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22
Januar
2013

416 Tage

Es gibt Handballspieler, die leben ihren Sport etwas intensiver als Andere. Diese Handballspieler stellen sich trotz Erkrankung oder Verletzung in den Dienst der Mannschaft, legen private Termine so, dass sie möglichst nicht mit Ligaansetzungen kollidieren, oder, aber das ist jetzt wirklich ein krasses Beispiel, werden morgens um 07:24 Uhr Vater eines gesundes Kindes und stehen dennoch 13 Uhr pünktlich am Treffpunkt der Mannschaft zur Auswärtsfahrt nach Perleberg. So ein Handballspieler, das nahmen seine Mitspieler am vergangenen Sonntag beeindruckt zur Kenntnis, ist Jan Thiele...

Es gibt Handballspieler, die leben ihren Sport etwas intensiver als Andere. Diese Handballspieler stellen sich trotz Erkrankung oder Verletzung in den Dienst der Mannschaft, legen private Termine so, dass sie möglichst nicht mit Ligaansetzungen kollidieren oder, aber das ist jetzt wirklich ein krasses Beispiel, werden morgens um 07:24 Uhr Vater eines gesundes Kindes und stehen dennoch 13 Uhr pünktlich am Treffpunkt der Mannschaft zur Auswärtsfahrt nach Perleberg. So ein Handballspieler, das nahmen seine Mitspieler am vergangenen Sonntag beeindruckt zur Kenntnis, ist Jan Thiele.

Jan war also mit dabei, als sich die wieder einmal ersatzgeschwächte Truppe der Zwoten formerly known as die Dritte am frühen Nachmittag auf in die Prignitz machte. Man traf dort auf einem Gastgeber, der an diesem Tag durch das Fehlen seines rotgesperrten Toptorschützen ebenfalls schwer gehandicapt war. Den Potsdamern musste es egal sein, stammte ihr letzter Auswärtserfolg doch vom 03.12.2011. Einer Zeit, in der Christian Wulff Präsident aller Deutschen war, eine Regierungsbeteiligung der Piraten realistisch erschien und Thomas Gottschalk noch „Wetten Dass…?" moderierte. Coco Gajewski stellte die Mannschaft vor Spielbeginn dementsprechend ein: „Holt ja ein Punkt oder ich mach´ Euch morgen beim Training so fertig, wie ihr noch nie fertig gemacht wurdet." Er meinte damit die Kürzung des geliebten Fußballspiels um 10 Minuten. Egal, seine eindringlichen Worte zeigten anscheinend Wirkung. Nach vorsichtigem Abtasten (3:4) enteilte die Zwote bis zur ca. 20 Minute auf 14:6. Grund dafür war vor allem eine gut agierende Deckung mit Torwart Toralf Vietze. Bis zur Halbzeit (19:14) wurde die Führung dann halbwegs geschickt verwaltet.

Nach dem Seitenwechsel gab es erwartungsgemäß die übliche Auszeit der Gäste und 10 Minuten später war der Vorsprung endlich fast komplett durchgebracht (21:20). Eine erneute Drohung von Coco Gajewski in der anschließenden Auszeit zeigte aber Wirkung. Es lief wieder besser und schon bald war der doppelte Punktgewinn realistisch. Einen großen Anteil daran hatte Neuzugang Sven Keck, der im Angriffsspiel seine 99,9 kg stets einzusetzen wusste. Zudem verteilte er seine eigentlich recht übersichtlich vorhandene Kondition von 20 Spielminuten pro Partie geschickt auf 40. Und die restliche Spielzeit bekam unser Kreisläufer ebenfalls irgendwie herum. Und da auch alle anderen Spieler (Robert, Holger, Junior, André, Jan) vorn mehr oder weniger zuverlässig trafen stand am Ende ein in dieser Höhe sicher nicht zu erwartender 36:29 Erfolg zu Buche. Nach 416 Tagen hatte der VfL Potsdam II endlich einmal wieder auswärts etwas gerissen.

So begab sich die Mannschaft nach der Einnahme von Speis und Trank in der schönen Hallenkantine in der Gewissheit auf die 153 km lange Heimfahrt, wichtige Punkte im Abstiegskampf gesichert zu haben. Und Jan, ja Jan hatte zu diesem Zeitpunkt schon fast das Krankenhaus Waldfriede in Berlin erreicht, um seinen Sohn Frederik über die aktuellen Geschehnisse des Tages zu informieren…

Die Zwote mit: Toralf und Gordon im Tor, André, Robert, Matze, Gregor, Junior, Holger, Sven, Jan und Jens

Der Dank der Mannschaft geht an Peter Urban, der die Truppe erneut begleitete.

Jepi

Geschrieben von Jens PichottaVeröffentlicht in: News VfL2

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