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16
August
2012

MAZ - VfL Potsdam spielt zielstrebig auf 28:27-Erfolg im Test gegen Astrakhan

POTSDAM - Kurzweilig verlief das Testspiel des VfL Potsdam am Dienstagabend in der Sportarena im Luftschiffhafen vor nur 60 Augenzeugen gegen die Sieben von Kaspija Astrakhan. Mit dem 28:27 gegen den russischen Meister von 1990 und zehnmaligen Vizemeister gelang dem locker aufspielenden Drittligisten ein Achtungserfolg. Der Gegner hatte zuvor auf seiner Deutschland-Tournee beim Erstligisten HSV Hamburg mit 22:28 verloren. Auffällig im Potsdamer Spiel war der gerade 19 Jahre alt gewordene Konrad Subocz, der aus dem VfL-Nachwuchs hervorgegangen ist. Fünfmal schnappte sich der Linkshänder in den ersten 20 Minuten die Kugel und versenkte den Ball im Tor. Trainer Rüdiger Bones hielt sich mit einem Lob zurück. „Die jungen Burschen wie auch Paul Jordan und Florian Takev müssen athletisch erheblich zulegen“, sagte er. Beim Gastgeber fehlten die verletzten Enrico Bolduan (Platzwunde), Stephan Mellack (Oberschenkelprobleme) und Alexander Auerbach. Der Neuzugang wurde geschont. Seinen Einstand gab Torwart Jürgen Suppanschitz, der vor anderthalb Wochen das Training beim VfL aufgenommen hatte. Der Österreicher überzeugte mit gekonnten Paraden, bevor nach der Pause Matthias Frank in den Kasten ging. Die Einkleidung des Teams für die neue Saison steht noch bevor. Suppanschitz machte mit seinem knallgelben Sweatshirt und der Aufschrift „Alpla“ noch Reklame für seinen bisherigen Brötchengeber Alpla HC-Hard aus der Handballliga Austria. Sechs Jahre spielte der Neu-Potsdamer zuvor für Hard, die Stadt am Bodensee. Wie kommt ein zweimaliger Nationalspieler, der an der WM 2011 teilgenommen und zuvor 50 Länderspiele für den österreichischen Nachwuchs bestritten hatte, nach Potsdam? „Meine Verhandlungen mit Tusem Essen und danach mit Hamm und Aue waren gescheitert. Trainer Bones bekam Wind davon und überzeugte mich zu kommen“, so der 1,94 Meter große Schwarzschopf. Inzwischen hat Suppanschitz die Sprachregelung beim VfL übernommen. Er sagt: „Wir haben viel Potenzial und wollen aufsteigen.“ Jetzt sucht der gelernte Kfz-Techniker und IT-Spezialist gemeinsam mit Freundin Julia in Potsdam eine Wohnung. Den Dienstag-Gegner kannte der Keeper bereits. „Vor drei Jahren trat ich mit Hard im EHF-Pokal gegen Astrakhan an. Wir schieden nach dem Heimsieg und hoher Auswärtsniederlage aus.“ (Von Detlef Braune)

Geschrieben von AdministratorVeröffentlicht in: News

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