News

17
Mai
2017

MAZ: Haase: "Habe einige Baustellen unterschätzt"

Alexander Haase fungiert als sportlicher Leiter des Handball-Drittligisten 1. VfL Potsdam. Im Interview spricht er über die gerade beendete Punktspielsaison, die deutsche Handball-Nationalmannschaft nach dem Cheftrainerwechsel und die Rolle als derzeitige Nummer zwei des Landes Brandenburg hinter dem erstarkten Konkurrenten aus Oranienburg.

Potsdam. Alexander Haase ist als sportlicher Leiter für die Geschicke des Handball-Drittligisten 1. VfL Potsdam zuständig. Außerdem ist der 39-Jährige vor Kurzem zu einem der acht Vizepräsidenten des Handball-Landesverbandes gewählt worden und fungiert seit 2014 als Co-Trainer des deutschen Nationalteams. Im Interview spricht der Lehrer für Sport und politische Bildung über die gerade beendete Saison des VfL, Veränderungen nach dem Cheftrainerwechsel im DHB-Team und ein mögliches Engagement im Ausland.

Was denken Sie mit ein paar Tagen Abstand über die abgelaufene Spielzeit des VfL Potsdam?
Ich bin nicht komplett unzufrieden: Wir haben 37:23 Punkte erkämpft und sind Fünfter geworden – in der Vorsaison hatten wir zwei Punkte mehr auf dem Konto und waren Dritter. Es ist nie schön, ein schwächeres Ergebnis als in der Vorsaison zu erreichen. Unsere Liste der Langzeitverletzten mit Caspar Jacques, Dominik Steinbuch, Yannik Münchberger und zuletzt auch Daniel Deutsch war aber letztlich einfach zu lang.

Trotzdem haben Sie das 2014 ausgegebene Ziel, in drei Jahren in der zweiten Bundesliga zu spielen, deutlich verfehlt. Woran liegt es?
Ich muss gestehen, dass ich einige Baustellen ganz einfach unterschätzt oder zumindest falsch eingeschätzt habe. Ich denke aber, dass wir inzwischen vieles verändert haben und strukturell deutlich besser aufgestellt sind.

In welchen Bereichen?
Die Geschäftsstelle hat innen und außen ein völlig neues Gesicht bekommen, wodurch sich das Tagesgeschäft deutlich einfacher gestaltet. Zudem gibt es ein einheitliches Ausbildungskonzept für alle Nachwuchsmannschaften bis hin zum Drittligateam.

In die kommende Saison werden Sie mit Cheftrainer Daniel Deutsch als Nachfolger von Jens Deffke gehen. Was erhoffen Sie sich vom neuen Mann an der Seitenlinie?
Wir erhoffen uns neue Impulse für die Spieler, die schon länger dabei sind. Er soll der neuen Mannschaft ein klares Gesicht mit deutlich erkennbarer Struktur geben und die Spieler individuell weiter entwickeln.

Das könnte auch helfen, sportliches Terrain zurückzuerobern – Oranienburg steht in der abgelaufenen Saison direkt vor dem VfL. Ärgert es Sie, wenn ein Konkurrent aus der Region vor Ihnen liegt oder ist der oft propagierte Kampf um die Nummer eins in Brandenburg nur Folklore?
Natürlich hätten wir die Saison gerne vor Oranienburg beendet. Ich ärgere mich über die Heimniederlage, vor allem aber, weil sich Yannik Münchberger dabei das Kreuzband gerissen hat. Grundsätzlich freut mich die Entwicklung des OHC, schließlich bin ich auch als Vizepräsident für den Leistungssport im Handballverband an einem starken Oranienburger HC interessiert.

Neben dem Amt beim Handball-Landesverband, Ihrer Tätigkeit an der Potsdamer Sportschule und beim VfL sind Sie außerdem Co-Trainer der deutschen Männer-Nationalmannschaft. Wie hat sich Ihre Arbeit nach dem Cheftrainerwechsel, als Christian Prokop auf Dagur Sigurdsson folgte, verändert?
Sie hat sich insofern verändert, als dass es seitdem nur noch einen Co-Trainer gibt, vorher waren wir zwei Assistenten. Die Aufgaben als Assistenztrainer sind im Prinzip die gleichen geblieben, auch wenn natürlich die Herangehensweise unter Christian eine andere ist als unter Dagur. Das ist aber natürlich völlig normal, jeder hat schließlich seinen eigenen Stil.

Stand ein Wechsel an der Seite von Dagur Sigurdsson nach Japan, wo der Isländer inzwischen Nationaltrainer ist, zur Debatte?
Nein, obwohl mich ein Engagement im Ausland irgendwann durchaus noch einmal reizen würde. Ich denke da aber nicht so sehr an Fernost.

Wenn Sie träumen dürften, wo möchten Sie den VfL dann in fünf Jahren sehen?
"Realismus hilft beim Träumen nicht weiter", hat ein kluger Mann einmal gesagt. Deshalb behalte ich diese Träume einfach für mich.

Dann bitte die öffentlichkeits-taugliche Variante.
Ich würde den Verein gerne stabil in der zweiten Handball-Bundesliga spielen sehen, mit einem Kader, der zu einem wichtigen Teil aus Spielern besteht, die aus unserer Nachwuchs-Abteilung stammen. Ich wünsche mir eine Mannschaft, die durch dieses Lokalkolorit für eine hohe Identifikation bei den Fans und den ortsansässigen Sponsoren sorgt.

Von Lars Sittig (Interview)

http://www.maz-online.de/Nachrichten/Sport/Haase-Habe-einige-Baustellen-unterschaetzt

Geschrieben von AdministratorVeröffentlicht in: News

Facebook

  
Twitter    YouTube    Instagram

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Partner & Sponsoren

  • b-mbs.jpg
  • EWP-HP-Slide.jpg
  • feldschloesschen.png
  • filmpark.jpg
  • pro_potsdam.png
Freelance Partner vermittelt Freelancer und Interim ManagerInnen in den Bereichen Finance, IT, HR, Einkauf, Logistik, Vertrieb, Engineering und Marketing.
Einsatzgründe können hierbei Sonderprojekte, Vakanzüberbrückungen und Restrukturierungen sein. Unsere KandidatenInnen arbeiten für Sie zeitlich befristet als freie Fach- oder Führungskräfte sowie in geschäftsführenden Funktionen auf Tagessatzbasis.

Freelance Partner
Friedrichstraße 68
c/o Mindspace
10117 Berlin
Tel: 030 3229 356-66
www.freelance-partner.de

VfL Twitter