VfL setzt tollen Akzent zum Saisonabschluss
Kategorie: 2. BundesligaVON: WOLFGANG JASINSKI
33:35 gegen Tabellenzweiten TV Emsdetten
Mit einer beherzten Leistung hat Aufsteiger VfL Potsdam am Freitag im letzten Heimspiel der Saison den haushohen Favoriten TV Emsdetten hart gefordert. Beim Schlusspfiff hieß es 33:35 (16:18), aber trotz der Niederlage waren die Potsdamer Fans hoch zufrieden. Ihre Truppe hatte sich gegen den sehr athletischen, schnell und druckvoll operierenden Gegner in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe gehalten. Besonders beeindruckend war das auf Kreisläufer Alexander Urban zugeschnittene Offensivspiel des VfL: Der 30-Jährige erzielte allein bis zum Pausenpfiff vier Tore und holte ebenso viele Strafwürfe heraus. Letztere waren dem erneut besten VfL-Torschützen Enrico Bolduan (9/4) hochwillkommen: Er tat sie – mit einer einzigen Ausnahme – rein!
Trotzdem schien der Gast mit seiner unglaublich dynamischen Multikulti-Truppe deutlich auf der Siegerstraße, als er mit energischem Zwischenspurt auf sechs Tore davonzog (18:24/38., 22:28/42.). Aber: Der enorme Kampfgeist des Gastgebers führte nicht nur zu Ballgewinnen und Abstandsverkürzung - Emsdetten zeigte sich beeindruckt! Noch in der 56. Minute schloss der VfL zum 32:33 auf. Die Schlussphase gehörte dann dank zweier starker Tore des stärksten TVE-Akteurs Elvir Selmanovic wieder dem Favoriten. Allerdings ließ sich der VfL das Recht des letzten Tores (durch Florian Schugardt/7) nicht entgehen, nachdem er durch Urban auch den ersten Treffer gesetzt hatte.
Vor dem Spiel offiziell verabschiedet, erhielten die verdienstvollen VfL-Torhüter Christian Pahl und Ariel Panzer die Gelegenheit zu einer beeindruckenden Abschluss-Gala. Nachdem ihr junger Nachfolger Matthias Frank in der ersten Halbzeit eine sehr gute Leistung abgeliefert hatte, durften sie sich mit tollen Paraden von ihrem Publikum verabschieden. Dabei zeigte vor allem der nach Bad Schwartau wechselnde, von Ari-Ari-Rufen begleitete Deutsch-Argentinier, welchen Verlust der VfL mit seinem Abgang erleidet.
TVE-Trainer Lars Walther, der nach der Saison zum polnischen Erstligisten Wisla Plock geht, zollte dem Aufsteiger „ein großes Lob“. Der TVE habe aus dem Hamm-Spiel gelernt, meinte der dänische Trainer mit Bezug auf das überraschende Remis des VfL zum Saisonauftakt gegen den Aufstiegsaspiranten ASV Hamm.
VfL Potsdam: Frank, Pahl, Panzer; Pohlack (3), Melzer (5), Barsties (1), Schugardt (7), Bolduan (9/4), Urban (5), Mellack (3), Takev, Sommer, Kohnagel, Kübler.

