Wieder keine Punkte
Kategorie: 2. Bundesliga, PressemeldungenVON: SEBASTIAN MORGNER
MAZ
Handball Zweitligist VfL Potsdam verliert erneut zu Hause – diesmal gegen Tusem Essen
René Drechsler mit sechs Toren und Lars Melzer mit fünf Treffern gehörten am Freitag in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee zu den besten Potsdamern.
POTSDAM| Die Handballer des Zweitligisten 1. VfL Potsdam standen am Freitagabend wieder mit leeren Händen da. Die Mannschaft von Trainer Rüdiger Bones musste sich vor 300 Zuschauern in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee dem Tabellendritten Tusem Essen knapp mit 24:25 (13:13) geschlagen geben. „Leistungssteigerung hin oder her“, so ein sichtlich verärgerter Bones nach dem Abpfiff. „Was nutzt uns das? Wir haben wieder verloren.“
Seine Mannen gestalteten die Anfangsminuten ausgeglichen (3:3). Dann jedoch kam der Gast besser in Fahrt und führte plötzlich 10:5 (17.). „Doch wir haben zurück ins Spiel gefunden“, lobte Potsdams Spielmacher Lars Melzer die Moral der Mannschaft. Florian Schugardt glich nach 27 Minuten zum 12:12 erstmals wieder aus. „Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt“, resümierte René Drechsler. Der Neuzugang vom Wilhelmshavener HV hielt den VfL durch seine Tore – am Ende waren es sechs – im Spiel. „Doch was nutzen gute 30 Minuten. Ein Spiel hat 60“, so der Mann mit der Trikotnummer elf weiter. Der 1,93-Meter-Mann suchte nach einer Erklärung, warum am Ende wieder kein Sieg auf der Anzeigetafel stand. „Wir haben zurzeit Phasen dabei, wo es nicht so läuft“, sagte Rückraumspieler Drechsler. „In dieser Zeit machen wir es dem Gegner zu leicht.“
So auch am Freitag gegen den dreifachen deutschen Meister. Statt beispielsweise mit 16:14 davon zu ziehen, vergaben die Potsdamer Chancen leichtfertig, kassierten aber einfache Tore. Die Folge: Vier Treffer der Gäste zum 15:18-Rückstand. „Wir müssen zu Hause viel cooler spielen“, so Melzer. „Im Handball reicht Kampfgeist allein nicht aus.“
Marvin Sommer, der sein Comeback nach seiner Verletzung feierte (44.), hat keine Schmerzen mehr im Knie. Der Youngster vergab beim Stand von 22:25 allein vor dem Tor. „Ein blöder Einstand“, so Sommer. Jan Piske sah noch die Rote Karte (dreimal zwei Minuten).

