruck auf den Blondschopf hinterlassen haben, der sich bis dahin bei Kästchenhüpfen und Gummihopse seine sportlichen Meriten verdiente. Nachdem er bei seinem Heimatverein SV Jahn gelernt hatte, die unmenschlichen Kräfte in seinen Waden zu kanalisieren und auch seine jetzigen Mitspieler bei den früheren Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften zu ärgern wusste, wagte er studienbedingt vor einigen Jahren den Absprung in die Landeshauptstadt. Der Mann, dessen sportliches Vorbild Christian Sprenger ist, der am liebsten zu „Jump around" von „House of Pain" abtanzt und der bei seiner Lieblingsserie „Die Simpsons – Neues aus Springfield" vor der Glotze entspannt, steuerte nach dem Seitenwechsel noch weitere zwei Treffer zu einem nie gefährdeten 38:25 Erfolg bei.

„Die Zwote" schaffte damit den Sprung auf Platz 7 der etwas verspäteten Herbstmeisterschaft und darf nach 6:0 Punkten in Serie wieder etwas entspannter in die Zukunft blicken.

Der VfL II mit: Charlie und Julien im Tor, Robert, Max G., Max Z., Jan, Jens, Junior, Flo, Stefan, Holger B., Matze und Gregor

 (Gregor Oppermann)

 

Geschrieben von Jens PichottaVeröffentlicht in: News VfL2

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