Ehemalige
An dieser Stelle sollen nach und nach Trainer und Spieler gewürdigt werden, die sich in der Vergangenheit um die "Dritte" des VfL Potsdam verdient gemacht haben. Wer weitere Helden jenseits der 2.Bundesliga kennt oder Anmerkungen/ Ergänzungen zu den hier Genannten vornehmen möchte, kann ein Zettelchen an die 2.Pappel gleich neben dem Brandenburger Tor heften oder sich an diedritte [ at ] hotmail.de wenden. Ansonsten gilt ein Zitat Oliver Hassencamps: Erinnerung ist die Wirklichkeit im Sonntagsanzug.
Michael Lucassen
Man konnte sein Freund sein oder sein Feind. Schmerzfreier allerdings war es, wenn man sein Freund war. Micha war ein, freundlich formuliert, robust spielender Handballer, der aber auch geschickt seinen Nebenmann einzusetzen wusste. Er kam Ende der 90iger Jahre u.a. mit Uwe Peter, Raggi Rackner und Uwe Gajewski von Post Potsdam zum VfL und spielte dann einige Zeit in der "Dritten". Es war, glaube ich, das letzte Saisonspiel in Brandenburg, in welchem sich Micha schwer an der Wurfhand verletzte. In der Folge wurde er mehrfach an der Hand opperiert und musste schließlich ganz mit dem Handballsport aufhören. Für die Mannschaft war es sehr schade, weil mit Micha ein echter Typ die Truppe verließ.
Viel zu früh und für die Meisten völlig überraschend starb Michael Lucassen im Herbst 2011. Er wurde nur 47 Jahre alt. Machs gut, Micha!

Jens Rzegotta
Der Erfolgstrainer errang mit der "Dritten" den Kreismeistertitel im Jahr 2000 und den Vizemeistertitel beim Warnemündecup. Dabei waren die Bedingungen nicht die einfachsten: Trainiert wurde nur ein Mal die Woche Freitag Abend in der winzigen Posthalle. Und wer zu dem Spielen kam, durfte auch fest mit einem Einsatz rechnen, da der Konkurrenzdruck nicht allzu groß war. Jens formte trotzdem ein ordentliche Truppe und mit 20:4 Punkten gelang der Aufstieg der "Dritten" 1.0. Im Übrigen ist er der Trainer der vielleicht torärmsten Partie des VfL im Männerbereich. Im Heimspiel gegen Wusterwitz stand es zur Halbzeit 6:4 für den VfL. Wusterwitz sollte es am Ende zu desolaten 12 Treffern bringen, aber die "Dritte" war in Halbzeit 2 eben auch nicht vom Wurfglück verfolgt. Kurz gesagt, das Spiel endete 12:9 für Wusterwitz.

Jan Lessig
Jan kam bei der A-Jugend in der Regionalliga wegen seiner Ausbildung bei der Bundesdruckerei in Leipzig kaum zum Einsatz. Was lag da näher als ein Einsatz für die "Dritte" in der Kreisliga? Trainer Frank Hanisch warb ihn ab und so hatte der universal einzusetzende Halblinkerrechteraußenkreisspieler einen entscheidenen Anteil daran, dass es 2007 mit dem Aufstieg der "Dritten" 2.0 klappte. Nach 2 Jahren beim VfL III nahm Jan schweren Herzens Abschied, bewahrte mit dem Wechsel zu Papi bei Grün - Weiß Werder allerdings den Haussegen. Die "Dritte" verlor somit einen tollen Spieler und mit Mami Lessig seinen einzigen Groupie.
Marco Schulz
Nichts gegen Flo, Jens oder Christoph. Aber mit Marco gab sich 2007 der erste richtige Star die Ehre bei der "Dritten". Trotz seiner vielen in der Vergangenheit erworbenen Meriten trat er von Anfang an völlig natürlich auf und bot seinen Mitspielern schon nach einem halben Jahr ganz ungezwungen das "Du" an. Die Formulierung "Langer Wechsel über Herrn Schulz auf Halbrechts" war allerdings auch ein bißchen umständlich. Sportlich schlug Marco voll ein. Wegen seiner Vielseitigkeit wurde er jeweils dort eingesetzt, wo es sportlich gerade klemmte und so sorgte er mit dafür, dass die "'Dritte" in ihrer ersten Landesligasaison sehr ordentlich und im Jahr darauf mit dem Aufstieg sogar noch besser abschnitt. Seine beruflichen Ambitionen machten schließlich seinem sportlichen Engagement einen Strich durch die Rechnung. Schweren Herzens musste er sich 2010 zwischen den Erträgen seines Berufs (viel Geld, eigenes Haus, schickes Auto) und seines Sports (Entfremdung von den eigenen Kindern aufgrund langen Auswärtsfahrten nach Wittenberge, billige Witze seiner Mitspieler in muffigen Umkleidekabinen, kaputte Knie durch Körperbehandlungen ala Brandenburg III) entscheiden. Er ging den einfachen Weg. Auf den Ausstandskasten wartet die traurige Mannschaft noch heute...

Schachtel
Es gab den einen Schachtel, der ein liebevoller Familienvater war und immer freundlich grüßte. Und dann gab es den anderen Schachtel. Den auf dem Spielfeld. Rechtsaußen war seine Position und in der Meistersaison 2000 trug er mit seinen Späßchen wesentlich zur guten Laune im Team bei – man durfte sich nur nicht mit ihm Anlegen. Allen tat das kleine Mädchen leid, dass beim Warnemündecup trotz angezeigtem Timeouts des Schiedsrichters die Spielzeit weiterlaufen ließ. Schachtel jagte mit hochrotem Kopf zum Kampfgericht und sorgte für Gerechtigkeit. Es ging ja schließlich um den Sieg in einem Turnier für Kreisligamannschaften. Schachtel ist heute erfolgreicher Versicherungsagent, spielt leider aber nicht mehr Handball. Das vorgenannte Mädchen lebt zurückgezogen in einem Franziskanerkloster.
Niels Zabel
Es ist diese eine, unverkennbare Bewegung, die sich in die Gedächtnisse seiner Mitspieler eingebrannt hat. Pass auf Rechtsaußen, der Spieler fängt, 2 Schritte Anlauf, Sprung (ca. 20 bis 25 cm hoch, knapp 40 cm weit) hinein in den Wurfkreis, fester Armzug, Einschlag des Balles (im besten Fall) knapp neben dem kurzen Pfosten. Die beschriebene Aktion kam von Niels Zabel, einem Mann der ersten Stunde. An zwei Aufstiegen war unser Rechtsaußen beteiligt und Niels dabei jeweils Protagonist positiver wie negativer Sternstunden der Mannschaft. Zur Erstürmung der Halle am Knast in Brandenburg in der Kreisliga beispielsweise trugen seine 4 Tore gegen Frank "Überkopffinte" Groß bei. Sein eigentlich harmloser Schubser andererseites war Auslöser der Massenrangelei nach der Partie in Henningsdorf. 2010 zog Niels aus beruflichen zurück in seine Heimatstadt Berlin, wo er nun auch seiner 2.Lieblingsmannschaft nach dem VfL III, dem 1.FC Union Berlin, wieder nähergekommen ist.
Tille
Tille (Swen Bodenstein) hält bei der "Dritten" vermutlich den Rekord für die meisten erzielten Tore in einer Saison. 148 Mal ließ er es in der Spielzeit 2000/2001 im gegnerischen Tor klingeln. In der internen Torschützenliste folgten mit gehörigem Abstand René Wille und Matze Hänel (jeweils 63 Tore). Es lag wohl an der "speziellen" Behandlung, die Trainer Uwe Peter unserem Tille im Training unterzog, dass dieser derart durchstarten konnte. Nach der Saison jedenfalls wechselte Tille zur "Zweiten" in die Verbandsoberliga und spielte mit dem Grünheider SV später sogar noch höherklassiger.
Ralf Spiesicke
Ralf hatte als Torwart über Jahre hinweg das Spielgeschehen in Potsdam (erst bei PH, dann beim VfL) mitbestimmt und sich eigentlich längst vom aktiven Handballsport zurückgezogen. Von Chefcoach Hanisch ließ er sich in der Spätphase der Kreisligasaison 2006/2007 zu einem Comeback beim VfL III überreden. Und prompt hatte er einen entscheidenden Anteil am Gewinn der Meisterschaft sowie des Kreispokals. Selbst nach dem erneuten Aufstieg in die Verbandsliga und dem Erreichen des 50.Lebensjahres war noch nicht ganz Schluss. Der eigentlich längst beschlossene Rücktritt wurde aufgeweicht und als Stand-by-Torwart unterstützte "Spies" nochmals die "Dritte" für eine Saison. 2010 wurde Ralf Spiesicke feierlich verabschiedet und anschließend Trainer der 1.Frauenmannschaft von Grün-Weiß Werder. Sein XXL-Trikot mit der "50" wird beim VfL III nie mehr vergeben.
Steffen Wagenblast
Der älteste, noch aktive Spieler für den VfL? Auf Steffen kommt man wohl bei dieser Frage nicht als erstes. Fakt aber ist: Mitte der 80´iger bildeten Steffen Wagenblast und Holger Wesche in der E-Jugend des Vorgängervereins DEFA Babelsberg ein wurfgewaltiges Duo. Die nächsten 25 Jahre ließ es Steffen etwas ruhiger angehen, kam aber u.a. in der Erfolgssaison 2000 einige Male zum Einsatz. Nun spielt er in der Freizeittruppe des VfL und schickte neulich beim Warnemündecup einige seiner berühmten Sprungwürfe auf Reisen. Das reichte immerhin für den 6.Platz bei allerdings nicht ganz viel mehr Mannschaften. Für den Rückweg zum eigenen 6-Meter braucht er heutzutage ca. 15 Sekunden länger.
Steffen Runge
Für Steffen war die „Dritte“ in der Saison 2000/2001 der Ausgangspunkt für den verspäteten Durchstart seiner Handballkarriere. Unter Trainer Uwe Peter kam er in der Landesliga zunächst im linken Rückraum zum Einsatz und sorgte mit dafür, dass die Mannschaft als Aufsteiger die Saison auf einen hervoragenden 3.Platz abschloss. Dabei hätte durch Steffens zutun der Coach beinahe mitten in der Saison hingeschmissen. Es gab da das Heimspiel gegen Blau Weiß Wusterwitz, Sonntag früh um 10 Uhr. Nun war am Abend zuvor die 80iger Jahre Party im Waschhaus und Steffen sowie ein anderer Spieler verständlicherweise am nächsten Tag nicht so richtig fit. Angesichts seines wankenden Rückraums und daraus resultierenden Halbzeitrückstands ließ der Coach in der Halbzeitpause die Kabinenwände wackeln und drohte mit Rücktritt – so gab es doch noch eine erhebliche Leistungssteigerung. Am Ende der Saison wechselte der Coach in die Oberliga zur „Zweiten“, nahm Steffen gleich mit und steckte ihn dort an den Kreis.

Michael Jordan
Ab 2007 streifte sich Ela das Spieltrikot der "Dritten" über. Dass ihm die Sportbekleidung im Laufe der Zeit etwas eng wurde, soll hier nur am Rande erwähnt werden. Michael war ein gefährlicher Linksaußen, der (an guten Tagen) ein Zugewinn für die Mannschaft war. Alle waren traurig, als er im Sommer 2010 der "Dritten" und seiner Heimatstadt "Lebewohl" sagte und berufsbedingt in die niedersächsische Metropole Peine zog. Wer erinnert sich nicht gern an seine raffinierten Heber, von denen mindestens jeder Zweite den Weg ins gegnerische Tor fand. Oder seine gefährlichen Fernschüsse, beim Fussball, für das Team JUNG, von denen mindestens... - naja, lassen wir das lieber. Oder wenn er die Schiedsrichter eindringlich auf Fehlentscheidungen hin. Das fand die Mannschaft toll. In Unterzahl spielte sie sowieso stets besser. Vielleicht findet Ela ja irgenwann wieder zurück in seine Heimat. Die "Dritte" wird ihm jedenfalls immer einen Platz freihalten.
Ragnar Frey
Racki spielte bis 2001 für die "Dritte" und sorgte in seiner letzten Saison als Rückraumspieler mit dafür, dass sich die "Dritte" am Ende auf dem 3.Platz der Landesliga wiederfand. Er war in diesem Jahr außerdem bei der Fahrt nach Calella/Spanien mit von der Partie und als einer der wenigen bekam er vom Land ein wenig mehr mit als die Wege zu Stand, Handballhalle und Diskothek. Eines Tages besuchten wir Barcelona und Racki stand da vor Sagrada de Familia!, unalkoholisiert!, mit einem Fremdenführer! und machte ein Erinnerungsfoto!. Wenn man ihn heute einmal treffen möchte, dann könnte das im Sommer am ehesten am Strand von Prerow gelingen.
Erik Umlauf
Eriks Karriere bei der „Dritten“ dauerte einen Tag. Sie begann am 01.Mai 2010, 09:00 Uhr mit Anpfiff des Warnemündecups und endete am späten Abend auf dem Sportlerball des Turniers. Dazwischen lag eine hervoragende Vorstellung als Torwart der Mannschaft, mit der er ganz wesentlich zum Turniersieg der Mannschaft beitrug. Man könnte meinen, dass Erik bei seiner Körpergröße von knapp über 1,60m nicht über das Gardemaß eines Torwarts verfügt. Aber er kennt eben alle Kniffs. Vor dem Spiel mindestens eine Stunde auf die Streckbank, dazu Taschentücher in die Turnschuhe und extragroße Torwarthandschuhe – so hat er noch so manchem vermeintlichen Scharfschützen dass Fürchten gelernt. Wieso er keine große Handballkarriere verfolgte? Nun, Erik wollte die Welt ein klein wenig besser machen und entschied sich für ein Medizinstudium. Nun ist er Facharzt und konnte der Mannschaft beim Warnemündecup medizinisch korrekt ihre Kopfschmerzen am Sonntagmorgen erklären. Fortsetzung folgt hoffentlich.

Lokführer - Thomas
Lokführer - Thomas (Barmingkat?) kam nie zu spät zum Training. Und wenn doch mal, dann hatte dies betriebsbedingte Gründe. Er war, sein Spitzname weist schon in die richtige Richtung, Lokführer. Bei der "Dritten" spielte er am Kreis und trug mit zum Aufstieg im Jahr 2000 bei. Er machte mal einen Mitspieler glücklich, der bei ihm auf der Lok bis Frankfurt/Oder mitfahren durfte. Natürlich ließ er ihn nicht selbst an den Fahrerpult, das hätte ja, äh, gegen die betrieblichen Bestimmungen verstoßen.
Tilmo Kindel
Matze Hähnel brachte ihn mit. Tilmo war leider nicht allzulange bei "Dritten" dabei, sodass sein Klarname nicht jeden geläufig wurde (Timo, Tino...?). In Erinnerung bleiben seine ordentlichen Leistungen im Tor der "Dritten" aber vor allem natürlich seine unkonventionelle Art Fussball zu Spielen. Legendär schon jetzt diese ein Szene beim Trainingsspiel: Tilmo treibt den Ball in einem geschickten Sololauf energisch Richtung Seitenaus. Plötzlich hat er eine Idee, wie sie nur wirkliche Genies haben. Er möchte den Ball mit voller Wucht gegen die Seitenwand treten und so die gesamte Gegnerschaft überlisten, die ihm zu Hunderten auf den Fersen ist. Nun, Tilmo traf den Ball auch beinahe, aber vor allem die Holzbank, die vor der Seitenwand aufgestellt war. Dass man vor Lachen Bauchweh bekommen kann, war spätestens an diesem Abend allen Anwesenden der "Dritten" bewusst.

Der Lange
Der Lange (Christian Andreas) erlebte seinen sportlichen Höhepunkt seiner Handballkarriere nicht in Deutschland. Mit der „Dritten“ fuhr er im Mai 2001 zum Turnier nach Calella/Spanien, das bedeutete eine ca. 24-stündige Fahrt im Reisebus mit angewinkelten Beinen. So viel konnte man gar nicht trinken, um sich trotzdem wohlzufühlen. Der Lange als ausgebildeter … (ja was eigentlich?) stand dann im Tor der „Dritten“, die sich für ihren Spanientrip außerdem mit einigen Ergänzungsspielern verstärkt hatte (Björn Rupprecht, Göran Böhm, Lars Kornelson). Es reichte immerhin für das Halbfinale und der Lange machte seine Sache insgesamt sehr ordentlich. Er hielt dann auch in schlechten Zeiten zur „Dritten“, als die Mannschaft wieder in die Kreisliga abstieg und oft genug noch am Spieltag die spielfähig unklar war. Heute besucht er von Zeit zu Zeit die „Dritte“ - als einer der wenigen Zuschauer der Heimspiele.
Uwe Peter
Uwe Peter, auch genannt: der Coach, wurde im Jahr 2000 Trainer der "Dritten". Die Mannschaft war gerade in die Landesliga aufgestiegen und der Kader wurde wegen des nachrückenden Nachwuchses komplett umgestellt. Schon die Saisonvorbereitung war für manchen sehr hart. Tille beispielsweise lernte die Klimmzugsstange lieben und steigerte dort in kurzer Zeit seinen Wert von 0 (Null) bis in den zweistelligen Bereich. Aber die "Dritte" sollte von dem Training profitieren und platzierte sich am Ende der Saison auf einen beachtlichen 3.Platz. Vom Meister Schenkenhorst gab es für die beiden Siege gegen die zweitplatzierten Wittstocker sogar noch ein paar Kästen Bier als Dankeschön. Leider blieb der Coach nur eine Saison bei der "Dritten". Er wechselte nach der Saison zur "Zweiten" und wurde dort Nachfolger von Frank Hanisch. Die Mannschaft vermisste seine "Feuer, Wasser, Sturm - Spiele" im Training, die Zusammenstauchungen in Auszeiten in der 3.Spielminute und die teamfördernden Maßnahmen (Kegelbahnbesuch) dann doch ein wenig...
Matze Hähnel
Auch Matze war ein Mann der 1.Stunde der "Dritten". Als Kreisläufer trug er maßgeblich zum Aufstieg in die Landesliga bei. Dabei war immer schon der Hang zum riskanten Spiel erkennbar. "Ein Tor ist ein Tor." sagen manche. "Ein spektakulär erzieltes Tor ist noch ein bisschen mehr als nur ein Tor" pflegte Matze zu sagen. So mussten es stets Dreher, Heber oder ähnliche Kunststücke sein, die seine Wurfversuche veredelten. Aber der Kick bei der "Dritten" war Matze irgendwann nicht mehr groß genug, so dass er sich nach und nach aus dem opperativen Geschäft zurückzog und einer anderen Herausforderung verstärkt widmete: Dem Pokerspiel. Ob er es dort einmal wie erhofft zum Millionär bringen wird, darf vielleicht ja mal gespannt auf Sport1 verfolgt werden.
Stefan Krull
Stefan stieß 2001 zur "Dritten" und kam aus dem Westen. Er hatte in der Jugend mit oder gegen Volker Zerbe gespielt - Stefan war also nicht mehr der Jüngste. Nichtsdestotrotz brachte er als angehender Lehrer beim evangelischen Gymnasium in Hermanswerder etwas Niveau in die Kabinengespräche. Nach einer schweren Verletzung verabschiedete sich Stefan leider viel zu früh wieder von der "Dritten", an der Schule in Potsdam unterrichtet er aber noch heute.
Dirk Spiesicke
Dirk Spiesicke bei "Dritten"? Ja, das gab es schon mal und zwar in der Saison 1999/2000. Von seinem Exkumpel überredet ließ sich Dirki öfters beim Training in der Posthalle sehen und vom Trainingsinhalt überzeugen. Fussball mochte er nämlich schon immer. Im Tor der Mannschaft war er dann im Ligabetrieb der erhoffte Rückhalt. Die Spieler aus Belzig wachen noch heute ab und an nachts auf und Brüllen seinen Namen in die Dunkelheit hinein. Die Belziger brachen damals aufgrund der Sinnlosigkeit des Unterfangens selbst Kontersituationen ab. Dirki hatte den Toreingang hinter einer gewiss nicht berauschenden Abwehr für geschlossen erklärt. Das Spiel endete 31:12. Als Krönung wurde er dann in dieser Saison aufgrund Verletzungen in der 1. Mannschaft von der Kreisliga bis in die Regionalliga durchdeligiert. Der Partie gegen Motor Babelsberg vor insgesamt 4 Zuschauern folgte somit ein Spiel in der Pommernhölle zu Usedom vor ca.900 Fans. Starallüren waren Dirki aber fremd und so fuhr er bei der Aufstiegsfeier der "Dritten" mit Volki Burhardt, Svenni Kilian und seinem Exkumpel auf einem Rummel angedroschen Riesenrad.

Ingo Borkmann
Gemeinhin wird Marco Thäle als der größte Entertainer, der jemals im VfL Trikot auflief, verehrt. Dabei brauchte sich Ingo zumindest im Punkte Witzeerzählen von keinem etwas vormachen zu lassen. Ingo spielte schon bei DEFA Babelsberg Handball und nach einigen Jahren bei der "Zweiten" lief er noch von Zeit zu Zeit für die "Dritte" auf. Mehr ließ sein Biologiestudium leider nicht zu. Eine (unfreiwillige) Pointe gibts auch zu seiner schwersten Verletzung: Die meisten Handballer verunglücken ja beim Spiel oder im Training. Ingos zog sich seine schwerste Verletzung nach dem Training auf dem Nachhauseweg zu. Wir hatten noch gemütlich nach dem Training beisammengesessen, ob mit Bier oder ohne, weiß ich nicht mehr so genau. Jedenfalls blieb Ingo schon nach ca. 100m mit dem Fahrrad in einer Straßenbahnschiene hängen und stürzte schwer. Seine Schuld wirds nicht gewesen sein.
Alexander Haase
Mit Alex lief 2006 bei einem Spiel bei Grün - Weiß Werder II ein unbekannter, aber talentierter, junger Spieler für die "Dritte" auf. Er trug dort mit zu einem sicheren Sieg bei, der die Tabellenführung in der Kreisliga festigte. Mit ein bißchen Ergeiz hätte was richtiges aus ihm werden können, zum Beispiel Stammspieler beim VfL III. Leider ließ er sich niemals mehr blicken. Ob er es zwischenzeitlich woanders geschafft hat - keiner weiß es.
Marc Thiele
Mit u.a. eindringlichen Schreiben warb Marc Thiele um eine Aufnahme in der Liste der "Ehemaligen":
Liebe Redaktion der Website der Dritten!
Ich heiße Marc Thiele. In meinem Leben tut sich im Moment nicht mehr allzu viel, deshalb habe ich reichlich Zeit, im Internet und in meinen Erinnerungen zu surfen. Oft bleibe ich an der Stelle hängen, als ich Seite an Seite mit dem jungen Nachwuchstalent Alexander Haase und meinem Bruder Jan Thiele das Trikot eurer Mannschaft überstreifen durfte, um im Pokal gegen die HSG USV/ Grün Weiß Werder anzutreten. Dass wir die Obstbau-Spielgemeinschaft aus der Sporthalle im Kirchsteigfeld geschossen haben, weiß ich noch ganz genau. Und in meiner Erinnerungen habe ich 17 Tore geworfen, 14mal meine Mitspieler mit einem Anspiel hinter dem Rücken, dem Kopf, durch die Beine und als sogenannter No-Luck-Pass (ich bin nicht so gut in Englisch) bedient, einer Zuschauerin bei einer plötzlichen Sturzgeburt assistiert und erfolgreich Zwillinge auf die Welt gebracht, ein Paar Mauersegler aus einem Dachsparren der Sporthalle befreit, in der Halbzeitpause des Spiels einer Oma über die Straße geholfen und ihr schnell den Einkauf nach Hause getragen (sie wohnte zufälligerweise auch in der L.-Meitner-Straße), zwischen Alexander Haase und dem Schiedsrichterpaar als Mediator vermittelt und nach dem Spiel zwei Kästen Bier und eine halbe Stiege Havanna spendiert.
Liebe Redaktion, ich würde mich außerordentlich freuen, würden Sie mich in die Liste derer, die das ehrenvolle Jersey der Dritten trugen, aufnehmen und mir somit Zugang gewähren zu einer einzigartigen Bruderschaft, wie man sie sonst nur am Prosecco-Stand bei Konzerten der Village People findet.
Vielen Dank!
Marc Thiele
Anm. der Red.: Im Ergebnis der Untersuchung einer eigens einberufenen Sonderkommission wurde hinsichtlich der Fragestellung "Spielte Marc Thiele jemals für den VfL III" folgendes festgestellt: Nein. Marc Thiele war bei o.a. Spiel gegen Werder zwar dabei. Allerdings nur als unermüdlicher Anfeuerer auf den Zuschauerrängen. Allerdings besteht durch seinen selbstlosen Einsatz für die "Dritte" im Rahmen des Fussballspiels gegen den USV Potsdam am 28.07.2010 dennoch die Möglichkeit zur Aufnahme in die ruhmvolle Ehrenliste.
