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11
November
2013

Blitz-K.O. in Rathenow

SG Westhavelland vs VfL Potsdam II 28:25

Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov hätten am vergangenen Samstag ihre wahre Freude gehabt, wären die beiden deutschen Tischtennisgrößen auf einen Schwenk in die Havellandhalle zu Rathenow eingekehrt. Jedenfalls im Ferienlager und auf dem Pausenhof wird die Kelle beim Stand von 0:7 resigniert auf die Platte gelegt, wenn es heisst: Blitz-K.O.! Hätten die Potsdamer Spieler in der 17. Minute der Begegnung mit der SG Westhavelland folgerichtig das Spielgerät auf dem Hallenboden platziert und den Gang zur Dusche angetreten, wäre nicht nur ihnen jedoch ein durchaus noch spannender Handballnachmittag entgangen...

SG Westhavelland vs VfL Potsdam II 28:25

Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov hätten am vergangenen Samstag ihre wahre Freude gehabt, wären die beiden deutschen Tischtennisgrößen auf einen Schwenk in die Havellandhalle zu Rathenow eingekehrt. Jedenfalls im Ferienlager und auf dem Pausenhof wird die Kelle beim Stand von 0:7 resigniert auf die Platte gelegt, wenn es heisst: Blitz-K.O.! Hätten die Potsdamer Spieler in der 17. Minute der Begegnung mit der SG Westhavelland folgerichtig das Spielgerät auf dem Hallenboden platziert und den Gang zur Dusche angetreten, wäre nicht nur ihnen jedoch ein durchaus noch spannender Handballnachmittag entgangen.

Von vorne. Die Vorzeichen standen gar nicht schlecht vor der Begegnung mit dem Absteiger aus der Brandenburgliga. Für ein Auswärtsspiel hatten sich beim Abschlusstraining sage und schreibe rekordverdächtige fünfzehn Spieler angekündigt und elf kamen sogar zum vereinbarten Treffpunkt. Nach den hohen Niederlagen in den vergangenen drei Spielen war man fest gewillt, beim Tabellennachbarn etwas Zählbares mitzunehmen. Dieser Wille schien aber ins Wanken zu geraten, als die Anzeigetafel nach eben diesen 17 Minuten ein 8:0 für die Gastgeber verkündete, die unter den Augen einiger Milower Handballaltmeister wie Matthias Haase oder der Riedelbrüder einen Traumstart erwischten. Ohne Druck und den nötigen Zug zum Tor wurde im Angriff reihenweise der Ball aus der Hand gegeben, was sich in anbetracht der zum Anpfiff gefühlt zentimeterdicken Klisterschicht gar nicht so leicht gestaltete. Hätte Julien Bäricke im Kasten in Halbzeit eins mit seinen Paraden nicht den ein oder anderen Glanzpunkt gesetzt, wäre das Debakel wohl noch größer als ohnehin schon ausgefallen. Erst mit der Einwechslung des, nennen wir es, unbekümmert aufspielenden Daniel Böhm kam auch vorn etwas Zählbares zustande. Mit der Arglosigkeit eines frisch geworfenen Lämmleins und der ihm offensichtlich gegebenen Unfähigkeit, Schmerzen zu verspüren, brach er, einer mittelalterlichen Ramme gleich, immer wieder in den Verbund der gegnerischen Abwehr ein, wodurch sich sowohl dort, als auch an seinem so geschundenen Körper, die ein oder andere Lücke auftat. Beim Stand von 6:17 aus Potsdamer Sicht ging es zum Köpfewaschen in die Kabine. Diese Aufgabe übernahm diesmal Coco Berg in Eigenregie, da Checo Hanisch in seiner Funktion als Jugendtrainer anderweitig im Einsatz war.

Und der alte Schleifer hatte anscheinend die richtigen Worte gefunden. Denn plötzlich war das Spiel der Potsdamer nicht wieder zu erkennen. Hinten hielt jetzt Charlie Krause, der seinem Kollegen in nichts nach stand, was zu Halten war. Schließlich hatte Torwächter-Legende und Berufsjugendlicher Karsten Thomas Bukow, besser bekannt als „Kathombu", nach einer mentalen Auszeit angedroht, für den Notfall wieder voll angreifen zu wollen. Im Angriff gelangten endlich die Spielzüge auch bis zum Abschluss, selbst die Kempa-Connection Suchalla/Thiele stach jetzt das ein oder andere Mal. So kämpfte sich die „Die Zwote formerly known as Die Dritte" zwölf Minuten vor dem Ende bis auf zwei Tore heran (22:24). Nun entwickelte sich tatsächlich eine anfangs nicht mehr für möglich gehaltene Dramatik, bei der sich die Potsdamer nach Zwischenständen von 24:26 oder 25:27 mit zwei verworfenen Siebenmetern und einigen weiteren nicht genutzten Großchancen selbst um den Lohn ihrer grandiosen Aufholjagd brachten. Anstatt in Gegners Halle ein Freudentänzchen aufzuführen, mussten sich nach dem Abpfiff den Havelländern gratulieren und Matze Barthels scherzte in seiner unnachahmlichen Art und Weise mit den alten Weggefährten aus Premnitzer Jugendtagen.

Es bleibt die Erkenntnis, das Vieles in dieser Saison Einstellungssache ist und sich nicht nur auf das fortgeschrittene Durchschnittsalter der Mannschaft schieben lässt. Mit nunmehr 2:8 Punkten steht man nun mit dem Rücken zur Wand und muss im nächsten Spiel gegen Werneuchen unbedingt punkten, um nicht vollends den Anschluss zum Mittelfeld der Liga zu verpassen. Vielleicht lässt sich einem ständigen Trainingsgast aus den Reihen des nächsten Gegners unter der Woche etwas Wertvolles entlocken, um am kommenden Sonntag nicht wieder mit leeren Händen da zu stehen.

VfL Potsdam II: Charlie und Julien im Tor, Robert, Jan, Daniel, Robsen, Jens, Holger B., Flo, Matze und Gregor

G.O.

 

Geschrieben von Jens PichottaVeröffentlicht in: News VfL2

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