Hoffnungsträger Zoltan Majeri hat schon mit Zaporozhye in der Champions League gespielt
Kategorie: PressemeldungenVON: SEBASTIAN MORGNER
MAZ
Zoltan Majeri dreht in der Potsdamer Halle im Luftschiffhafen seine ersten Runden. Aufmerksam beobachten die Spieler des Handball-Zweitligisten VfL Potsdam ihren neuen Schlussmann. ...
Majeri soll ab August zwischen den Pfosten des Zweitligisten stehen und die Lücken von Ariel Panzer (Bad Schwartau) und Christian Pahl (Grün-Weiß Werder) schließen. Seit Montag weilt der Torwart in Deutschland. „Ich freue mich auf Potsdam und die zweite Liga“, so Zoltan Majeri, der beim VfL einen Zwei-Jahres-Vertrag erhält.
Der 36-jährige Keeper, der die rumänische und tunesische Staatsbürgerschaft hat, ist einer der Hoffnungsträger des Vereins. Nicht nur, weil Majeri bereits mit ZTR Zaporozhye (Ukraine) Champions League-Luft geschnuppert hat. „Er ist ein erfahrener Mann“, sagt Ralf Kutzner, Manager des VfL. „Er wird uns mit seiner Routine und seinen Erfahrungen weiterhelfen.“
Kutzner und Trainer Rüdiger Bones setzen große Stücke auf ihn. „Ich habe mir per Video einige Spiele von ihm angeschaut. Er ist für uns eine Bereicherung“, so der neue Coach über Zoltan Majeri. „Wir haben in den ersten beiden Einheiten viel Kraft trainiert und wenig gespielt. Deshalb kann ich mir noch kein wirkliches Bild über ihn machen.“
Erfahrungen bringt der 1,92 Meter Mann reichlich mit. 2005 lief er für VV Tikves Kavadarci auf. Der Verein aus Mazedonien war im Challenge Cup aktiv. Majeri wurde mit ihm Pokalsieger. Zuletzt hat er für den Erstligisten Fram Reykjavik (Island) den Kasten sauber gehalten und im EHF-Cup um Siege gekämpft. Mit den gewonnenen Erfahrungen will Zoltan Majeri nun den Potsdamern bei der Qualifikation für die neue, eingleisige zweite Liga helfen. „Ich hatte Angebote aus Spanien und Island, doch ich habe mich für Potsdam und für Deutschland entscheiden“, so der 90-Kilo-Mann.
Das hatte nicht nur sportliche Gründe. Seine Frau Ramona (33 Jahre), mit der er seit elf Jahren zusammen ist, und seine fünf Monate alte Tochter Briana leben derzeit in Nürnberg. „Die Familie ist wichtig. Deshalb wollte ich unbedingt nach Deutschland kommen“, sagt der Schlussmann. „Der VfL ist da eine gute Option.“
Am Mittwoch werden Ramona und Briana nach Potsdam kommen und für längere Zeit bleiben. „Das ist natürlich wunderbar“, freut sich Zoltan Majeri auf die beiden.
Dann wird der Schlussmann seine Lieblinge erst einmal der Mannschaft vorstellen. „Die Jungs und der Trainer sind sehr nett“, sagt er. „Ich wurde von allen gut aufgenommen, der Zusammenhalt der Truppe stimmt. Der wird auch wichtig sein, wenn wir die Qualifikation für die zweite Liga schaffen wollen.“ Dafür muss der VfL in der neuen Saison mindestens Platz neun erreichen. Majeri will seinen Teil dazu beitragen und gemeinsam mit Matthias Frank einen sicheren Rückhalt bilden. „Mathias ist ein talentierter Torwart“, weiß Majeri. „Dem Jungen gehört die Zukunft.“ Doch bis dahin gibt er zwischen den VfL-Pfosten Vollgas.

