Die KiK - Boys schlagen wieder zu
Kategorie: VerbandsligaVON: JEPI
Marius Carsten Zieschmann war hin und her gerissen. Er und seine Mitspieler vom VfL Potsdam II hatten am Samstag den gleichen Treffpunkt wie die "Dritte". Und die machte ihn angesichts der eigenen personellen Probleme sofort ein Angebot, dass er eigentlich nicht ausschlagen konnte: 1. Wegfall des obligatorischen Einstandskastens 2. feierliche Übergabe eines feschen Trikots des o.a. Discounters 3. Stammplatzgarantie. Marius aber lehnte ab und musste zur Strafe mit der eigenen Truppe zum Spiel in die lärmende Hauptstadt, während eine kleine aber gut gelaunte Delegation des VfL Potsdam III freudig erregt in die wunderschöne Uckermark reiste.
Der gastgebende HC Angermünde ging nach zuletzt zwei Erfolgen in der Meisterschaft gewiss guter Dinge in die Partie gegen die "Dritte". Was den Optimismus weiter nährte: auf dem Spielprotokoll waren inklusive Trainerstab 17 Namen eingetragen - auf der Potsdamer Bank saßen bei Anpfiff neben Torwartdebütant Gordon nur noch das Potsdamer Trainergespann, Checo (Chefcoach) Hanisch und Coco (Co-Coach) Gajewski. Die beiden hatten vor Spielbeginn eine klare Ansage gemacht. Angriffe laaaaange ausspielen und bitte, bitte, bitte keine Verletzungen. Die Potsdamer Abwehr ließ zum Glück bis zur Halbzeit nur wenig zu - allerdings gelang auch im eigenen Angriffsspiel, vorsichtig formuliert, nicht alles. Mitte und Halbrechts, somit 2/3 des Rückraums, fanden dort praktisch gar nicht statt. Halbzeitstand 12:10 für Angermünde. Kein Ding also.
Der VfL III hielt auch in der 2.Halbzeit recht gut mit und festigte seine Abwehr immer besser. Gordon debütierte und auch Coco Gajewski war nun im Spiel und machte mit zwei beherzten Aktionen auf sich aufmerksam (2x2 Minuten). Jan und Robert waren von der Angermünder Abwehr nicht zu stoppen (jeweils 8 Tore). Der Rest hielt die Fehlerquote im Angriffsspiel wenigstens gering. Dennoch sah bei knappem Rückstand und Unterzahl in Minute 58 einiges nach einen Heimsieg des Gastgebers aus. Der Käpt´n hatte die Ausgleichchance aber wie schon mehrfach zuvor rutschte ihm der Ball slapstickartig aus der Hand - und von dort ins Tor. Der Rest war erstklassige Verteidigungsarbeit und wenn die guten Schiris bei einem Potsdamer Durchbruch kurz vor Schluss auf den Strafwurfpunkt gezeigt hätten...
Egal - der Endstand in einer umkämpften Partie war gerechterweise 21:21. Nach dem Spiel wurde wie schon in den Jahren zuvor professionell die Tankstelle am Ortsausgang angesteuert und der Punktgewinn bei einer Bockwurst und einer Limo ausgewertet. Checo Hanisch: "Vorn waren wir heute mit Jan und Robert vom Feinsten bestückt. Und hinten haben wir besser verteidigt als die Österreicher im Jahre 1529 gegen die Türken". Coco Gajewski: "Irgendwie habe ich mich vor 20 Jahren noch jünger gefühlt." Anmerkung der Redaktion: Da war er 24 Jahre alt.
Die "Dritte" mit: Einem starken Torwartduo Toralf und Gordon im Tor, Robert, seinen Eltern als Zuschauern, Gregor, Holger F., Nils, einem großen Stullenpaket von Nils, Coco, Jan, nur 4 Bällen (die reichen mussten zum Einwerfen) und Jens

