Potsdam Hills 90210 – Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt
Kategorie: OberligaVON: DER VERFASSER DIESES TEXTES
Vergangenen Sonnabend trat der 1. VfL Potsdam II in Werder zum Heimspiel gegen TMBW Berlin an. Da die Trainings- und Spielhalle der Youngsters aufgrund von Mängeln derzeit geschlossen ist, konnte sich das Team von Frank Morawetz und Dirk Köhler nur mit einem Testspiel in Ludwigsfelde auf die Partie vorbereiten und musste zur Begegnung in der Ostsee-Spree-Liga in den Nachbarort ausweichen. Bis auf den beurlaubten Stephan Kleinert und den Langzeitverletzten André Langen konnte allerdings alles, was Rang und Namen trägt, aufgeboten werden.
Vielleicht lag es daran, dass unterhalb der Woche die Kräfte geschont werden konnten, dass der VfL II sich von Beginn an agil und aggressiv zeigte. Frühzeitig gingen die Hausherren in der fremden Halle in Führung und präsentierten sich insgesamt deutlich engagierter als die Gäste aus Berlin. Nicht nur, dass die jungen Adler das Spiel schnell machten und damit einfach zum Torerfolg kamen, auch eine sehr gute Leistung von Carsten Welker zwischen den Pfosten sowie die Tormaschine Hendrik Retschlag, der den gegnerischen Torhüter ein ums andere mal verkohlte, waren ausschlaggebend für einen deutlichen Abstand, der zum Gegner gehalten wurde. Beim Stand von 18:11 zur Halbzeit gingen die Potsdamer in die Kabine und die Berliner in ihren Geräteraum.
Auch in der zweiten Halbzeit ließ das Juniorteam den Faden nicht abreißen, sondern spielte seinen Stiefel weiter runter. Vielleicht lag es auch an der blanken Anwesenheit von André Langen, dass die potsdamer Bundesligareserve wieder im Aufwind begriffen war –konnte das Team doch nur punkten, wenn er dabei war. Schließlich gewann der 1. VfL Potsdam II am Ende verdient mit 29:24 und im Zusammenhang mit der aktuellen Tabellensituation waren diese Punkte die berühmten Big Points.
Nach vier Niederlagen in Folge am Ende des letzten Jahres geben die Youngsters nun also wieder ein Lebenszeichen von sich und können gestärkt in die nächsten Partien gehen. Trainer Frank Morawetz sagte nach dem Spiel, dass er den Sieg seiner Mannschaft zu keinem Zeitpunkt gefährdet sah – ein großes Lob an sein Team. Das nächste Spiel werden seine Jungs am kommenden Samstag in Bad Doberan bestreiten. Ob der Aufwärtstrend beibehalten werden kann, erfahren sie natürlich in der nächsten Ausgabe von Potsdam Hills 90210.
Der VfL spielte mit: Leuschner, Welker; Bruck (5), Einenkel (3), Groth, Hudewenz, Pawlazyk (1), Retschlag (9), Rupprecht (7), Schulpig, Stölzig (1), Ziechmann (3); Langen (mental)

