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09
Oktober
2017

MAZ: Potsdamer Handballer verlieren in der 3. Liga

Die Talfahrt des VfL Potsdam in der 3. Handball-Liga setzt sich fort. Am Sonntag unterlag das Team von Trainer Daniel Deutsch gegen die SG Flensburg-Handewitt II mit 26:29.

Potsdam. Handball-Drittligist VfL Potsdam bekommt kein Bein in die Tür, hinter der sich die Punktekammer befindet. „Wir haben ein Vier-Punkte-Spiel verloren“, haderte VfL-Trainer Daniel Deutsch am Sonntagnachmittag nach der 26:29 (12:13)-Niederlage gegen den Tabellennachbarn SG Flensburg-Handewitt II. Mit einem Zähler bleiben die Havelstädter Schlusslicht.

Zehn Minuten lang haderte Robin Huntz nach Abpfiff in einer Ecke der MBS-Arena. Das Geschehene hatte der Rückraumspieler des VfL längst nicht verarbeitet. Dabei begann es vor 580 Zuschauern wie erhofft. Die Potsdamer führten nach schnellen Gegenstößen 5:1 (9.) und wollten zeigen, wer Herr im Hause war. Doch nun schlichen sich Fehler ein. Spielmacher Yannik Münchberger erwischte einen schwachen Tag. Eine Vertretung stand nicht zur Verfügung. Der sonstige Antreiber Matti Spengler fehlte ebenso wie Levi Schwark (beide Grippe).

Torhüter Grunz verhindert höhere Niederlage

Nach der Pause rissen sich die Gastgeber noch mal zusammen, führten 21:19. Kurios die Situation vor dem 19:18 (42.), das Joe Boede für den VfL herauswarf. Die Gäste hatten zuvor bei einem Angriff zweimal den Pfosten getroffen. Solche Szenen müssten einen Ansporn bringen, doch bei den Potsdamern trat das Gegenteil ein. Die Sieben brach ein. Beim 22:26 (52.) waren die Messen gesungen. Das Aufbäumen verlief viel zu hektisch. Am Ende mussten sich die Gastgeber bei Torwart Angelo Grunz bedanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Grunz lieferte 22 Paraden und zeigte als einziger neben Kreisläufer Christian Schwarz Normalform. „Wir wollten zuviel und wurden immer unsicherer“, meinte Schwarz.

Schwierige Situation für den Trainer

VfL-Trainer Deutsch befindet sich in keiner beneidenswerten Situation. „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht gegen einen Gegner, mit dem wir uns eigentlich auf Augenhöhe befinden“, sagte der Schwarzschopf. „Die Spieler bringen sich durch einfache technische Fehler in entscheidenden Situationen aus dem Rhythmus, und keiner springt in die Bresche.“ Deutsch fühlte sich auch von Einwechslern wie Florian Fink im Stich gelassen, denen ebenfalls zu wenig gelang. Der ehemalige Abwehrchef Robert Weiß brachte die Misere auf den Punkt. „Es fehlt an Qualität in der Mannschaft, und die Körpersprache hat nicht gestimmt“, sagte der Physiotherapeut, der seine Laufbahn nach der vergangenen Saison beendet hatte. „Jeder ist mit sich nicht im Reinen. Das Team ist viel zu ausrechenbar und bröckelte auseinander.“

Der Aderlass nach der letzten Saison wiegt zu schwer. Da wucherten die Potsdamern mit den Pfunden auf den Außenpositionen. Julius Dierberg und Nils Gugisch waren eine Torfabrik. An ihre Stelle ist bisher keiner getreten. Da auch von Halbpositionen zu wenig Torgefahr ausgeht, ziehen sich die Akteure bei ihrem aufwändigen Laufspiel einen Wolf zu.

Nach dem Lichtblick zuletzt beim überraschenden Unentschieden gegen den Spitzenreiter in Altenholz sind die Schatten beim VfL wieder länger geworden. Daran erinnert, verkündete der traurig auf der Bank kauernde Robin Huntz doch noch einen Satz. „Da hatten wir frei aufgespielt und nichts zu verlieren.“ Es wird höchste Zeit, dass die Akteure den Ballast abwerfen.

Von Detlef Braune

http://www.maz-online.de/Lokalsport/Potsdam/VfL-Potsdam/Potsdamer-Handballer-verlieren-in-der-3.-Liga

Geschrieben von AdministratorVeröffentlicht in: News

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