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04
Dezember
2014

Das Jahresabschlussinterview mit dem Trainerduo des VfL Potsdam II

- Vorausschau: VfL Potsdam II vs. Blau-Weiß Perleberg -

Potsdam am 1.Advent. Der bunte Lichterglanz verleiht dem Luisenplatz in der Stadtmitte eine vorweihnachtliche Feststimmung. Überall sieht man aufgeregte und glückliche Gesichter. Auf der Kunsteisfläche am Rande des Weihnachtsmarktes dreht eine Vielzahl von Wintersportbegeisterten seine Runden. Zwei besonders graziös dahingleitende Kufenkünstler fallen dem Betrachter sogleich ins Auge. Das Alter, vielleicht Mitte bis Ende 40 scheint auf die Eleganz ihrer Bewegung keinen Einfluss zu haben. Der eine, vielleicht eine Spur korpulentere, erinnert in seiner kunstvollen Fahrweise an den erfolgreichsten Olympioniken des Eiskunstlaufs, an die schwedische Sportlegende Gillis Grafström. Grafström verbrachte die letzten Jahre seines Lebens in Potsdam, trainierte u.a. auf dem zugefrorenen Bornstedter See. Es scheint eine Seelenverwandtschaft zwischen beiden zu bestehen. Der andere, etwas jüngere Fahrer springt ebenso schöne Pirouetten wie der "Mozart" des Eiskunstlaufes, Jewgeni Wiktorowitsch Pljuschtschenko. Mühelos zaubert er gerade die Vierfach-Toeloop-Dreifach-Toeloop-Rittburger-Kombination (4-3-2), bekanntlich eine Erfindung des russischen Olympiasiegers, dahin. Der Sportreporter, der eigentlich das Trainerduo der 2.Mannschaft des VfL Potsdam, Checo (Chefcoach) Hanisch und Coco (Co-Coach) Berg interviewen möchte ist geneigt, spontan eine glatte "6" auf sein Bratwurstpäppchen zu zeichnen. Oder wenigstens einen Strauß Blumen auf das Eis zu werfen. In seiner Hand befindet sich jedoch leider nur ein angebissener Weihnachtsbratapfel...

- Vorausschau: VfL Potsdam II vs. Blau-Weiß Perleberg -

Potsdam am 1.Advent. Der bunte Lichterglanz verleiht dem Luisenplatz in der Stadtmitte eine vorweihnachtliche Feststimmung. Überall sieht man aufgeregte und glückliche Gesichter. Auf der Kunsteisfläche am Rande des Weihnachtsmarktes dreht eine Vielzahl von Wintersportbegeisterten seine Runden. Zwei besonders graziös dahingleitende Kufenkünstler fallen dem Betrachter sogleich ins Auge. Das Alter, vielleicht Mitte bis Ende 40 scheint auf die Eleganz ihrer Bewegung keinen Einfluss zu haben. Der eine, vielleicht eine Spur korpulentere, erinnert in seiner kunstvollen Fahrweise an den erfolgreichsten Olympioniken des Eiskunstlaufs, an die schwedische Sportlegende Gillis Grafström. Grafström verbrachte die letzten Jahre seines Lebens in Potsdam, trainierte u.a. auf dem zugefrorenen Bornstedter See. Es scheint eine Seelenverwandtschaft zwischen beiden zu bestehen. Der andere, etwas jüngere Fahrer springt ebenso schöne Pirouetten wie der "Mozart" des Eiskunstlaufes, Jewgeni Wiktorowitsch Pljuschtschenko. Mühelos zaubert er gerade die Vierfach-Toeloop-Dreifach-Toeloop-Rittburger-Kombination (4-3-2), bekanntlich eine Erfindung des russischen Olympiasiegers, dahin. Der Sportreporter, der eigentlich das Trainerduo der 2.Mannschaft des VfL Potsdam, Checo (Chefcoach) Hanisch und Coco (Co-Coach) Berg interviewen möchte ist geneigt, spontan eine glatte "6" auf sein Bratwurstpäppchen zu zeichnen. Oder wenigstens einen Strauß Blumen auf das Eis zu werfen. In seiner Hand befindet sich jedoch leider nur ein angebissener Weihnachtsbratapfel.

Checo Hanisch und Coco Berg interessiert indes das Geschehen auf dem Eis nur am Rande. Sie stehen zwar ebenfalls unmittelbar neben der Eisfläche, haben aber ihre Blicke lieber der drallen Wurstfachverkäuferin zugewandt, die gerade die Spezialitäten ihres Imbisses, Riesen-Knacker, neben einer nicht zu kleinen Portionen Grünkohl platziert. Anschließend zeigen Checo und Coco den Umstehenden eine Kostprobe ihres Verständnisses von Kunst. Mit der Senfflasche verzieht Coco seine Knacker mit einem scheinbar dem Dadaismus angelehnten Kunstwerk. Checo Hanisch begnügt sich mit einem Nachbau des Braunkohlebergs vom Tagebau Jänschwalde-Ost…

Zeitung: Sehr geehrte Herr Hanisch, der VfL Potsdam II ist derzeit mit Platz 3 so gut wie noch nie in der Verbandsliga platziert. Das erste Mal seit vielen Jahren befindet sich die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht im Abstiegskampf der Liga, ist seit über einem Jahr in Heimspielen ungeschlagen. Dazu wird der "Zwoten formerly known as Die Dritte" nachgesagt, einen deutlich attraktiveren Handball als zu früheren Zeiten zu spielen. Führen Sie die Erfolge allein auf ihre Trainingsarbeit zurück?

Checo: Ja nur an der Einbindung von Spieler wie Marc Thiele, Max Zerm, Philip Urban und Max Günther kann es ja wohl kaum gelegen haben. Die sind vielleicht die Tropfen, die das Fass zum Überlaufen brachten, aber, um Bild zu bleiben, der Rest, also bei jeder Trainingseinheit eine Flasche, oder auch zwei, in das Fass hineinzuschütten, das hat Checo ganz allein gemacht!

Zeitung: Allein? Man hört, dass neuerdings wesentliche Trainingsinhalte von Coco Berg gestaltet werden…

Checo: Junger Mann, einer der wichtigsten Führungsgrundsätze, den ich 1987 an der Offiziershochschule der Grenztruppen in Zittau gelernt habe, ist die Delegation von Verantwortung nach unten. Coco macht jetzt vielleicht diese neumodischen Übungen, versucht die eine oder andere Idee einzubringen. Die wesentlichen Grundpfeiler unseres Erfolges aber beruhen nach wie vor auf meiner Trainingsmethodik, die meine Idee vom Fußballspiel verwirklicht.

Zeitung: Sie meinen Handball…

Checo: Nein Fußball.

Zeitung: Achso. Ähm, Herr Hanisch, sie lehnten bekanntlich im Sommer das Angebot ab, neuer Handballbundestrainer zu werden. Nun mal ehrlich, hatten Sie Ihre Finger im Spiel, als mit Alexander Haase jüngst ausgerechnet ein Potsdamer Co-Trainer der Nationalmannschaft wurde?

Checo: Ach, der Alex ist jetzt Co-Trainer?

Zeitung: Herr Hanisch, bitte bleiben Sie bei der Wahrheit!

Checo: Na gut, sie haben Recht. Die Mannschaft, der DHB, ach, der ganze deutsche Handballsport soll ja die Gelegenheit haben, von meinen Ideen zu profitieren. Da ich aber während der Weltmeisterschaft statt auf der Bank gegen Spanien, sagen wir mal, in Hennigsdorf beim Auswärtsspiel sitze, habe ich den Alex jetzt da installiert. Und wenn´s mal wieder nicht läuft, dann meldet der sich bei mir und ich antworte ihm kurz per SMS. Oder per Sprachnachricht bei Wots Äpp, hehe, eine Spezialität von mir. Dann teile ich z.B. mit, die sollen jetzt mal ein Tor werfen oder in der Abwehr richtig zufassen. Oder irgendeine andere von meinen Weisheiten. Das nennt man eine Chin-Chin Situation.

Zeitung: Oder vielleicht Win-Win?

Checo: Wie auch immer. Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Apropos hinten rauskommt. Ich glaube mein Würstchen wird kalt.

Zeitung: Achso, verstanden, Herr Berg, wie haben sie die Mannschaft auf den nächsten Höhepunkt am kommenden Samstag vorbereitet?

Coco: Schön ausgeschlafen zu sein ist natürlich ein Riesenvorteil. Dazu sollte man die neuesten Tanzbewegungen parat haben. Ich persönlich frage dann immer unseren Spezialisten in derartigen Angelegenheiten, Nils Klitzke. Als Grundlage empfiehlt sich außerdem die Einnahme eines Glases voller Rollmöpse oder ein paar Frikadellen. Ach so, und den Dispokredit bei der Stadtsparkasse sollte man auch nicht überzogen haben.

Zeitung: Herr Berg, wir meinen nicht die Weihnachtsfeier des VfL Potsdam II sondern das Spiel zuvor gegen Perleberg.

Coco: Äh, ja das gewinnen wir hoffentlich. Ich habe die Mannschaft in dieser Woche auch gezielt darauf vorbereitet. Mittwoch fiel zwar das Training aus, aber am Montag wurde ordentlich rangeklotzt. Jedenfalls hatte ich Checo diesbezüglich genauestens instruiert.

Zeitung: Aha? Stimmt das denn? Nach unseren Recherchen hat die Mannschaft lieber ein Juxturnier in Fuß-, Basket und Minihandball ausgespielt, bei dem es mannschaftsinternen Gerüchten zufolge einzig darum ging, Polizeimeisteranwärter Julien Bäricke im Team JUNG zu demütigen?

Coco: Checo?

Checo (kauend, die halbe Knacker im Mund): Kannff nichtff redenfff.

Zeitung: Egal, Herr Berg und Herr Hanisch, wir wünschen Ihnen für das kommende Wochenende in allen Belangen viel Erfolg!

Checo (jetzt plötzlich ganz schnell runterschluckend): Junger Mann, Sie wollen uns ja wohl nicht nach der Vorspeise stehen lassen…

Coco: Hast wohl gedacht, Du kommst so davon oder? (Coco schlägt dem Reporter, der gerade bei der Wurstfachverkäuferin eine weitere Runde bestellt hat, herzhaft auf die Schulter. Dem Reporter fällt ein angebissener Bratapfel aus der Hand. Der Apfel kullert auf die benachbarte Eiskunstlauffläche. Ein Schlittschuhläufer, er hat gewisse Ähnlichkeiten mit der russischen Eislauflegende Jewgeni Wiktorowitsch Pljuschtschenko, stolpert über den Bratapfel, stürzt und bleibt benommen liegen. Checo und Coco lachen herzhaft und reißen einige, wie sie finden, gut getimte Witze auf Kosten des Verunfallten. Da die Folgen des Sturzes nun doch schlimmer sind, als es zunächst aussah, werden die Anwesenden gebeten, schnellstmöglich den Rettungsdienst herbeizurufen. Ein Fall für Coco. Er zückt blitzschnell sein Mobilfunktelefon und berichtet der 2.Mannschaft des VfL Potsdam per internetbasierten, plattformübergreifenden Instant-Messaging-Dienst brandaktuell in Wort und Bild über das aktuelle Geschehen…)

Anpfiff der Verbandsligapartie VfL Potsdam - Blau-Weiß Perleberg ist im Übrigen Samstag, 06.12.2014, 14:30 Uhr in der Potsdamer Schulsporthalle Kirchsteigfeld.

(jepi)

Geschrieben von Jens PichottaVeröffentlicht in: News VfL2

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