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08
April
2014

Applaus, Applaus für Charlie Brown

Verbandsliga Nord: Grünheider SV II vs. VfL Potsdam II 24:27 Die Löcknitz plätscherte in den frühen Abendstunden des vergangenen Samstages dahin wie immer. Die Sonne warf ihr zu dieser Jahreszeit schon beträchtlich wärmendes Licht unschuldig über die Baumwipfel des angrenzenden Wäldchens. Dazu ertönte der einsame Ruf eines Kuckucks. Nichts deutete darauf hin, dass in der nahe gelegenen Sporthalle, dem Domizil der Handballer des Grünheider SV, etwas Besonders geschehen sein könnte. War es für die ganz überwiegende Mehrheit der Menschheit auch nicht. Für die zweite Vertretung des VfL Potsdam, die vor der Halle für ein Erinnerungsfoto Aufstellung bezogen hatte, fühlte sich der erste Sieg in der Löcknitzhalle seit dem Aufstieg in die Verbandsliga im Jahr 2009 jedoch wie der ganz große Schritt an...

Die Löcknitz plätscherte in den frühen Abendstunden des vergangenen Samstages dahin wie immer. Die Sonne warf ihr zu dieser Jahreszeit schon beträchtlich wärmendes Licht unschuldig über die Baumwipfel des angrenzenden Wäldchens. Dazu ertönte der einsame Ruf eines Kuckucks. Nichts deutete darauf hin, dass in der nahe gelegenen Sporthalle, dem Domizil der Handballer des Grünheider SV, etwas Besonders geschehen sein könnte. War es für die ganz überwiegende Mehrheit der Menschheit auch nicht. Für die zweite Vertretung des VfL Potsdam, die vor der Halle für ein Erinnerungsfoto Aufstellung bezogen hatte, fühlte sich der erste Sieg in der Löcknitzhalle seit dem Aufstieg in die Verbandsliga im Jahr 2009 jedoch wie der ganz große Schritt an.

Entscheidenden Anteil an diesem Erfolg hatte einer der Jungspunde der Mannschaft. Tim Krause kann froh sein, dass irgendjemand auf die Idee kam, ihm den Spitznamen „Charlie“ zu verpassen. Die Assoziationen, die einem bei den Sheens, Chaplins und Browns dieser Welt einfallen, sind für den immer gut gelaunten Kassenwart der Zwoten bestimmt eher auszuhalten, als verhohnepiepelnde Verweise auf seine eigentlichen Namensvetter Mälzer oder Wiese. Immerhin ist letzterer auch Torhüter, wenn auch auf anderem Terrain und aktuell im zwangsverordneten Vorruhestand.

Die Ruhe weg hatte der Schlussmann der Männer aus dem Kirchsteigfeld - der schönsten Handballheimat westlich von Bad Freienwalde - während des gesamten Spiels. Bereits in der Anfangsphase ließ der unbekümmerte Mädchenschwarm, der stets in Begleitung mindestens zwei reizender junger Damen erscheint, sein Können aufblitzen, so dass seine Vorderleute schnell enteilen konnten. Mit dem Killerinstinkt eines Charles Bronson in „Ein Mann sieht rot“ entschärfte er reihenweise die Würfe der Heimmannschaft, vorn versenkten Max, Jan und Robert spielend die Murmel im gegnerischen Kasten. So wies die Anzeigetafel in Minute siebzehn der jederzeit fairen Begegnung, die von den beiden Unparteiischen aus Trebbin souverän geleitet wurde, erst drei Gegentreffer aus (10:3). Beweis einer gelungenen Defensivarbeit. Bis zur Pause konnte Grünheide allerdings etwas verkürzen (14:9), was Coco Berg in der Kabine zu einem seiner berüchtigten Zitate veranlasste: „Zu fünfzig Prozent haben wir das Ding schon gewonnen. Aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!“. Er sollte recht behalten.

Zwar konnte die Zwote zu Beginn von Halbzeit zwei zunächst wieder vorlegen (18:11), spätestens aber beim 23:23 acht Minuten vor Schluss wurden Erinnerungen an die Niederlage vor zwei Jahren an gleicher Stelle wach, als man auch lange Zeit führte und am Ende um den verdienten Erfolg gebracht worden war. Grünheide hatte auf eine offensive Deckung umgestellt und der in letzter Zeit so treffsichere Angriff der Potsdamer wusste nichts damit anzufangen und war zunehmend verunsichert. Zum Glück behielt einer aber die Nerven. Wie Charlie Sheen alias Topper Harley in „Hot Shots!“ seine Truppe in der Operation “Schläfriges Wiesel” zum Erfolg geführt hatte, so gab sein jugendliches Pendant im Tor der Gäste, wenn schon nicht im Kampf- dafür aber im Jogginganzug, den Ton an und hielt in der entscheidenden Phase der Begegnung ein, zwei Unhaltbare und damit den Triumph für die Zwote fest (Endstand 27:24).

Während Charlie Brown mit seiner Baseballmannschaft nur einen einzigen Sieg erringen konnte, haben die Mannen um Keeper Krause von den letzten elf Begegnungen neun gewinnen können und rangieren weiter auf Platz vier in der Verbandsliga Nord. Die beste Platzierung seit der Staffelzugehörigkeit liegt bei noch zwei ausstehenden Begegnungen im Rahmen des Möglichen. Coco Berg plant indes schon die Fortsetzung des von ihm ausgeklügelten Konditionsmartyriums. Nach noch unbestätigten Berichten will er seine „alten Säcke“ in der Vorbereitung zur neuen Saison unter anderem beim legendären “Ironman von Glindow Ost”, der “Michendorfer Meile” oder dem „14. Hafenkraulen in der Schleuse Kleinmachnow“ für weitere Höchstleistungen trimmen. Diese verheißungsvollen Pläne rückten in Anbetracht der Heldentaten seines jungen Schützlings am Samstag jedoch zu Recht in den Hintergrund. Nur große Worte wollte dieser über seine Leistung nicht verlieren. Das hat er sich beim großen Chaplin abgeschaut. Auf die Frage von Kumpel Junior Urban vor der anstehenden Heimfahrt „Fertig Charles?“, kam nur ein simples „Yo, bro!“. An diese zunächst irritierend anmutende Ausdrucksweise moderner Kommunikation wird sich die Mannschaft bei weiteren vergleichbaren Glanzparaden ihres Torhüters sicher gern gewöhnen.

der VfL II mit: „Charlie“ und Karsten im Tor, André, Robert, Jan, Max, Nils, Stefan, Jens, Junior, Flo, Holger F. und Gregor

(G.O.)

Geschrieben von Jens PichottaVeröffentlicht in: News VfL2

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