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13
November
2014

“Blues statt Rock ´n´ Roll”

Samstagabend. Kurz nach 20 Uhr. Sporthalle Wusterwitz.

André K. verreibt eine haselnussgroße Portion Gel in seinen Handflächen. Mit wenigen, geübten Griffen formt der Frauenschwarm der „Zwoten“ seinen dunklen Schopf zu einer prächtigen Tolle...

Samstagabend. Kurz nach 20 Uhr. Sporthalle Wusterwitz.

André K. verreibt eine haselnussgroße Portion Gel in seinen Handflächen. Mit wenigen, geübten Griffen formt der Frauenschwarm der „Zwoten“ seinen dunklen Schopf zu einer prächtigen Tolle. Noch ein kurzer Blick in den Spiegel: Perfekt. Das Kurzarmshirt spannt über den Oberarmen und gibt den Blick auf das kleine Kunstwerk, das seine Haut an dieser Stelle ziert, frei. Kein psychodelischer Ringelpietz, wie ihn sich diese Hippieweiber der neuen Generation in den Neunzigern massenweise auf den Steiß stechen ließen. Und schon gar keine chinesischen Schriftzeichen. Da erlauben sich die Tätowierer nicht selten einen Spaß, wenn man den Berichten in der Presse Glauben schenkt. Statt „Gott ist Liebe“ kann da schon mal „Hühner-Nudelsuppe“, statt „Feuer, Kraft und Glaube“ „Bernd ist ein Arsch“ verewigt worden sein. Wer will das schon nachprüfen. Nein. Sein Bild steht für den guten alten Rock ´n´ Roll. So wie sein Vorbild.

Doch während „Rockabilly Rolf“, der im wahren Leben Rolf Peter Kasupke heißt, heute bei der Stadtverwaltung Anwohnerparkausweise verlängert, ist K. Freigeist geblieben. Völliger Ausdruck seiner Individualität. Seit jenem denkwürdigen Moment vor siebzehn Jahren, in dem Tanzschuppen in der Zone.

 

Seiner Mannschaft ist nach dem Spiel allerdings nicht zum Rocken zumute. In der Kabine vernimmt man eher leisere Töne. Wusterwitz ist für „Die Zwote“ ein hartes Pflaster. Schon wieder verloren. Schon wieder deutlich: 21:27. Dabei sah es in der ersten Hälfte eigentlich ganz gut aus in Sachen Auswärtssieg. Zugegeben, wirklich tempo- oder einfallsreich war es nicht, was die Truppe von Coco Berg da im Angriff veranstaltete. Aber es reichte zu einer 14:13 Halbzeitführung.

Dann erwiesen sich die Hausherren aber einfach als cleverer. Mit der offensiven Deckung gegen Spielgestalter Jan wussten die Potsdamer an diesem Tag nicht umzugehen. Dazu wurde die Abwehr von der linken Angriffsseite der Wusterwitzer teilweise schwindelig gespielt. Insbesondere Torsten Pfeil, Jahrgang 72, machte auf Außen und im Rückraum was er wollte und schenkte der Zwoten 11 Buden ein. Als man beim Stand von 17:19 noch einmal auf Tuchfühlung war, sorgte eine – völlig berechtigte – doppelte Unterzahl für die Entscheidung.

Mund abputzen und weiter. So hat es Reiner Calmund nach Niederlagen immer formuliert. So wird es auch die „Zwote“ halten. Was das bedeutet, konnte man beim Montagstraining schon erahnen.

In diesem Sinne: Rock ´n´Roll!

 

„Die Zwote“ mit: Julien und Karsten im Tor, André, Robert, Max G., Jan, Marc, Junior, Daniel, Christoph, Flo, Holger und Gregor

 

 

G.O.

 

Geschrieben von Gregor OppermannVeröffentlicht in: News VfL2

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