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20
März
2017

MAZ: Die Revanche gelingt den Adlern nicht

Der VfL Potsdam muss in der dritten Handballliga beim Oranienburger HC eine 25:29-Niederlage im Brandenburgderby hinnehmen. Die nächste Partie bestreitet der VfL bei einem Gegner, der schon in der ersten Bundesliga spielte

Oranienburg. Als alles vorbei war, warteten sie, während das Ensemble des Oranienburger HC den Sieg bejubelte, sportlich fair auf dem Parkett, um wenig später mit dem Gegner abzuklatschen: Unmittelbar zuvor hatte der VfL Potsdam im Brandenburgderby der dritten Liga eine 25:29 (11:10)-Auswärtsniederlage hinnehmen müssen. Wenig später gab VfL-Trainer Jens Deffke zu Protokoll:„In der zweiten Halbzeit haben wir die Dinge etwa ab der 40. Minute nicht mehr so gut umsetzen können wie im ersten Durchgang, wir haben uns in der zweiten Hälfte zu sehr aufgerieben und unsere Chancen nicht mehr konsequent genug genutzt.“

In der Tabelle hat sich der OHC durch den Erfolg bis auf zwei Zähler an den VfL geschoben und auch das zweite Brandenburg-Derby gegen Potsdam in dieser Spielzeit für sich entschieden. Dabei hatte Oranienburg vor 856 Zuschauern in der zweiten Halbzeit phasenweise schon mit vier Toren im Rückstand gelegen, sich aber mit einer Energieleistung und dem Publikum im Rücken wieder zurückgekämpft. Im ersten Durchgang hatte der OHC in der 16. Minute mit 5:3 geführt, der VfL mit dem starken Torhüter Sebastian Schulz erkämpfte aber später mehrfach einen Zwei-Tore-Vorsprung und führte nach 28. Minuten mit 10:8. Nach der Halbzeitpause konnte sich der VfL phasenweise mit vier Toren absetzen (17:13, 39.). Mit viel Wucht, Leidenschaft und Willen bekam Oranienburg aber Spiel und Gegner wieder zu fassen, der Vorsprung bröckelte, beim Zwischenstand von (19:19, 44.) hatte der OHC den Ausgleich geschafft.

Auf die Zielgerade bog das Team aus Oberhavel mit einer Führung (23:22, 52.) und kam in den letzten Minuten mit dem Schwung der erfolgreichen Aufholjagd gewaltig ins Rollen – mit dem Treffer zum 27:24 (57.) hatte der OHC das Tor zum Sieg bereits weit aufgestoßen. „Vor der tollen Kulisse hat sich Oranienburg in einen Rausch gespielt“, sagte Deffke. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit erst mal einen guten Lauf“, sagte Jan Piske, der für den VfL vier Tore erzielte, „aber wir haben dann zu viele Fehler gemacht und es nicht geschafft, unsere Führung und die Rückraumspieler des OHC zu verteidigen.“

Am Sonnabend tritt der VfL in Fredenbeck an (Start: 19.30 Uhr), in der kommenden Spielzeit stehen dann die nächsten Duelle mit Oranienburg auf dem Spielplan. „Auch in der nächsten Saison“, blickt man auf der Homepage des VfL bereits voraus, „werden wieder Derbys gegen Oranienburg anstehen – dann hoffentlich wieder zweimal mit dem besseren Ende für uns!“

Von Lars Sittig

Geschrieben von AdministratorVeröffentlicht in: News